Ludwigshafen
Ankommen – echt erzählt: Lebenswege hören, Zukunft gestalten
Organisation 2: Evangelische Jugend Ludwigshafen
Ziele und Wirkung:
„Ankommen – echt erzählt“ ist ein Begegnungsprojekt, bei dem Menschen mit Flucht-/ Migrationserfahrung Schulen besuchen, um ihre persönlichen Lebenswege zu teilen. In moderierten Gesprächsrunden berichten sie von ihrem Weg nach Deutschland, ihrem Ankommen und ihrem Prozess der Integration. Schüler*innen weiterführender Schulen erhalten die Möglichkeit, Fragen zu stellen, mit den Erzählenden in direkten Austausch zu treten und eigene Perspektiven zu reflektieren. Das Projekt schafft authentische Begegnungen, baut Vorurteile ab und stärkt ein gegenseitiges Verständnis. Gleichzeitig zeigt es auf, wie Integration gelingen kann – durch Offenheit, Mitgestaltung und gemeinschaftliches Engagement. Das Heinrich Pesch Haus möchte das Projekt gemeinsam mit der evangelischen Jugend Ludwigshafen durchführen. Beim Co-Creation Workshop haben erfreulicherweise auch Vereine Interesse an dem Projekt gezeigt. Auch hier könnten Begegnungen stattfinden.
Welche Maßnahmen werden konkret ergriffen?
In sogenannten Storytelling Sessions, also durchaus persönlichen Erzählformaten, berichten Menschen mit Flucht-/ Migrationserfahrung von ihren Lebensgeschichten. Dies findet für Schulklassen unterschiedlichster weiterführender Schulen und ggf. auch in Vereinen statt. Es geht dabei um authentische, persönliche Begegnungen statt abstrakter Informationen. So erleben Schülerinnen und Schüler konkrete Menschen mit realen Lebenswegen, was emotionale Verbundenheit schafft, und Stereotype reduziert. In daran anschließenden offenen Fragerunden dürfen alle Fragen gestellt werden, die bewegen. Eine professionelle Moderation stellt respektvollen Umgang sicher und hilft bei sensiblen Themen. Denkbar wäre ebenfalls, der Austauschrunde eine Phase von kleinem Gruppenaustausch voranzustellen. So können eventuelle Hemmschwellen abgebaut werden. In Reflexionseinheiten geht es im Anschluss dann um eine Bewusstseinsbildung und der Möglichkeit gesellschaftliches Engagement anzuregen: Was kann jede*r tun, um zur Integration beizutragen? Es ist wichtig, die jungen Menschen, die ihre Geschichten erzählen gut auf die geplanten Treffen in den Schulen vorzubereiten: In Workshops geht es darum, was Storytelling ist, den Umgang mit sensiblen Fragen und eigenen Grenzen. Die Rolle als "Expertin der eigenen Geschichte" soll gestärkt werden. Im Frühjahr 2026 werden die Kooperationen mit Schulen finalisiert: Absprachen, Terminfindung, Gruppengröße. Dann finden die Vorbereitungstreffen statt, danach die Besuche in den Schulen.
Projektdauer: Im Laufe des Jahres 2026
Über den BASF-Projektwettbewerb „Gemeinsam Neues Schaffen“
Der Projektwettbewerb wird seit 2016 jährlich durchgeführt und richtet sich an gemeinnützige Organisationen aus der Metropolregion Rhein‑Neckar, die gemeinsam neue Ideen entwickeln und umsetzen.
Die Auswahl der Gewinner erfolgt durch eine BASF-interne Jury. Im zweiten Schritt wird auf Basis der finalen Anträge die individuelle Fördersumme für jedes einzelne Projekt festgelegt – mindestens jedoch 5.000 Euro. Förderfähig sind Kooperationsprojekte von mindestens zwei Partnerorganisationen, die sich mit den Schwerpunkten „Zivilgesellschaft stärken“, „Bildung fördern“ oder „Begegnungsräume schaffen“ beschäftigen. Die Auswahl der Gewinner erfolgt über einen zweistufigen Juryprozess.
Im Rahmen eines Co‑Creation‑Workshops erhalten die ausgewählten Projekt-Verantwortlichen zudem die Möglichkeit, ihre Konzepte zu schärfen und voneinander zu lernen.
Mehr zum Projektwettbewerb hier.