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25. Februar 2016
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Grenzach

BASF nimmt zum Bebauungsplanentwurf Rheinvorland West Stellung

  • Entwicklungsmöglichkeiten des BASF-Areals werden stark limitiert
  • Ziel ist ein Bebauungsplan, der der Gemeinde und der BASF gerecht wird

Im Rahmen der Offenlegung hat die BASF heute (25.02.) ihre Stellungnahme zum Bebauungsplanentwurf „Rheinvorland West“ der Gemeinde Grenzach-Wyhlen abgegeben. Der Bebauungsplan soll die künftige Bebauung auf dem BASF-Areal regeln und ist für den BASF-Standort Grenzach von großer Bedeutung. In seiner umfangreichen Stellungnahme weist das Unternehmen auf alle vorhandenen und potenziellen Einschränkungen hin, die aufgrund des Bebauungsplans für die BASF zu erwarten sind.

„Für uns ist es wichtig, dass der Bebauungsplan ausreichend Entfaltungsmöglichkeiten für die BASF lässt“, sagt George Basrawi, Standortleiter bei BASF in Grenzach. „Als Eigentümer des Areals und Arbeitgeber für rund 200 Mitarbeiter geht es uns darum, dass unsere Entwicklungsmöglichkeiten am Standort nicht eingeschränkt werden.“
Der Bebauungsplan „Rheinvorland West“ wird den Rahmen dafür vorgeben, in welcher Form die BASF zukünftig als Unternehmen am Standort tätig sein kann. Die BASF hat wiederholt deutlich gemacht, dass das Areal als geschlossenes Werksgelände erhalten werden soll.

In ihrer Stellungnahme hält die BASF weiterhin fest, dass der Bebauungsplan Art und Maß der Nutzungsmöglichkeiten des Standortes stark beschränkt.

„Die geplante kleinteilige Gliederung des Areals in Industrie- und Gewerbeflächen würde mögliche Erweiterungen sowie Neuansiedlungen von Produktionsbetrieben limitieren“, sagt Dr. Wolfgang Wiesenhöfer, Produktionsleiter in Grenzach, der gemeinsam mit George Basrawi für die Aktivitäten am BASF-Standort verantwortlich ist.

Auch sieht der Bebauungsplan nur einen sehr eingeschränkten industriellen Kern vor, der bereits heute weitgehend mit der bestehenden BASF-Produktion belegt ist. Hinzu kommt, dass die Begrenzung der Bauhöhen im Bebauungsplan für die industriell- gewerbliche Entwicklung des Standortes nicht ausreichend und passend ist. Die Anforderungen durch ständig steigende Umweltauflagen müssen für Produktionsbetriebe Optionen für zusätzliche Anlagen oder Dachaufbauten ermöglichen.

Die BASF kritisiert auch die stark eingrenzenden Vorgaben für die Dachgestaltung sowie Dachbegrünung. Industrieübliche Dächer, die in erster Linie technischen Anforderungen genügen müssen, wie die so genannten Sägezahndächer, wären aufgrund der Formenvorgabe nicht zulässig. Der aufgrund von statischen Anforderungen notwendige Dachaufbau für Begrünungen wirft unkalkulierbare wirtschaftliche sowie funktionale Probleme auf.

Die geplanten öffentlichen Grünflächen widersprechen der Absicht der BASF, das Areal als geschlossenes Werksgelände zu erhalten. Die Grünflächen würden unter anderem die Nutzung des Bahnanschlusses beeinträchtigen. Sie sind auch mit den für Produktionsanlagen erforderlichen Störfallradien nicht vereinbar, die dem Schutz der Öffentlichkeit dienen.
Die BASF hat zudem seit Jahren immer wieder betont, dass durch eine gemeinsame Nutzung der vorhandenen modernen Infrastruktur mit anderen Industrieunternehmen hohe Synergieeffekte erzielt werden könnten. Der Bebauungsplan würde die industrielle Ansiedlung von Drittfirmen behindern und es für BASF erschweren, Wettbewerbsvorteile zu realisieren.

Insgesamt stuft die BASF die mit dem vorliegenden Bebauungsplanentwurf verknüpften Einschränkungen als unverhältnismäßig ein – insbesondere im Vergleich zur Reglementierung anderer Industrieansiedlungen in der Gemeinde Grenzach-Wyhlen. Unter anderem sieht der Bebauungsplan „Rheinvorland West“ weitaus striktere Richtwerte für Lärm vor als rechtlich geboten. Diese Richtwerte limitieren die Entwicklungsmöglichkeiten für eine industrielle Nutzung von Freiflächen auf dem BASF-Areal erheblich. Zudem wären die Anbringung von Werbeanlagen, zum Beispiel Firmenlogos, und der Betrieb neuer Schank- und Speisewirtschaften, wie beispielsweise einer Kantine, künftig nur eingeschränkt möglich.

Bereits 2011 hat die BASF ihre Planungen für das Werksareal öffentlich vorgestellt. Auch während der Vorarbeiten zum Bebauungsplanentwurf standen die BASF und die Gemeinde Grenzach-Wyhlen mehrfach in Kontakt. Die in der Stellungnahme von BASF erwähnten Einschränkungen wurden bei mehreren Treffen mit der Gemeinde angemerkt, im vorliegenden Bebauungsplanentwurf allerdings nicht berücksichtigt.

„Unser Ziel ist weiterhin ein Bebauungsplan, der sowohl den Interessen der Gemeinde als auch den Bedürfnissen der BASF gerecht wird“, bekräftigt George Basrawi.

BASF Grenzach GmbH

An ihrem Standort in Grenzach entwickelt und produziert die BASF Inhaltstoffe für die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie. Dazu gehören Wirkstoffe für Mund- und Körperpflegeprodukte sowie innovative UV-Filter für Kosmetika. Am BASF-Standort Grenzach sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere Informationen zur BASF Grenzach GmbH unter www.basf-grenzach.de.

Über BASF

BASF steht für Chemie, die verbindet – für eine nachhaltige Zukunft. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 112.000 Mitarbeiter arbeiten in der BASF-Gruppe daran, zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt beizutragen. Unser Portfolio haben wir in den Segmenten Chemicals, Performance Products, Functional Materials & Solutions, Agricultural Solutions und Oil & Gas zusammengefasst. BASF erzielte 2015 weltweit einen Umsatz von mehr als 70 Milliarden €. Weitere Informationen unter www.basf.com.

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Letzte Aktualisierung 22. Februar 2019