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Zucchini-Zucht im Weltall

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Die Suche neuer Möglichkeiten endet nicht auf der Erde: Im Weltraum zeigen sich beim Gemüseanbau neue Dimensionen.

Die Landwirtschaft ist nicht nur auf der Erde dabei, ihre Möglichkeiten auszuloten. Auch im Weltraum zeigen sich beim Gemüseanbau neue Dimensionen: Der US-amerikanische Astronaut Dr. Donald Pettit freute sich im Juli 2012 über seine selbst gezüchtete Zucchini, die er in seinem Blog „Tagebuch einer Weltraum Zucchini“ verewigte. Das könnte in Zukunft Abwechslung auf dem eintönigen Astronautenspeiseplan bieten. Ein Pfund Lebensmittel ins All zu schicken, kostet derzeit rund 10.000 US-Dollar. Frisches Gemüse ist damit eine absolute Rarität.

Noch sind es nur einzelne Pflanzen, die Vision der Forscher ist jedoch ein komplexes künstliches Ökosystem, das im Raumschiff, auf Mond oder Mars beständig für Essensnachschub sorgen könnte: Algen recyceln den Urin als Dünger, farbige LED-Lichter simulieren das Sonnenlicht und Nährlösungen sorgen für das Pflanzenwachstum. Funktionierende Kreisläufe wie diese wären die erste Grundlage, um längere oder vielleicht sogar dauerhafte Weltraumkolonien einzurichten.

Donald Pettit durfte sich seine Zucchini allerdings nicht schmecken lassen. Sie wurde eingefroren und zurück auf der Erde auf kosmische Mikroben untersucht. Seine Zucchini zu essen, daran wollte Pettit auch gar nicht denken. „Es hätte sich wie Kannibalismus angefühlt“, scherzte der ISS-Astronaut.

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