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Wie bringen Tabs das Geschirr zum Glänzen?

Spülmaschinen erleichtern uns das Leben. Ohne die passenden Spülmaschinentabs wäre das Geschirr nach dem Spülgang allerdings immer noch ziemlich schmutzig. Aber wie genau schaffen es die kleinen Tabs überhaupt, unsere Teller, Tassen und Gläser wieder zum Glänzen zu bringen?

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Einem Spülmaschinentab wird viel abverlangt: Es soll das Geschirr blitzsauber machen, dabei sanft zu Werke gehen, das Wasser entkalken und auch noch bei möglichst niedrigen Temperaturen reinigen. Damit das gelingt, braucht es eine Vielzahl von Komponenten, deren Wirkung fein aufeinander abgestimmt ist: Tenside machen das Fett im Wasser löslich. Gleichzeitig sorgen Enzyme dafür, dass Kettenmoleküle wie Stärke aus Mehl oder Kartoffeln sowie Eiweiße aus Fleisch oder Milchprodukten in ihre Bestandteile aufgespalten und so von Tellern und Töpfen abgelöst werden. Bleichmittel wiederum beseitigen Tee- oder Kaffeeflecken.

Herkömmliche Mehrfachtabs bestehen üblicherweise zur Hälfte aus Phosphaten. Sie verhindern unter anderem die unschönen Kalkränder, indem sie die dafür verantwortlichen Calcium- und Magnesiumionen des Wassers binden. Ökologisch gesehen haben Phosphate jedoch einen schlechten Ruf: Da sie auch ein wichtiger Pflanzennährstoff sind, können Phosphate in Gewässern eine Algenblüte auslösen. Die Pflanzen verbrauchen den Sauerstoff im Wasser und es besteht die Gefahr, dass Seen und Flüsse „umkippen“. Mit strengeren Phosphatgrenzwerten für Wasch- und Reinigungsmittel und Änderungen in den Kläranlagen wurde dieses Problem bereits angegangen. Weitere Regulierungsschritte zeichnen sich ab. Es wird erwartet, dass Phosphat als Inhaltsstoff in Geschirrspültabs in Europa ab 2017 verboten sein wird. In den USA ist das in 16 Bundesstaaten bereits seit 2010 der Fall.

Daher musste eine ökologischere Alternative gefunden werden, die die Funktion mit gleichwertiger Leistung im Tab erbringt. BASF bietet dafür den leicht biologisch abbaubaren Komplexbildner Trilon® M. In Kombination mit Polymeren und anderen Hilfsstoffen bindet dieser die Wasserhärteionen (Ca2+ und Mg2+), die sonst Kalkbeläge auf dem Spülgut hinterlassen, und entfernt zudem hartnäckige Tee- und Kaffeeflecken. Komplexbildner nehmen das Ion regelrecht in die Zange, was ihnen den Fachausdruck Chelatoren einbrachte: „Chele“ ist Griechisch und bedeutet „Krebsschere“.