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Offensive Bildung

Sprache macht stark! - Fachschule

Sprache ist der Schlüssel zum Bildungserfolg und zur Integration. „Sprache macht stark! – Fachschule“ integriert die langjährigen praktischen Kita-Erfahrungen und Erfolgsfaktoren von „Sprache macht stark!“ in die fachschulische Ausbildung der pädagogischen Fachkräfte. 

Im Bereich der Sprachförderung sind pädagogische Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen in den letzten Jahren mit einer Vielzahl an neuen Aufgaben konfrontiert worden, auf die sie ihre bisherige Ausbildung kaum vorbereiten konnte. Ziel des Projekts „Sprache macht stark! - Fachschule" ist die Entwicklung und Implementierung eines Konzepts zur Vermittlung von Kompetenzen zur Sprachförderung in der fachschulischen Ausbildung von pädagogischen Fachkräften unter Berücksichtigung der Prinzipien und Erfolgsfaktoren von "Sprache macht stark!" und unter Bezugnahme auf bereits vorhandene Weiterbildungsmodule im Bereich Sprache und Sprachförderung des jeweiligen Bundeslands bzw. der jeweiligen Fachschule.

Teacher Helping Female Pupil Studying At Desk In Classroom

Das hochwertige integrative Sprachförderkonzept „Sprache macht stark!“ hat sich in der pädagogischen Praxis der Kindertagesstätten bewährt. Als Erfolgsfaktoren herauskristallisiert haben sich neben der umfangreichen Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte,

  1. die intensive und regelmäßige Förderung in kleinen Gruppen (maximal vier Kinder)
  2. die zielgerichtete Spracharbeit im pädagogischen Alltag sowie
  3. die Einbeziehung der Eltern im Rahmen von Eltern-Kind-Gruppen bewährt.

Ein nächster logischer Schritt mit Blick auf eine nachhaltige Verankerung dieser Erfolgsfaktoren für Sprachförderung ist daher die Integration der übertragbaren Prinzipien in die Fachschulausbildung.

Im Mittelpunkt des Projektes „Sprache macht stark! – Fachschule“ stehen hierbei die Optimierung der Ausbildung in theoretischer und didaktischer Hinsicht und die Stärkung von Praxisphasen im Bereich Sprachförderung. Hierbei werden der aktuelle linguistische Forschungsstand sowie pädagogische Grundlagen und Standards berücksichtigt.

„Sprache macht stark! – Fachschule“ basiert auf einem train-the-trainer-Ansatz, durch den Fachschullehrer/-innen bei der Vermittlung von Sprachförderkompetenzen direkt unterstützt werden. Sprache macht stark! – Fachschule beinhaltet folgende zentrale Projektbausteine:

Die konkrete Anwendung und Umsetzung des train-the-trainer-Konzepts an ausgewählten Fachschulen dient dazu, ein schuleigenes Curriculum zur Vermittlung von Sprachförderkompetenzen für die jeweilige Fachschule zu konzipieren und umzusetzen. Dabei werden die systemischen und curricularen Vorgaben der Länder berücksichtigt.

Zur Bedarfsanalyse werden bei gemeinsamen Austauschtreffen zwischen Fachschule und MAZEM zunächst die konkreten Unterstützungsbedarfe der Fachschule und Zielsetzung für das Projekt definiert.

Die Lehrkräfte profitieren von einer zweitägigen Basisfortbildung, deren Inhalte Ausgangspunkte für die Entwicklung des schuleigenen Curriculums sind. Dieses schuleigene Curriculum wird in mehreren Arbeits- und Reflexionstreffen erstellt und während der Implementierung im Unterricht sukzessive überarbeitet.

Bei der kooperativen Entwicklung fließen die wissenschaftliche Expertise des MAZEM und das methodisch-didaktische Wissen der Fachschullehrkräfte mit ein.

In einem Qualitätszirkel zum Projektabschluss werden die vereinbarten Ziele überprüft und Maßnahmen zur nachhaltigen Verankerung des erarbeiteten Curriculums an der Fachschule getroffen.

Die Modellfachschulen wurden über die gesamte Projektlaufzeit vom Lehrstuhl für Anglistische Linguistik der Universität Mannheim wissenschaftlich begleitet. Die wissenschaftliche Evaluation erfasst die Wirkung des Projektes. Elemente der Evaluation waren:

  • Erhebung der Kompetenzzuwächse bei Fachschullehrer/-innen und Schüler/-innen im Bereich Sprachförderung.
  • Zufriedenheitsevaluation mit Lehrer/-innen und Schüler/-innen.

Die erste Modellprojektphase von „Sprache macht stark – Fachschule“ wurde 2011 bis 2013 erfolgreich am Fröbel-Seminar der Helene-Lange-Schule in Mannheim durchgeführt. Eine vertiefte bundeslandübergreifende Erprobung des Konzeptes erfolgte in einer zweiten Modellprojektphase von 2014 bis 2015. In der zweiten Modellprojektphase waren die BBS für Hauswirtschaft und Sozialpädagogik in Ludwigshafen, die Elisabeth-Selbert-Schule in Lampertheim sowie die Helen-Keller-Schule in Weinheim beteiligt.

Für Fragen zu den abschließenden Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung wenden Sie sich bitte an:

Prof. Dr. Rosemarie Tracy
Lehrstuhl Anglistische Linguistik
Schloss, Ehrenhof West 266
68131 Mannheim

Evaluationsbericht

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Sprechen Sie uns an:

MAZEM gGmbH
Frau Kerstin Mehler
Postfach 102104
68021 Mannheim
0621 - 1228-2218

Partner des Projektes

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