CDon
Neue Wege mit
Lachgas
Herausforderung
Distickstoffmonoxid (Lachgas, N2O) ist ein Nebenprodukt verschiedener chemischer Verfahren im BASF Verbund. Da N2O ein potentes Treibhausgas ist (~ 300 Mal stärker als CO2), muss es katalytisch in Stickstoff und Sauerstoff zerlegt werden. Die BASF hat eine Methode entwickelt, um einen Teil des entstehenden Lachgases in der organischen Synthese als hochselektives Oxidationsmittel zu verwenden. Somit ermöglichte das Unternehmen erstmals einen industriellen Einsatz von Lachgas als wertvolles Rohmaterial.
Produkt/Prozess
In dem von der BASF entwickelten Prozess wird das in verschiedenen Produktionsanlagen entstehende Distickstoffmonoxid isoliert, gereinigt und anschließend zur Herstellung von Cyclododecanon (CDon) verwendet. CDon dient zum Beispiel als Rohstoff zur Herstellung des Hochleistungskunststoffs Polyamid 12, das auch als Nylon 12 bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um einen weit verbreiteten technischen Kunststoff für viele Anwendungen, in denen Beständigkeit gegen hohe Temperaturen und verschiedene Chemikalien erforderlich ist, wie zum Beispiel im Automobilbau.
Vorteile für die Kunden
CDon der BASF zeichnet sich durch hohe Reinheit aus. Es wird durch ein innovatives, umweltfreundliches Verfahren zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt. Es kann auch als wertvolles Ausgangsmaterial für die Duftstoffindustrie genutzt werden.
Herangehensweise
Distickstoffmonoxid lässt sich durch ein neu konzipiertes Druckwechselabsorptionsverfahren aus dem Abgas diverser chemischer Anlagen isolieren. Das so isolierte N2O wird dann zur selektiven Oxidation von Cyclododecatrien verwendet. Das Endprodukt des Verfahrens, CDon, wird zur weiteren Verarbeitung an BASF-Kunden geliefert, wo es zum Beispiel zur Kunststoff-Herstellung genutzt wird.
Partner
Das CDon-Verfahren und die Lachgastechnologie wurden gemeinsam vom Kompetenzzentrum Forschung und Technologie Chemikalien und dem Unternehmensbereich Intermediates (Herstellung von CDon) sowie dem Unternehmensbereich Anorganika (Isolierung von N2O) entwickelt.
Veröffentlichungen
Für die Entwicklung dieses neuen CDon-Verfahrens erhielt die BASF im Jahr 2007 den angesehenen "Award for Excellence in Green Chemistry and Engineering" der IChemE.
Ansprechpartner bei BASF SE
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Für Wissenschaftler:
Forschungskommunikation -
Für Kunden und potentielle Kunden:
Intermediates Division, Dr. Kathrin Wissel-Stoll, Tel. +49 621 60 49961
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