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03. November 2016
Österreich
Düsseldorf & Monheim

BASF richtet Standort Düsseldorf neu aus

  • Wettbewerbsfähigkeit durch neue Organisationsstruktur und verbesserte Prozesse stärken
  • Anwendungsnahe Entwicklung und Produktionsunterstützung optimieren
  • Grundlegende Forschungsaktivitäten werden in Ludwigshafen zusammengeführt
  • In Summe werden 89 Stellen am Standort abgebaut

Die BASF Personal Care & Nutrition GmbH will die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Düsseldorf durch eine neue Organisationsstruktur und verbesserte Prozesse stärken. Dazu wird die Produktion noch besser an den Anforderungen des Geschäfts ausgerichtet. Zudem werden grundlegende Forschungsaktivitäten in Ludwigshafen zusammengeführt. Die geplanten Veränderungen führen zu einem Abbau von 116 Stellen. Gleichzeitig werden 27 Stellen neu geschaffen.

„Düsseldorf ist der größte und bedeutendste BASF-Standort für kosmetische Inhaltsstoffe, den wir weiter stärken wollen“, betont Jan-Peter Sander, Leiter des BASF-Geschäfts für kosmetische Inhaltsstoffe in Europa. „Dafür ist es wichtig, dass wir die Organisationsstruktur unserer Produktionsbetriebe und unterstützenden Einheiten am Standort neu ordnen und noch gezielter auf die Anforderungen unseres Geschäfts ausrichten. Unser Angebot umfasst sowohl eine breite Palette unterschiedlicher und wechselnder Spezialitäten als auch Basisprodukte, die wir kontinuierlich in großen Mengen produzieren.“

Betriebe werden in vier Produktionseinheiten gebündelt

Gleichzeitig soll die Effizienz und Effektivität der Prozesse am Standort verbessert werden: Betriebe, die ähnliche Anforderungen und Abläufe haben, werden zu vier Produktionseinheiten zusammengeführt. Für alle Einheiten gilt zukünftig eine einheitliche Organisation mit klarer Zuordnung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten „Wir müssen uns ständig neuen Herausforderungen in Markt und Wettbewerb stellen. Die Aufgaben in den Betrieben werden dabei immer komplexer. Dem begegnen wir mit der einheitlichen Produktionsstruktur in allen Betrieben sowie klarer definierten Aufgabenbereichen und Verantwortlichkeiten. Gleichzeitig werden wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter qualifizieren und weiterentwickeln“, sagt Levent Yüksel, Werksleiter am Standort Düsseldorf.

Anwendungsnahe Entwicklung bleibt vor Ort

Das Umfeld der BASF im Bereich von Forschung und Entwicklung (F&E) verändert sich schnell. Im Rahmen eines BASF-weiten Konzepts wurden deshalb alle F&E-Standorte weltweit im Hinblick auf ihre Rolle im F&E-Verbund bewertet. Sie werden in zwei Kategorien unterteilt: in strategische Zentren, welche Kernkompetenzen in globaler und regionaler Verantwortung bündeln und in spezialisierte Standorte mit Zugang zu dynamischen Märkten und Kunden mit hohem Innovationsbedarf.

Die Projekte der Forschung in Düsseldorf sind stark auf das Geschäft mit kosmetischen Inhaltsstoffen ausgerichtet. Grundlegende Forschungsaktivitäten werden nur in geringem Umfang betrieben. Diese sollen bis Ende 2017 in Ludwigshafen zusammengeführt werden. Aktivitäten wie die anwendungsnahe Entwicklung und Prozessoptimierung der Produktion verbleiben aber in Düsseldorf und werden in die Geschäftseinheit der BASF für kosmetische Inhaltsstoffe – Personal Care Europe – integriert. „So können wir das spezielle Fachwissen in Bezug auf unsere Technologien und Produkte am Standort langfristig erhalten und sichern“, so Sander.

Ziel ist ein sozialverträglicher Stellenabbau

Die Neuausrichtung des Standorts führt zu einem Abbau von insgesamt 116 Stellen. Zugleich werden 27 Stellen mit neuen Anforderungsprofilen geschaffen. Diese sollen möglichst mit Mitarbeitern besetzt werden, deren Stellen entfallen. „Wir wollen gemeinsam mit dem Betriebsrat für alle betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine sozialverträgliche Lösung finden. Dazu planen wir beispielsweise älteren Mitarbeitern ein vorzeitiges Ausscheiden zu ermöglichen. So können betroffene Mitarbeiter den Arbeitsplatz von Kollegen übernehmen, die dieses Angebot annehmen“, so Yüksel.

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Letzte Aktualisierung 30. Dezember 2019