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Ludwigshafen

Tor 4 – Die Jury

"Müssen wir denn noch reden?" lautet die Frage der dritten Runde von BASF Tor 4. Projektanträge müssen spätestens bis 15. Mai 2020 eingereicht werden. Im Juni tritt dann die Jury zu einer nicht-öffentlichen Sitzung zusammen und entscheidet, welche der Projekte im Rahmen von Tor 4 gefördert werden. Die Jury besteht aus vier externen Experten aus verschiedenen Kunstsparten sowie einem Vertreter der BASF. 

 

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Christian Alexander Bauer (geboren 1979) studierte Deutsche Philologie, Philosophie und Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Er arbeitete als freier wissenschaftlicher Autor und Ideenkurator. 2008 promovierte er im Fachbereich Design und Kunst an der Bergischen Universität Wuppertal und ist seit 2009 Lehrbeauftragter an der HAW Würzburg-Schweinfurt und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Seit 2012 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Kommunikationsdesign und Ethik – Ethik des Kommunikationsdesigns“ an der Fakultät Gestaltung der HAW Würzburg-Schweinfurt. Seit Wintersemester 2018/19 ist er Vertretungsprofessor für Designgeschichte und Designtheorie an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. Er hält Vorträge im In- und Ausland zu Themen aus Design, digitale Kulturen und Ethik. Neueste Publikation: Informationstheorie für Designer, Stuttgart 2018.

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Alexander Koch (geb. 1973) ist Kurator, Autor, Galerist und Kulturmediator. Er ist Mitbegründer der Galerie KOW in Berlin, deren Programm für eine gesellschaftlich orientierte Kunst steht, mit internationalen Positionen wie Renzo Martens, Candice Breitz, Hiwa K, Tobias Zielony, u.a. Zugleich ist er seit 2007 Co-Initiator und seit 2009 Leiter der Neuen Auftraggeber/ New Patrons in Deutschland. Seit 2013 entwickelt Koch New Patrons-Initiativen in Kamerun, dem Libanon, und weiteren Ländern. Nach dem Studium der bildenden Kunst war Koch 2000–2005 Dozent an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Zahlreiche Ausstellungen, Veröffentlichungen und Vorträge reflektieren seit 1998 die institutionellen und ökonomischen Transformationen der jüngeren Gegenwart und deren Konsequenzen für die zeitgenössische Kunst.

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Julie Harboe ist Kunsthistorikerin, Kritikerin und Kuratorin. Sie studierte Kunstgeschichte an der Universität Kopenhagen.1993 bis 1999 war sie künstlerische Co-Leiterin des interdisziplinären Kunstortes forumclaque, Baden in der Schweiz. Von 2007 bis 2014 leitete sie die Abteilung für künstlerische Forschung und hatte Lehraufträge im Bereich Kunstforschung an der Hochschule Luzern Design & Kunst. Seit 2011 ist sie Mitglied der interdisziplinären Gruppe Zukunftslabor CreaLab, seit 2014 hat sie Forschungs- und Lehraufträge an der Hochschule Luzern Wirtschaft inne. Sie war Mitglied der Forschungskommission der Hochschule Luzern und Mitgründerin und Präsidentin von Swiss Artistic Research Network, von 2013 bis 2015 war sie Vorstandsmitglied von Society for Artistic Research. Sie ist Mitgründerin und Vorstandsmitglied bei Interspin CreaLab sowie Mitorganisatorin des World Ornamental Forum Davos und Future Forum Lucerne. Ihr Schwerpunktthema ist transdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich Forschung, Bildung, Wirtschaft und Kunst. 

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Çağla Ilk arbeitet in Theorie und Praxis an der Schnittstelle von Architektur, bildender Kunst und Performance. Sie wurde in Istanbul/Türkei geboren, studierte an der Technischen Universität Berlin und an der Mimar Sinan Universität Istanbul Architektur und war bis vor kurzem als Dramaturgin und Kuratorin am Maxim Gorki Theater in Berlin tätig. In dieser Zeit war sie für spartenübergreifende Projekte und Festivals verantwortlich, die darstellende, performative und bildende Kunst verbanden – häufig in einem transkulturellen Kontext. Çağla Ilk hat zahlreiche Ausstellungen kuratiert, zuletzt „This might be a place for humming birds“ in der Berliner Galerie im Körnerpark. Als Wissenschaftlerin arbeitete sie am Forschungsprojekt „Baukultur in der multiethnischen Stadt“ an der Universität Siegen. Kulturpolitisch war sie als Präsidiumsmitglied der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst (nGbK), als Mitglied im Rat für die Künste Berlin und in zahlreichen Jurys der Kulturförderung tätig. Seit Mai 2020 ist Çağla İlk gemeinsam mit Misal Adnan Yıldız Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.

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Dr. Carla Seidel wurde in Osnabrück geboren und erwarb ihre Promotion in Analytischer Chemie an der Universität Hannover. 1996 trat sie in die BASF ein, wo sie nach mehreren Stationen heute als Vice President das Business Management Säuren & Spezialitäten Europa verantwortet. Seit 2020 ist Dr. Carla Seidel zudem Vize-Präsidentin und Vorstandsmitglied der Gesellschaft Deutscher Chemiker, seit 2019 gehörte sie dem Review Panel Energie der Helmholtz Gesellschaft an.