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25. Jänner 2021
Österreich
Nachhaltigkeit

BASF unterstützt Appell für ein UN-Abkommen gegen Verschmutzung der Umwelt mit Kunststoffabfällen

25. Januar 2021

BASF hat sich einem Appell an die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angeschlossen, den Vorschlag des WWF (World Wildlife Fund) für ein UN-Abkommen gegen Verschmutzung der Umwelt mit Kunststoffabfällen zu unterstützen. Damit unterstreicht BASF ihr Engagement zur Reduzierung von Kunststoffmüll in der Umwelt.

Plastic bag floating into the water. Polluted enviromental. Recycle garbage

Ein Abkommen gegen Verschmutzung der Umwelt mit Kunststoffabfällen kann zu einem gemeinsamen Verständnis und einem koordinierten Vorgehen beitragen.

Mit der Unterstützung des Vorschlags bringen BASF und mehr als 30 Unternehmen aus verschiedenen Branchen ihre Unterstützung für ein globales Abkommen zum gemeinsamen Kampf gegen die Verschmutzung der Umwelt mit Kunststoffabfällen zum Ausdruck. Autoren des Appells sind der WWF, die Ellen MacArthur Foundation und die Boston Consulting Group. Das übergreifende Ziel des Vorschlags ist es, Unternehmen und Regierungen auf ein gemeinsames regulatorisches Verständnis der Ursachen der Verschmutzung und einen koordinierten Ansatz zu deren Bekämpfung zu verpflichten. Er umfasst vier Elemente: eine Einigung auf harmonisierte regulatorische Standards und gemeinsame Definitionen für Kunststoffprodukte und -produktionsprozesse, einen gemeinsamen politischen Rahmen, globale Berichtsmetriken und -methoden über die gesamte Kunststoff-Wertschöpfungskette sowie koordinierte Investitionsansätze zur Unterstützung der Infrastrukturentwicklung in Kernmärkten und von Innovation.

Basierend auf diesen Elementen kann ein Abkommen gegen Verschmutzung der Umwelt mit Kunststoffabfällen dazu beitragen, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe voranzutreiben und Kunststoffabfälle in der Umwelt zu vermeiden. „Die Verschmutzung mit Kunststoffen ist eine globale Herausforderung, die nicht von einem einzelnen Land oder Unternehmen gelöst werden kann. Wir unterstützen diesen Appell an die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, Verhandlungen über einen gemeinsamen Vertrag gegen Kunststoffverschmutzung aufzunehmen. Kunststoffe sind zu wertvoll, um verschwendet zu werden. Die Verschmutzung muss aufhören. Wir unterstützen nachdrücklich eine Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe", sagte Dr. Martin Jung, Leiter des Unternehmensbereichs Performance Materials der BASF.

BASF engagiert sich bereits in mehreren Initiativen, um die Ansammlung von Kunststoffabfällen in der Umwelt zu vermeiden und zu reduzieren. So ist BASF Mitglied des World Plastics Council und der Ellen MacArthur Foundation, wo sie an der New Plastics Economy Initiative teilnimmt. Gemeinsam mit dem europäischen Industrieverband PlasticsEurope setzt sich BASF dafür ein, die Deponierung der verwertbaren Kunststoffabfälle zu beenden und mehr Recyclingkapazitäten aufzubauen. Darüber hinaus ist BASF Gründungsmitglied der Alliance to End Plastic Waste (AEPW), die 2019 mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, Lösungen zu entwickeln, zu beschleunigen und umzusetzen, lokale Gemeinschaften einzubinden und Kapital einzusetzen, um Kunststoffabfälle in der Umwelt zu beenden. Die AEPW hat mehr als 50 Mitgliedsunternehmen, die in den nächsten fünf Jahren 1,5 Milliarden US-Dollar investieren wollen, um das Ende von Plastikmüll in der Umwelt zu unterstützen. BASF setzt an ihren Standorten mit Granulatherstellung weltweit aktiv Maßnahmen gegen den Verlust von Kunststoffgranulat um und unterstützt Operation Clean Sweep® (OCS), ein internationales Programm, das den Verlust von Kunststoffgranulat, -flocken und -pulver in der Umwelt über die gesamte Wertschöpfungskette der Granulierung verhindern will.

Im Dezember 2020 startete BASF ihr Circular Economy Programm. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen den Umsatz mit Lösungen für die Kreislaufwirtschaft auf 17 Milliarden € verdoppeln. Um dies zu erreichen, konzentriert sich BASF auf drei Handlungsfelder: zirkuläre Rohstoffe, neue Materialkreisläufe und neue Geschäftsmodelle. Beispiele hierfür sind Kunststoffe auf Basis nachwachsender oder recycelter Rohstoffe, biologisch abbaubare und zertifiziert kompostierbare Kunststoffe und Additive, die mechanisches Recycling ermöglichen. Ab 2025 will BASF jährlich 250.000 Tonnen recycelte Rohstoffe verarbeiten und damit fossile Rohstoffe ersetzen.

Das Projekt ChemCyclingTM ist eines der Projekte zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen: Durch chemisches Recycling können Kunststoffabfälle wieder in Ausgangsstoffe für die chemische Industrie umgewandelt werden und so fossile Rohstoffe ersetzen. Der recycelte Rohstoff wird über einen Massenbilanzansatz bestimmten Verkaufsprodukten zugeordnet, die in der Verbundproduktion von BASF hergestellt werden. Damit haben diese Produkte exakt die gleichen Eigenschaften wie die auf Basis fossiler Rohstoffe. Darüber hinaus kann das chemische Recycling Kunststoffabfallströme bewältigen, deren Sortierung für eine hochwertige werkstoffliche Verwertung unmöglich oder sehr ineffizient ist. „Chemisches Recycling ist daher eine sinnvolle Ergänzung zum werkstofflichen Recycling, kann die Kunststoffrecyclingraten generell deutlich erhöhen und Kunststoffabfälle zu Hochleistungsmaterialien upcyceln“, sagt Dr. Christian Lach, Projektleiter ChemCycling bei BASF.  

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Birgit Hellmann
Global Sustainability Communications
Letzte Aktualisierung 25. Jänner 2021