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Umweltfreundlichere Gebäude für jedermann

Auf der ganzen Welt gibt es immer mehr Belege dafür, dass grüne Gebäude zahlreiche Vorteile mit sich bringen. Sie können uns helfen, den Klimawandel zu bewältigen, indem sie die Treibhausgasemissionen reduzieren, zur Schaffung nachhaltiger Gemeinschaften beitragen und das Wirtschaftswachstum fördern. Anlässlich der World Green Building Week sprach CORPUS mit James Drinkwater, dem Direktor des Europe Regional Network des World Green Building Council.

Gebäude stehen im Mittelpunkt unseres täglichen Lebens und es ist wichtig zu überlegen, wie wir sie für eine nachhaltige Zukunft bauen und betreiben. Die Sensibilisierung für die Auswirkungen von Gebäuden auf Mensch und Umwelt steht im Mittelpunkt der Arbeit des World Green Building Council. Darüber haben wir auch mit James Drinkwater gesprochen, der das Europe Regional Network der Organisation leitet - eine Gemeinschaft von über 20 nationalen Green Building Councils, 8 Regionalpartnern und über 4.500 Mitgliedern aus der gesamten Baubranche.

CORPUS: Können Sie uns sagen, wie der WorldGBC zustande kam und wie Sie Ihre Ziele definieren würden?
 

1993 wurde die erste GBC in den USA gegründet, die alle Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Bauwesens zusammenbringt, um eine nachhaltige Gebäudeumgebung zu fördern. Heute gibt es weltweit über 70 GBCs mit einer globalen Mitgliedschaft von fast 50.000 Organisationen. Unsere Kernziele sind die Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs auf 2 Grad Celsius, die Reduzierung der CO2-Emissionen im Gebäude- und Bausektor um 84 Gigatonnen sowie die Sicherstellung, dass alle Gebäude netto emissionsfrei sind. Darüber hinaus konzentriert sich unsere globale Strategie auf die radikale Reduzierung des Ressourcen- und Wasserverbrauchs.

CORPUS: Könnten Sie den Erfolg Ihrer Institution kommentieren? Was haben Sie bisher erreicht?

Die Veröffentlichung einer Reihe von sehr einflussreichen Berichten wie The Business Case for Green Building trug dazu bei, die globale Debatte über nachhaltige Gebäude anzukurbeln. Unser Vorzeigeprojekt Advancing Net Zero zielt darauf ab, den Bau von Gebäuden zu fördern und zu beschleunigen, die frei von Kohlenstoffemissionen sind was wir zu 100% im Jahr 2050 erreichen wollen. Wir haben auf dem jüngsten Global Climate Action Summit einen wichtigen Meilenstein angekündigt, als sich mehrere führende globale Unternehmen, Großstädte sowie Staaten und Regionen verpflichteten, dieses Ziel in ihrem eigenen Gebäudebestand umzusetzen. In Europa haben wir uns darauf konzentriert, wie wir eine Revolution bei der Gebäudesanierung anstoßen können, um dazu beizutragen, die Klimaziele der EU zu erreichen, und die Regierungen über unser Build Upon-Projekt beraten.

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CORPUS: Im September wird die World Green Building Week gefeiert. Was sind die Ziele dieser Kampagne?

Die WGBW ist eine jährliche Veranstaltung, die uns alle motiviert und befähigt, umweltfreundlichere Gebäude zu bauen. Es ist eine Chance für uns, mit einer Stimme zu sprechen und eine globale Debatte zu führen. In diesem Jahr wollen wir, dass alle, überall, etwas unternehmen und sich verpflichten, die Häuser, die sie bauen, vermieten oder bewohnen zu verändern. Wir alle können etwas tun, um unser Zuhause grüner, gesünder und energieeffizienter zu machen. Im vergangenen Jahr erreichte die Kampagne Millionen von Menschen über die Social Media Kanäle und schärfte das Bewusstsein für die Bedeutung von Green Buildings.

Wenn Städte wie London, New York und Tokio sich für das Ziel CO2-freier Gebäude engagieren, wird die Welt darauf aufmerksam und folgt dem Beispiel.

 

James Drinkwater
Director Europe Regional Network, World Green Building Council (Weltrat für umweltfreundliche Gebäude)

CORPUS: Wie kann die BASF die Agenda des GBC weiter inspirieren und unterstützen?
 

JAMES DRINKWATER: Die BASF ist ein fantastischer Partner für die Arbeit von WorldGBC in Europa. Die Beratung und Fürsprache von Nachhaltigkeitsführern wie der BASF ist entscheidend, um sicherzustellen, dass die Lösungen, die das GBC-Netzwerk vorschlägt, marktgerecht und skalierbar sind.

CORPUS: Mr. Drinkwater, vielen Dank für das Interview.

Biographie
James Drinkwater leitet die Arbeit des WorldGBC Europe Regional Network. Neben der Koordination der Projekte des Netzwerks und der Lobbyarbeit berät er bei EU-weiten und globalen Green-Building-Projekten wie dem 10-jährigen Rahmenprogramm des UNEP, den Technischen Expertensitzungen des UNFCCC und dem EU-Projekt Ressourceneffiziente Gebäude. Vor seiner Tätigkeit beim WorldGBC war James ein Energie- und Umweltanwalt, der sich auf Finanzen und M&A spezialisiert hat.

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