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Ludwigshafen

Großschadensalarmübung

Trainieren für den Ernstfall

Bei der alljährlichen Großschadensalarmübung der BASF am Standort Ludwigshafen ging es am 18. Juni für 100 Einsatzkräfte zur Sache.

24 Fahrzeugen und dein Turbolöscher rückten aus. Bereit, verletzte Mitarbeiter nach einem Brand an einer Erdgasleistung zu retten. Durchgeführte Löschmaßnahmen sollen die umliegende Gebäude vor übergreifende Flammen schützen.

„Unsere Einsatzkräfte müssen im Ernstfall sehr eng zusammenarbeiten. Deshalb trainieren die internen und externen Feuerwehren, die Rettungsdienste, die Standortsicherheit, die Umweltüberwachung, die Mitarbeiterbetreuung und der betroffene Betrieb regelmäßig die Abläufe und Maßnahmen“, sagte Michael Heinz, Standortleiter und Mitglied des Vorstands der BASF SE. Unterstützt wurde der Rettungsdienst der BASF durch den Großraumrettungswagen der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen.

Die BASF-Werkfeuerwehr in Ludwigshafen zählt über 180 Mitarbeiter. Sie ist für die Gefahrenabwehr am Standort zuständig und verantwortet zudem zentrale Aufgaben im Rahmen der weltweiten Gefahrenabwehrorganisation der BASF.

Darüber hinaus leistet sie zum Beispiel auch technische Hilfe bei Notfällen oder berät andere Unternehmen in Fragen des Brandschutzes. Außerdem bringt sie ihre Expertise in das „Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem“ (TUIS) des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) ein.

Mit dieser Großschadensalarmübung trainiert BASF am Standort Ludwigshafen für den Ernstfall und demonstriert so:

 

  • wie Rettungsdienst, Standortsicherheit, Umweltüberwachung, Mitarbeiterbetreuung und Feuerwehr zusammenarbeiten.
  • wie die Werkfeuerwehr Löschmaßnahmen vornimmt und die Menschenrettung durchführt.
  • wie der Standort die Versorgung einer Vielzahl verletzter Personen gewährleistet.
  • wie die Aufsichtsbehörden mit Informationen im Falle eines Ereignisses versorgt werden.
  • wie die Presse und die Nachbarn rund um den Standort benachrichtigt werden.
  • wie das betriebliche Know-how zur Gefahrenabwehr genutzt wird. 
Großschadensalarmübung
Einsatzkräfte bei der Großschadensalarmübung 2019
Als ein Team im Einsatz - Die Großschadensalarmübung 2019

  1.  Leckage einer Erdgas-Versorgung

    Detektion durch Gasmelder

 

2.  Verpuffung des zündfähigen Gas/Luftgemischs

     Folgebrand durch weiterhin austretendes Heizgas (Methan)

 

3.  Mehrere verletzte Personen durch Trümmerflug und Wärmestrahlung

 

  • Der Wind weht aus südöstlicher Richtung
  • Umliegende Produktionsbetriebe produzieren weiter 
  • Pressluftatmer werden ohne Maske/Lungenautomat und Mitteldruckleitung getragen
  • Es wurde ein Schlauchdepot und eine Wasserentnahmestelle eingerichtet, so dass die Löschfahrzeuge für eventuelle Realeinsätze einsatzbereit sind
  • Der Turbolöscher wird aus Lärmschutzgründen nur kurzzeitig eingesetzt

  • Zug 1 - Süd: Zugführer und 18 Einsatzkräfte
  • Zug 2 - Nord: Zugführer und 18 Einsatzkräfte 
  • Leitstelle der Feuerwehr: Dienstaufsicht und 2-3 Disponenten 
  • Insgesamt: ca. 18 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr
  • Führungsdienst: A-Dienst, B-Dienst, TE-Messwarte, Technischer Einsatz-Leitwagen, Beauftragter des Lenkungs-Ausschuss-Gefahrenabwehr (LAG)
  • Insgesamt: mit allen Beteiligten ca. 100 Einsatzkräfte und rund 24 Einsatzfahrzeuge

  • Durchführung von Kühlmaßnahmen mittels Turbolöscher
  • Aufbau einer Riegelstellung zwischen Erdgasstation und Apparategerüst mit stationären und mobilen Wasserwerfern  
  • Aufsuchen verletzter Personen und Übergabe an den Rettungsdienst 
  • Rettung nicht gehfähiger Personen mittels Teleskopmast
  • Abschieben der Gaszufuhr mittels Hitzeschutz
  • Aufbau der Einsatzleitung mit Einsatzleitwagen
  • Einweisen der Ersthelfer aus den umliegenden Blockfeldern

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Eindrücke der Großschadensalarmübung 2019: