Ludwigshafen
Solarcamp for future Viernheim
Organisation 2: Schülerfirma "Energie Agentur"
Organisation 3: Gesamtschule Alexander-v.-Humboldt
Ziele und Wirkung:
Das Solarcamp bietet ein praxisorientiertes Lernangebot für alle Schüler*innen im Übergang Schule – Beruf und junge Menschen bis 27, die den Übergang nicht geschafft haben oder wegen anderer Hemmnisse wie Flucht, Migration, Armut, Krankheit oder anderer Einschränkungen betroffen sind. In unserem zweiwöchigen Camp können junge Menschen ihre Neigungen und Talente entdecken, Vielfalt als Chance begreifen und die positive Energie der Zusammengehörigkeit spüren. Wir werden gemeinsam mit regionalen Fachbetrieben (Dachdecker, Zimmerer, Energie- und Gebäudetechnik, Elektriker, Klima- und Umwelttechniker) sog. Musterdächer von Grund auf aufbauen, mit Photovoltaik-Modulen und Wechselrichtern ausstatten und damit reale Handwerksarbeit erfahrbar machen. Theorie und Praxis sind eng miteinander verbunden, um den Jugendlichen fundierte Berufseinblicke in die gewerblichen Ausbildungsberufe und handwerklichen Tätigkeiten zu geben. Flankierend beschäftigen sich die Jugendlichen mit Klima- und Umweltthemen und erfahren dabei, was und wie sie selbst oder mit Freunden etwas dazu beitragen können, unseren Planeten & das Klima zu schützen.
Welche Maßnahmen werden konkret ergriffen?
Im Projektzeitraum von drei Jahren werden wir mind. drei Solarcamps in Viernheim durchführen. Außerdem wollen wir das Solarcampkonzept auch anderen Kommunen, Trägern und Bildungseinrichtungen nutzbar machen und sie bei der Installierung und Umsetzung aktiv unterstützen. Die Planung und Weiterentwicklung der Camps erfolgt mit Beteiligung von Jugendlichen. Während des zweiwöchigen Camps leben und arbeiten die Campteilnehmerinnen und ihre Anleiterinnen/Betreuer*innen zusammen. Gemeinsame Mahlzeiten gehören genauso zum Campalltag wie Gesprächs- und Reflexionsrunden sowie das gemeinsame Lernen und Arbeiten. Wir bauen ganze Modelldächer und funktionstüchtige Photovoltaikanlagen auf die zuvor aufgebauten Ziegeldächer. Die Schüler legen am Ende des Solarcamps eine Prüfung zur EuP („Elektrotechnisch unterwiesene Person“) ab und bekommen ein entsprechendes Zertifikat, welches sie z. B. für ihre Bewerbungsmappe oder ihren Berufswegeplan gut nutzen können. Wegen der unterschiedlichen Zusammensetzung der Teilnehmenden legen wir viel Wert auf individuelle Förderung und arbeiten oft in Kleingruppen. Abwechselnd werden wir in fächerübergreifenden Lerneinheiten Theorie und Praxis miteinander kombinieren. Während der Campphase entwickeln die Teilnehmenden auch kleine Mikroprojekte. Die Projekte sollen Technik, Klima- und Umweltschutz sowie das Miteinander und selbstständiges Lernen fördern und die Gemeinschaft über die Zeit im Solarcamp hinaus stärken. Mit unserer Schülerfirma können wir erste Ideen umsetzen. Somit wirkt unser Solarcampprojekt über die zweiwöchige Durchführungsphase hinaus im gesamten Projektzeitraum und darüber hinaus.
Projektdauer: 3 Jahre
Über den BASF-Projektwettbewerb „Gemeinsam Neues Schaffen“
Der Projektwettbewerb wird seit 2016 jährlich durchgeführt und richtet sich an gemeinnützige Organisationen aus der Metropolregion Rhein‑Neckar, die gemeinsam neue Ideen entwickeln und umsetzen.
Die Auswahl der Gewinner erfolgt durch eine BASF-interne Jury. Im zweiten Schritt wird auf Basis der finalen Anträge die individuelle Fördersumme für jedes einzelne Projekt festgelegt – mindestens jedoch 5.000 Euro. Förderfähig sind Kooperationsprojekte von mindestens zwei Partnerorganisationen, die sich mit den Schwerpunkten „Zivilgesellschaft stärken“, „Bildung fördern“ oder „Begegnungsräume schaffen“ beschäftigen. Die Auswahl der Gewinner erfolgt über einen zweistufigen Juryprozess.
Im Rahmen eines Co‑Creation‑Workshops erhalten die ausgewählten Projekt-Verantwortlichen zudem die Möglichkeit, ihre Konzepte zu schärfen und voneinander zu lernen.
Mehr zum Projektwettbewerb hier.