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Was hält Handy, Tablet und Co. unter Spannung?

Ein Hochleistungspulver aus einfachem Eisenschrott schützt wichtige Bauteile in unseren elektronischen Alltagsbegleitern.

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Die mikroskopisch kleinen Eisenkügelchen in den Hochfrequenzspulen schützen elektronische Geräte wie etwa diesen Laptop bei abweichender elektrischer Spannung.

Je kleiner und leistungsfähiger Laptops, Tablet-PCs und Smartphones werden, desto größer sind die Anforderungen an ihre Elektronik. Sollen Bauteile wie Prozessor oder Festplatte volle Leistung bringen, brauchen sie jeweils eine andere elektrische Spannung, als der Akku sie liefert. Weicht die Spannung davon ab, nehmen die Bauteile Schaden.

Eine Lösung bietet einfacher Eisenschrott, den BASF in hochreine, mikroskopisch kleine Eisenkügelchen umwandelt – mit einer genau definierten Struktur und Größe. Dieses zu Spulenkernen verpresste Carbonyleisenpulver verstärkt das Magnetfeld, das beim Stromfluss in den Eisenkernen der Hochfrequenzspulen entsteht, und sorgt so für stabilen Gleichstrom. Um die bei elektrisch leitenden Eisenkernen üblichen Energieverluste zu vermeiden, ist jeder der winzigen Partikel zusätzlich von einer elektrisch isolierenden Schicht umgeben. Dadurch werden Verlustströme im Spulenkern unterdrückt.

So sorgt das Carbonyleisenpulver dafür, dass die empfindlichen elektronischen Bauteile unserer handlichen Alltagsbegleiter gleichmäßig mit der jeweils erforderlichen Spannung betrieben werden. Das schützt sie vor Spannungsschwankungen und macht sie zugleich effizienter. Damit werden auch sehr kleine Hochfrequenzspulen extrem leistungsfähig. Drei bis vier solcher Hochfrequenzspulen mit einem Kern aus Carbonyleisenpulver stecken in jedem Tablet-PC, in einem Laptop sind es sogar bis zu zehn.