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19. Mai 2016
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Grenzach

Ansiedlungsvertrag zwischen BASF Grenzach und Zimmermann einvernehmlich aufgelöst

Gemeinsame Presseinformation von Zimmermann und BASF

Die BASF Grenzach GmbH und die Zimmermann Sonderabfallentsorgung GmbH & Co. KG - Region Süd - haben vereinbart, ihren Vertrag über eine Ansiedlung des Entsorgungsunternehmens im Grenzacher BASF-Werk einvernehmlich aufzulösen. Die Unternehmen hatten beabsichtigt, dass die Firma Zimmermann eine Chemierecycling- Anlage auf dem Werksgelände der BASF errichtet und betreibt. Aufgrund des neuen für das BASF-Areal geltenden Bebauungsplans „Rheinvorland West“ hat sich die Ausgangslage für die Ansiedlung so massiv verändert, dass die Umsetzung des Projektes zum großen Bedauern beider Unternehmen jetzt nicht mehr möglich ist.

Der Bebauungsplan „Rheinvorland West“ lässt auf dem Werksgelände der BASF nur einen sehr eingeschränkten industriellen Kern zu, der bereits heute weitgehend mit der bestehenden BASF-Produktion belegt ist. Die kleinteilige Gliederung des Areals in Industrie- und Gewerbeflächen limitiert zudem mögliche Erweiterungen sowie Neuansiedlungen von Produktionsbetrieben.

Damit verhindert der Bebauungsplan, dass die Anlage der Firma Zimmermann in dem hierfür vorgesehenen Bereich des Werksgeländes errichtet werden kann. Auch an anderer Stelle des BASF-Areals kann der Bau der Chemierecycling-Anlage nicht umgesetzt werden. Denn hierfür müsste die BASF die nur noch sehr begrenzten freien Flächen im industriellen Kern des Werksgeländes aufgeben. Diese müssen jedoch für BASF-Zwecke reserviert bleiben, beispielsweise für Optimierungen oder Erweiterungen der eigenen Produktion, oder um Anforderungen von regulatorischer oder umweltrechtlicher Seite erfüllen zu können.

„Wir hätten uns sehr gerne auf dem BASF-Areal in Grenzach angesiedelt“, so Gerhard Zimmermann, Geschäftsführer der Zimmermann-Gruppe. „Das Werksgelände bietet ideale Bedingungen für Industrieunternehmen und hätte uns erlaubt, näher an unsere Kunden in Süddeutschland heranzurücken und damit die Entsorgungsinfrastruktur zu verbessern. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns nun zu diesem unternehmerischen Schritt entschieden, der uns nicht leicht gefallen ist. Wir haben in den letzten Jahren viel Engagement, Zeit und Kosten investiert und sahen in einer seit Mitte des 19. Jahrhunderts von der chemischen Industrie geprägten Region einen optimalen Standort für die geplante Chemierecycling-Anlage.“

Auch Dr. Michael Christill, der für die Immobilien und Liegenschaften der BASF-Gruppe verantwortlich ist, bedauert, dass die Chemierecycling-Anlage nicht gebaut werden kann:
„Die Firma Zimmermann erfüllt eine wichtige Aufgabe in der Kreislaufwirtschaft und entsorgt auf höchstem technischen Standard die in Industrieprozessen entstehenden Abfälle. Das Unternehmen, mit dem die BASF an anderer Stelle bereits auf Basis eines langfristigen Vertrages zusammenarbeitet, passt sehr gut zum Produktionskern des BASF- Areals und hätte von den Vorteilen der bestehenden Infrastruktur profitieren können.“

Die Firma Zimmermann wird aufgrund des bestehenden Bedarfs an Behandlungsanlagen für Sonderabfälle in Baden-Württemberg nach einem zusätzlichen Standort schauen. Ein Zwischenlager für Sonderabfälle wurde unlängst in der Nähe von Freiburg in Betrieb genommen.

Unabhängig von der Ansiedlung der Zimmermann-Gruppe, wird die BASF die Folgen des Bebauungsplans für ihre Aktivitäten am Standort nochmals genau prüfen. Hierbei behält sich die BASF auch vor, eine weitergehende juristische Beurteilung zu veranlassen.

„Wir sind enttäuscht, dass unsere Einwände nicht berücksichtigt worden sind und schätzen den Bebauungsplan aus diesem Grund auch nicht als ausgewogen ein. Die durch den Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen, Dr. Tobias Benz, in Aussicht gestellten Gespräche über eine mögliche Änderung des Bebauungsplans begrüßen wir und werden in den nächsten Tagen mit der Gemeinde Kontakt aufnehmen, um einen Zeitplan zu vereinbaren“, sagt Dr. Michael Christill. Ziel der BASF ist weiterhin ein Bebauungsplan, der sowohl den Interessen der Gemeinde als auch den Bedürfnissen des Unternehmens gerecht wird.

Zimmermann Sonderabfallentsorgung GmbH & Co.KG - Region Süd

Die Zimmermann Sonderabfallentsorgung GmbH & Co. KG - Region Süd - wurde 2011 aufgrund zahlreicher bestehender Kundenbeziehungen und gleichzeitig vermehrten Entsorgungsanfragen aus BadenWürttemberg gegründet. Die intensive Zusammenarbeit mit größeren Industriebetrieben und anderen Entsorgungspartnern führte zu der Entscheidung, einen Dienstleistungsstandort für die Beratung im süddeutschen Raum aufzubauen, mit dem Ziel, perspektivisch eigene Anlagen als regionale Lösung zu betreiben, um damit einer stetig steigenden Zahl an exportierten gefährlichen Abfallmengen in Süddeutschland entgegen zu wirken.

Zimmermann-Gruppe

Die 1962 in Gütersloh gegründete Zimmermann-Gruppe gehört zu den leistungsstärksten Spezialisten für eine umweltgerechte Schadstoffentsorgung mit dem Schwerpunkt gefährliche Abfälle. Deutschlandweit und im angrenzenden Ausland übernimmt das Unternehmen mit seinen rund 250 Mitarbeitern die fachgerechte Entsorgung von festen, pastösen und flüssigen Schadstoffen und sorgt dafür, Abfallmengen zu reduzieren und wieder verwertbare Stoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Weitere Informationen unter: www.zimmermann-gruppe.com.

BASF Grenzach GmbH

An ihrem Standort in Grenzach entwickelt und produziert die BASF Inhaltstoffe für die Kosmetik- und Körperpflegeindustrie. Dazu gehören Wirkstoffe für Mund- und Körperpflegeprodukte sowie innovative UV-Filter für Kosmetika. Am BASF-Standort Grenzach sind rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Weitere Informationen zur BASF Grenzach GmbH unter www.basf-grenzach.de.

Über BASF

BASF steht für Chemie, die verbindet – für eine nachhaltige Zukunft. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 112.000 Mitarbeiter arbeiten in der BASF-Gruppe daran, zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt beizutragen. Unser Portfolio haben wir in den Segmenten Chemicals, Performance Products, Functional Materials & Solutions, Agricultural Solutions und Oil & Gas zusammengefasst. BASF erzielte 2015 weltweit einen Umsatz von mehr als 70 Milliarden €. Weitere Informationen unter www.basf.com.

Ansiedlungsvertrag zwischen BASF Grenzach und Zimmermann einvernehmlich aufgelöst

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Letzte Aktualisierung 22. Februar 2019