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Porträt Avi Avital

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Avi Avital ©Christoph Köstlin

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Avi Avital ©Christoph Köstlin

Porträt Avi Avital

Obwohl die Mandoline im 17. und 18. Jahrhundert in Kreisen der Aristokratie äußerst beliebt und weit verbreitet war und ihr Spiel noch bis ins 19. Jahrhundert hinein vorzugsweise von höheren Töchtern häufig praktiziert wurde, hatte das Instrument lange Zeit ein echtes Imageproblem. Weder Wolfgang Amadeus Mozart, der der Mandoline mit der Canzonetta in der Oper "Don Giovanni" ein Denkmal setzte, noch Ludwig van Beethoven, der ebenfalls Originalwerke für das Instrument komponierte, konnten daran etwas ändern. Folkloristische Klischees und die Verortung der Mandoline als Betätigungsfeld für Liebhaber und Amateurensembles mögen das Ihre dazu beigetragen haben.

Avi Avital hat es sich zum Ziel gesetzt, die Mandoline aus ihrem Nischendasein zu befreien. Mit Erfolg. Vor ihm spielte das Instrument praktisch keine Rolle im internationalen Konzertleben. Heute gastiert er regelmäßig auf den Bühnen der bedeutendsten Konzerthäuser weltweit und wurde als erster Mandolinist überhaupt für den Grammy Award nominiert. Vorurteile abbauen und Neues auf den Weg bringen – so könnte man die Mission des in Be’er Sheva im Süden Israels geborenen Wahlberliners umschreiben. Mit unermüdlichem Einsatz hat Avital das Repertoire für sein Instrument nachhaltig erweitert. "Ich betrachte es als meine Aufgabe, die historische Lücke in der Mandolinenliteratur zu füllen, damit es in Zukunft keinen Mangel an Kompositionen für dieses Instrument gibt", erklärt der Sohn marokkanischer Eltern im Interview und ergänzt, dass er jedes Jahr rund ein halbes Dutzend neuer Werke beauftragt und uraufführt. In enger Zusammenarbeit mit bedeutenden Komponisten der Gegenwart sind so bereits über 100 Stücke entstanden.

Im Interview spricht der Mandolinist über die Vorzüge des Außenseiterdaseins, Social Media und ein Jahr der Ruhe (Albumbeitrag No23). 

Konzerte im Überblick

Kammermusik

Avi Avital, Mandoline
Kammermusikakademie Potsdam


10. Feb 22
20.00 Uhr
BASF-Feierabendhaus

Familienkonzert
Antonio Vivaldi "Die vier Jahreszeiten"

Avi Avital, Mandoline
Kammerakademie Potsdam
Handschattentheater Budrugana-Gagra


12. Feb 22
15.00 Uhr
BASF-Feierabendhaus

Sinfoniekonzert

Avi Avital, Mandoline
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Sebastian Tewinkel, Dirigent

16./17. Feb 22
20.00 Uhr
BASF-Feierabendhaus

Sonderkonzert
"Between Worlds"

Avi Avital, Mandoline
Ksenija Sidorova, Akkordeon
Itamar Doari, Schlagzeug

19. Feb 22
20.00 Uhr
BASF-Gesellschaftshaus