Ludwigshafen
Helena in Deutschland - die Suche nach Heimat und Zugehörigkeit
Organisation 2: Kinder- und Jugendheim St. Josef
Ziele und Wirkung:
Das Projekt beschäftigt sich mit der wahren Lebensgeschichte der Helena Rudenko, die 1943 als ukrainische Zwangsarbeiterin zur BBC und dann als Haushalts- und Landwirtschaftshilfe zum Käfertaler Ehepaar Johann und Katharina Wasser kam, dessen einziger Sohn gefallen war. Im Laufe der Jahre wurde Helena zum Familienmitglied. Nach dem Tod des Ehemanns adoptierte die Witwe sie 1980 und machte sie zur Alleinerbin ihres Vermögens. Helena blieb unverheiratet und ohne Kinder in Käfertal, engagierte sich in sozialen Leben und übertrug ihr Vermögen in die Helena-Wasser-Stiftung, die seit Jahren auch die Jugendkulturarbeit im Kulturhaus unterstützt. Diese Förderung kommt nun auch den ukrainischen Kindern und Jugendlichen zugute, die zusammen mit Jugendlichen verschiedenster Herkunft in den Tanzgruppen, den Chören und der Band des Jugendkulturtreffs "YOUNITY Studio" teilnehmen. Dargestellt werden soll das Stück aus der Sicht einer heute in Käfertal lebenden jungen Ukrainerin.
Welche Maßnahmen werden konkret ergriffen?
Beteiligt sein werden: die YOUNITY Tanzgruppen, Leitung Choreografin Yuliia Rudnitska aus Kiew, die YOUNITY Band (Kooperationsprojekt mit dem Kinder- und Jugendheim St. Josef), Leitung Zacharias Zschenderlein, Musiker und Musikpädagoge, die YOUNITY Chöre, Leitung Luisa Kummerfeld und Laura Ries, beide M.A. „Educating Artist“ der Popakademie BW Der ukrainische Komponist Vladyslaw Smyrnov, der wie die Tanzdozentin als Geflüchteter nach Käfertal kam. Tanzgruppen, Chor und Band werden das Leben der Helena Wasser in Choreografien und selbstgeschriebenen Songs reflektieren, die Abschlussrevue erarbeiten und präsentieren, die Lebensgeschichte von Helena genauer durchleuchten, unter anderem bei einem Treffen mit dem Vorstand der Helena-Wasser-Stiftung und anderen Zeitzeugen. Auch mit dem Thema Zwangsarbeiter in Mannheim werden sich die Jugendlichen beschäftigen (Kooperationspartner wird gesucht.) Gemeinsam wird den Plot erarbeitet. Danach beginnen die Tanzgruppen mit der Entwicklung entsprechender Choreografien. Eine ukrainische Textilkünstlerin wird wegen der Kostüme einbezogen. Chor und Band schreiben Songs. Vlad Smyrnov komponiert die Tanzmusik. Es wird regelmäßig in Gruppen- und Gemeinschaftsproben und zusätzlich in Ferienworkshops gearbeitet. Eine Video-AG begleitet die Aktivitäten und setzt auch Posts in den sozialen Medien ab. Anfang April 2027 wird die Tanzrevue im großen Saal des Kulturhauses uraufgeführt. Danach sollen weitere Aufführungen stattfinden, auch an anderen Orten.
Projektdauer: Ab 2026
Über den BASF-Projektwettbewerb „Gemeinsam Neues Schaffen“
Der Projektwettbewerb wird seit 2016 jährlich durchgeführt und richtet sich an gemeinnützige Organisationen aus der Metropolregion Rhein‑Neckar, die gemeinsam neue Ideen entwickeln und umsetzen.
Die Auswahl der Gewinner erfolgt durch eine BASF-interne Jury. Im zweiten Schritt wird auf Basis der finalen Anträge die individuelle Fördersumme für jedes einzelne Projekt festgelegt – mindestens jedoch 5.000 Euro. Förderfähig sind Kooperationsprojekte von mindestens zwei Partnerorganisationen, die sich mit den Schwerpunkten „Zivilgesellschaft stärken“, „Bildung fördern“ oder „Begegnungsräume schaffen“ beschäftigen. Die Auswahl der Gewinner erfolgt über einen zweistufigen Juryprozess.
Im Rahmen eines Co‑Creation‑Workshops erhalten die ausgewählten Projekt-Verantwortlichen zudem die Möglichkeit, ihre Konzepte zu schärfen und voneinander zu lernen.
Mehr zum Projektwettbewerb hier.