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Nachhaltigkeit

Unsere Verantwortung zur Achtung der Menschenrechte

Menschenrechte schützen die Würde jeder Person. Die Menschenrechte bei unseren Geschäftstätigkeiten und Geschäftsbeziehungen zu achten ist die Grundlage unserer sozialen Verantwortung. Unsere Standards entsprechen den international anerkannten Grundsätzen, erfüllen geltende Gesetze und Vorschriften oder gehen über sie hinaus. Als Gründungsmitglied des UN Global Compact unterstützen wir die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und arbeiten daran, unsere internen Richtlinien und Prozesse entsprechend daran auszurichten.

Unsere Selbstverpflichtung

Als ein Ergebnis umfasst unser globaler Verhaltenskodex, den wir im Jahr 2013 aktualisiert haben, auch die Themen Menschenrechte sowie Arbeits- und Sozialstandards. Indem er das Verhalten aller BASF-Mitarbeiter in ihrem Umgang mit Geschäftspartnern, Amtsträgern, Kollegen und der Gesellschaft regelt, verankert unser globaler Verhaltenskodex diese Standards verbindlich im Unternehmensalltag.

Unsere Selbstverpflichtungen umfassen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die beiden UN-Menschenrechtspakte, die ILO-Kernarbeitsnormen und die dreigliedrige Grundsatzerklärung über multinationale Unternehmen und Sozialpolitik (MNE-Deklaration), sowie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen.

Die Menschenrechtsposition der BASF-Gruppe aus dem Jahr 2011 fasst diese Selbstverpflichtungen sowie unsere operativen Standards und deren Implementierung mit Bezug auf unsere Mitarbeiter, das Umfeld unserer Standorte und unsere Geschäftspartner in einem Dokument zusammen. Wichtige Aspekte einer Due-Diligence zur Achtung der Menschenrechte sind für BASF die Themen Sicherheit und Gesundheit, Arbeits- und Sozialstandards sowie Management der Lieferkette. Diese Aspekte sind – explizit oder implizit – integraler Bestandteil unterschiedlicher Managementsysteme.

Due-Diligence zu Menschenrechten

Sicherheit und Gesundheit: Wir geben der Sicherheit unserer Mitarbeiter, Kontraktoren, Nachbarn sowie Anlagen, Transporte und Produkte immer Vorrang. Mögliche Schwachstellen und ihre Auswirkungen auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter oder unser Umfeld analysieren wir für alle Aktivitäten – von der Forschung, über die Produktion bis hin zur Logistik. Das Responsible-Care-Managementsystem der BASF umfasst die globalen Regeln und Standards sowie Prozesse für verschiedene Stationen in unserer Wertschöpfungskette. Konkrete Vorgaben zur Umsetzung dieser Standards legen wir über verbindliche Richtlinien fest. Für den Standortschutz relevante Menschenrechtsaspekte sind Teil der globalen Qualifizierungsanforderungen an unser Sicherheitspersonal. Dazu gehört beispielsweise das Prinzip der Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen bei Sicherheitseinsätzen. Die Beachtung der Menschenrechte haben wir als verpflichtendes Element in alle Neuverträge mit Kontraktoren, die im Bereich der Standortsicherheit tätig sind, aufgenommen.

Arbeits- und Sozialstandards: Wir streben an, dass unsere Arbeitsbedingungen weltweit im Einklang mit unseren Selbstverpflichtungen sowie mit lokalen Anforderungen, wie zum Beispiel Industriestandards, stehen. Dazu nehmen wir jährlich eine regionale Risikoanalyse für unsere Geschäfte vor. Die Einhaltung unserer Selbstverpflichtungen überprüfen wir über ein gruppenweit implementiertes dreigliedriges Monitoringsystem, bestehend aus den externen Compliance-Hotlines, der jährlichen Abfrage bei unseren Gruppengesellschaften, um die dort geltenden Arbeitsbedingungen zu überprüfen, sowie dem intensiven Dialog mit unseren Stakeholdern, beispielsweise mit Arbeitnehmervertretungen oder internationalen Organisationen. Ergeben sich bei der Auswertung Hinweise darauf, dass unsere Selbstverpflichtungen unzureichend umgesetzt werden, gehen wir diesen Hinweisen nach und leiten Abhilfemaßnahmen ein. In Ländern, in denen nationale Gesetze, Regeln und Gebräuche von internationalen Standards abweichen, besteht die Herausforderung für uns darin, im Dialog mit den relevanten Stakeholdern nach adäquaten Lösungen zu suchen.

Management der Lieferkette: Unser Verhaltenskodex für Lieferanten umfasst den Schutz der Umwelt, die Einhaltung von Menschenrechten, Arbeits- und Sozialstandards sowie Antidiskriminierungs- und Antikorruptionsvorgaben. Wir beteiligen uns an der Initiative führender Chemieunternehmen „Together for Sustainability“ (TfS) zur weltweiten Vereinheitlichung von Bewertungen und Audits von Lieferanten. Bei der Umsetzung des TfS-Ansatzes helfen uns Risikomatrizen dabei, Lieferanten mit hohem potenziellen Nachhaltigkeitsrisiko, unterteilt nach Länder- und Produktrisiken, zu identifizieren. Auf Grundlage dieser Risikoanalyse und weiterer Analysen auditieren wir die Standorte von Rohstofflieferanten zu Nachhaltigkeitsstandards und initiieren Nachhaltigkeitsbewertungen durch einen externen Dienstleister. Stellen wir Verbesserungsbedarf fest, unterstützen wir unsere Lieferanten bei der Erarbeitung von Maßnahmen, um unsere Standards zu erfüllen. Nach einem definierten Zeitraster, das sich an dem bewerteten Nachhaltigkeitsrisiko orientiert, führen wir eine erneute Überprüfung durch. Können wir keine Verbesserung feststellen, beenden wir die Geschäftsbeziehung.

Wir integrieren Menschenrechtsaspekte systematisch in unsere unternehmerischen Entscheidungen und berücksichtigen diese bei Investitionsentscheidungen, beispielsweise beim Neubau von Anlagen.

Konsultations- und Beschwerdemechanismen

Unseren Mitarbeitern stehen die Vorgesetzten, zahlreiche Fachstellen sowie die Compliance-Beauftragten des Unternehmens für Beschwerden und Hinweise zu Fehlverhalten zur Verfügung. Zudem haben wir weltweit externe Hotlines eingerichtet, an die sich unsere Mitarbeiter sowie externe Personen auch anonym wenden können. Alle gemeldeten Fälle werden durch unsere Experten untersucht. Wir stellen sicher, dass jedes Anliegen innerhalb einer bestimmten Frist beantwortet wird.

Wir richten vor allem an unseren größeren Produktionsstandorten Nachbarschaftsforen (Community Advisory Panels, CAPs) ein. Diese Nachbarschaftsforen bestehen aus dem jeweiligen Anlagen-Management und Mitgliedern aus den umliegenden Gemeinden. Es finden regelmäßige Treffen statt auf denen über aktuelle Themen, die von gemeinsamen Interesse sind, diskutiert wird. Die Nachbarschaftsforen sollen einen offenen und ehrlichen Dialog zwischen den Bürgern und dem Management der Produktionsanlage fördern. Durch diesen beidseitigen Informationsfluss wollen wir das Vertrauen in unsere Aktivitäten stärken.

Stakeholder-Dialog

Im Jahr 2012 sind wir der Global Business Initiative on Human Rights (GBI) beigetreten, einer Gruppe von Unternehmen aus verschiedenen Industrien mit dem Ziel, die Achtung der Menschenrechte in weltweiten Unternehmenstätigkeiten voranzubringen. GBI nutzt die UN Leitprinzipien als Referenzrahmen. Als Mitglied von GBI werden wir auch künftig die internationale Diskussion konstruktiv begleiten.

BASF Menschenrechtsposition

BASF Compliance Hotlines Juli 2018