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13. Mai 2014
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Grenzach

BASF lädt Interessierte zur öffentlichen Begehung von Perimeter 2 ein

Grenzach-Wyhlen, 13.05.2014: Die BASF hat heute den detaillierten Plan für die Sanierung von Perimeter 2 der Altablagerung Kesslergrube bei der zuständigen Behörde, dem Landratsamt Lörrach, zur Genehmigung eingereicht. BASF beabsichtigt, den Perimeter 2 nachhaltig zu sichern, indem der belastete Boden mit einer umfassenden unterirdischen Dichtwand und einer Oberflächenabdichtung eingeschlossen wird (‚Einkapselung‘). Ein Entwässerungs- und Reinigungssystem stellt sicher, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Der definitive Entscheid des Landratsamt Lörrach dürfte im Verlauf des Jahres vorliegen.

Für BASF kommt der nachhaltigen Sanierung des Perimeters 2 der Kesslergrube besondere Bedeutung zu: Der Perimeter 2 befindet sich auf dem Werkareal der BASF in Grenzach. Dort wird das Unternehmen auch in Zukunft Inhaltsstoffe für die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie herstellen. „Um die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen, wird BASF bis Ende 2018 über 40 Millionen Euro in den Produktionsstandort Grenzach investieren“, betonte Bernd Brian, Leiter Operation Cluster Basel Area an der heutigen Medienkonferenz.

Mit der Einreichung des Sanierungsplans für den Perimeter 2 der Kesslergrube sei ein wichtiger Meilenstein erreicht, sagte Livio Ulmann, Projektleiter BASF. Ulmann zeigte sich überzeugt, dass die BASF auf dem eingeschlagenen Weg das Ziel erreichen wird, die Altablagerung zum Schutz von Mensch und Umwelt nachhaltig zu sichern.

Einkapselung gewährt dauerhaften Schutz
Das eingereichte Sanierungsprojekt sieht vor, rund 32‘000 Quadratmeter belasteten Boden mit einer umfassenden unterirdischen Dichtwand und einer Oberflächenabdichtung einzuschließen. Wie Dr. Matthias Weede vom Generalplaner ERM erklärte, werde die 1 Meter mächtige Dichtwand bis 32 Meter in den Boden reichen, etwa 9 Meter davon in wasserundurchlässigen Fels. Die Oberfläche werde mit einer Decke von 1 Meter Stärke abgedichtet.
Mit der als Einkapselung bezeichneten Sanierungsmethode gewährleistet die BASF eine vollständige und sichere Einschließung der verunreinigten Bereiche. Ein Entwässerungs- und Reinigungssystem stellt sicher, dass die Kapsel dicht ist und keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen. Die Sanierungsarbeiten sollen gemäß Plan 2015 beginnen und nach rund eineinhalb Jahren abgeschlossen sein. Die BASF finanziert die Sanierungsmaßnahmen vollumfänglich.

Sanierungsmethode vielfach bewährt
Die Einkapselung ist eine vielfach bewährte Sanierungsmethode, die an vielen Altlastenstandorten in Europa angewendet wird. Der eingeschlagene Sanierungsweg bietet vor dem Hintergrund der vorhandenen Schadstoffmengen, der Größe des Perimeters 2 sowie der Bebauungssituation und aktiven Nutzung eine wirkungsvolle und nachhaltige Sanierung.
Umfangreiche Untersuchungen sowie eine Vielzahl von Gutachten durch unabhängige Experten zeigen, dass eine Einkapselung des Perimeters 2 die Umwelt und die Bevölkerung dauerhaft schützt. Die Altlastenbewertungskommission des Landes Baden-Württemberg stimmte im März 2013 der
Sanierungsvariante Einkapselung für den Perimeter 2 zu und bewertete die Methode als zielführend, rechtmäßig und genehmigungsfähig. Eine kürzlich abgeschlossene vergleichende Nachhaltigkeitsbewertung bestätigte zudem die Einkapselung als nachhaltige Sanierungslösung.

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Weitere Informationen
Weiterführende Informationen zur Sanierung der Altablagerung Kesslergrube finden Sie auf unserer Website: www.kesslergrube.de. Bei Fragen können Sie uns über die Kontaktstelle Kesslergrube kontaktieren:

Kontaktstelle Kesslergrube
Telefon: +49 7624 14‐2798
E‐Mail: info@kesslergrube.de

Altablagerung Kesslergrube
Die frühere Deponie Kesslergrube befindet sich im Ortsteil Grenzach der südbadischen Gemeinde Grenzach‐Wyhlen (D). In den 1950er Jahren bis 1976 wurden dort Erdaushub und Bauschutt, Haus‐ und Gewerbemüll sowie Industrie‐ und Chemieabfälle abgelagert. Die BASF und Roche nehmen ihre Verantwortung für Mensch und Umwelt wahr. Mit unterschiedlichen Konzepten haben die Unternehmungen ein gemeinsames Ziel: Die Sanierung der früheren Deponie Kesslergrube im südbadischen Grenzach‐Wyhlen. BASF und Roche sind in naher Absprache mit den Behörden für alle notwendigen Abklärungen sowie die Umsetzung der Sanierungsarbeiten zuständig. Weitere Informationen zur Sanierung der Altablagerung Kesslergrube finden Sie unter www.kesslergrube.de.

BASF reicht Plan für die Sanierung von Perimeter 2 der Kesslergrube ein

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Letzte Aktualisierung 22. Februar 2019