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3. März 2021
Österreich
Nachhaltigkeit

Diese “grüne” Box kommt doppelt gut an

3. März 2021

Lieferungen von Unitax werden in diesen Wochen von Kliniken, Pflegeheimen und Impfzentren in ganz Brandenburg sehnlichst erwartet. Der erfahrene Pharmalogistiker verteilt den Corona-Impfstoff exklusiv im Auftrag der Landesregierung. Neben der exakten Einhaltung aller Kriterien bei Lagerung und Transport der sensiblen Fracht ist für das Berliner Unternehmen auch die Nachhaltigkeit der Prozesse wichtig. Bei all diesen Themen setzt Unitax auf die Zusammenarbeit mit der Schaumaplast-Gruppe und BASF.

Thermocon vaccine boxes made from Styropor® BMB have an improved environmental profile

Safe, well cooled and resource saving: The proven properties of Styropor®, the expandable polystyrene (EPS) from BASF, remain preserved.

Schaumaplast entwickelt und produziert unter der Marke Thermocon passive, also stromlos arbeitende Kühlsysteme für die Pharmaindustrie. Die leichten Thermoboxen können mit Spezialakkus für nahezu jeden Temperaturbereich und verschiedene Volumina ausgelegt werden. Diese Flexibilität bei Größe und Kühlung kommt bei der Corona-Impfstofflogistik immer mehr zum Tragen, da zunehmend Vakzine in Bereichen von minus 70, minus 15 bis minus 25 sowie plus zwei bis plus acht Grad Celsius gleichzeitig zu liefern sind.

„Gemeinsam mit unserem Kunden Unitax können wir hier die Stärken von aktivem und passivem Kühltransport ausspielen. Unitax ist somit in der Lage, mit seinen strombetriebenen Kühlaggregaten in den Fahrzeugen und unseren passiven Kühlsystemen mehrere Temperaturbereiche für unterschiedliche Impfstofftypen auf einem Fahrzeug zu kombinieren.

Das sorgt auf dem ganzen Transport für sehr konstante und sichere Bedingungen für den Impfstoff“, erklärt Toni Küttner, Geschäftsführer der Schaumaplast Sachsen GmbH im sächsischen Nossen. Der Standort ist einer von mehreren Schaumaplast-Werken, welche die für jeden Kunden spezifizierten und qualifizierten Kühlverpackungen produzieren, darunter mit dem Pallet-Transporter auch das „Flaggschiff“. Dieser Behälter kann eine komplett verpackte bzw. vorkonditionierte Europalette aufnehmen und die temperaturempfindliche Ware teils mehr als fünf Tage sicher kühlen.

Für Unitax-Geschäftsführer André Reich, der in der Unternehmensflotte bereits seit 2017 auch Elektrotransporter einsetzt, spielen Nachhaltigkeitsaspekte eine große Rolle: „Wir können dank der verschiedenen Kühlsysteme unsere Fahrten optimieren und dadurch auch reduzieren. Das ist wirtschaftlich sinnvoll und gut für die Umwelt. Schaumaplast punktet hier außerdem noch mit einem weiteren Vorteil: Das Unternehmen bietet Verpackungen an, die aus alternativen Rohstoffen hergestellt werden, dabei aber die gleichen hochwertigen Eigenschaften aufweisen wie konventionelle Kunststofflösungen. Diese ‚grüne‘ Box passt zu unserer Unternehmensphilosophie und kommt sozusagen doppelt gut an – mit ihrem sicher gekühlten Inhalt und ihrer Umhausung.“

Die Boxen bestehen aus biomassebilanziertem Styropor® von BASF und haben ein verbessertes Umweltprofil. „Wir sind der erste TÜV-zertifizierte Verarbeiter dieses nachhaltigen Materials im Verpackungsbereich“, informiert Markus Hoffmann, Geschäftsführer der Schaumaplast-Gruppe. Bei der Produktion von Styropor® Biomass Balance (BMB) ersetzt BASF fossile Rohstoffe durch nachwachsende Ressourcen wie Bio-Naphta oder Biogas. Diese aus organischem Abfall oder pflanzlichen Altölen gewonnenen Produkte werden zu Beginn des Herstellungsprozesses im BASF-Verbund eingesetzt. Der biomassebilanzierte Anteil wird über ein zertifiziertes Verfahren den Endprodukten rechnerisch zugeordnet.

„Styropor® BMB ist eine von zwei massenbilanzierten, ressourcenschonenden neuen Styropor-Entwicklungen unseres Unternehmens. Damit sorgen wir nicht nur für optimale Isoliereigenschaften der Kühlboxen, sondern leisten auch einen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks unserer Produkte. Fossile Rohstoffe wie Naphtha oder Erdgas lassen sich aber inzwischen auch durch chemisch aufbereitete vermischte Kunststoffabfälle ersetzen. Auch das kommt der Umwelt zugute“, sagt Klaus Ries, Leiter des Styrenics-Geschäfts Europa der BASF.

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Sven Heppes
Birgit Hellmann
Global Sustainability Communications
Letzte Aktualisierung 3. März 2021