18. Dezember 2014
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Asset-Tausch zwischen BASF und Gazprom wird nicht vollzogen

  • Erforderliche Auflösung der Veräußerungsgruppe führt zu Aufwendungen im Geschäftsjahr 2014 und rückwirkend im Geschäftsjahr 2013

BASF und Gazprom sind heute (18. Dezember 2014) übereingekommen, den zum Jahresende geplanten Tausch von Vermögensgegenständen nicht zu vollziehen.

„Wir bedauern, dass der Asset-Swap nicht abgeschlossen wird. Wir werden unsere mehr als 20-jährige Zusammenarbeit mit Gazprom in unseren bestehenden Joint Ventures fortsetzen“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF SE. „Unsere Strategie im Öl-und-Gas-Geschäft bleibt unverändert: Wir konzentrieren uns auf profitables Wachstum an der Quelle in ausgewählten öl- und gasreichen Regionen – in Europa, Nordafrika, Russland, Südamerika sowie der Region Middle East.“

Das Erdgashandelsgeschäft wird weiterhin als 50/50-Joint Venture zwischen Gazprom und der BASF-Gruppengesellschaft Wintershall fortgeführt. Wintershall Noordzee B.V. bleibt zu 100 % in der BASF-Gruppe. Zum Jahresende 2012 wurden die Vermögenswerte und Schulden des Erdgashandelsgeschäfts bilanziell in eine Veräußerungsgruppe umgegliedert. Auf Grund der Absage der Transaktion ist es notwendig, die Berichterstattung als Veräußerungsgruppe zu beenden und die seit 2012 ausgesetzten Abschreibungen sowie das At-Equity-Ergebnis zu buchen. Dies führt zu Aufwendungen in Höhe von 113 Millionen € im Jahr 2013 und von 211 Millionen € im Jahr 2014. Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 werden entsprechend angepasst. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen für das Jahr 2013 liegt damit bei rund 7,1 Milliarden €.

„Die für das laufende Jahr abgegebene Prognose, ein EBIT vor Sondereinflüssen leicht über dem Niveau des Jahres 2013 zu erzielen, erscheint auch vor diesem Hintergrund noch erreichbar“, so Bock. Das EBIT wird voraussichtlich leicht steigen; bisher wurde aufgrund des erwarteten Sonderertrags aus der Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts ein deutlicher Anstieg des EBIT erwartet.

Der geplante Asset-Tausch sah die gemeinsame Erschließung von zwei weiteren Blöcken der Achimov-Formation des Urengoi-Erdgas- und Kondensatfelds in Westsibirien durch Gazprom und Wintershall, eine 100 %ige Gruppengesellschaft der BASF, vor. Im Gegenzug hätte Wintershall das bislang gemeinsam betriebene Erdgashandels- und Speichergeschäft vollständig an den langjährigen Partner Gazprom übertragen. Gazprom hätte sich zudem mit 50 % an der Wintershall Noordzee B.V. beteiligt, die in der Erdöl- und Erdgassuche sowie -förderung in der südlichen Nordsee (Niederlande, UK und Dänemark) tätig ist. Insgesamt trugen diese Aktivitäten im Jahr 2013 rund 12 Milliarden € zum Umsatz und rund 500 Millionen € zum Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (EBITDA) der BASF-Gruppe bei.

Über BASF
BASF steht für Chemie, die verbindet – seit nunmehr 150 Jahren. Unser Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Als das weltweit führende Chemieunternehmen verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Forschung und Innovation unterstützen wir unsere Kunden in nahezu allen Branchen, heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Lösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Ernährung zu sichern und die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. BASF erzielte 2013 einen Umsatz von rund 74 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende mehr als 112.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.

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Letzte Aktualisierung 18. Dezember 2014