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Nachhaltigkeit

Anwendungen

Die Nanotechnologie ist eine Querschnittstechnologie und der Schlüssel für nachhaltige Innovationen in unseren Wachstumsfeldern.  

Nanomaterialien mit neuen Funktionalitäten dienen unter anderem als Innovationstreiber in den Bereichen Energie, Gesundheit, Elektronik, Bau und Automobil.

Bei zahlreichen Produkten, die sich schon seit vielen Jahren auf dem Markt bewährt haben, wissen wir durch neue Analysetechniken erst seit kurzem, dass sie ihre entscheidenden Vorteile nanoskaligen Bestandteilen oder Strukturen verdanken. Heutzutage ist es uns jedoch möglich ganz gezielt neue Produkte mit Hilfe der Nanotechnologie zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

UV-Filter

Als erster UV-Filter mit Partikelgrößen kleiner als 100 Nanometer wurde im Jahr 2014 Tinosorb® A2B in Europa zur Anwendung in Kosmetika wie zum Beispiel Sonnencremes zugelassen. Der hocheffiziente Breitspektrumfilter der BASF schützt gleichermaßen vor UVB- und UVAII-Strahlung im Wellenlängen-Bereich von 290 bis 340 Nanometer. Das Absorptionsspektrum dieser neuen Filter ist dabei abhängig von der Partikelgröße. Bei Partikelgrößen um 100 Nanometer wird eine optimale Lichtschutzleistung und bessere Hautabdeckung erreicht. Dadurch ist eine geringere UV-Filter-Konzentration erforderlich als bei herkömmlichen Sonnencremes.

Hochleistungsdämmstoff

Nanoporen sorgen bei einem neuen Hochleistungsdämmstoff der BASF für die besonderen Materialeigenschaften. Slentite™ ist die erste Hochleistungsdämmplatte auf Polyurethanbasis, die bei gleicher Dämmleistung nur halb so viel Platz benötigt wie herkömmliche Materialien. Bei dem organischen Aerogel besteht rund 90 % des Volumens aus mit Luft gefüllten offenen Poren, die lediglich einen Durchmesser von 100-150 Nanometer haben. Einsatzgebiete des Hochleistungsdämmstoffs sind unter anderem Alt- und Neubauten.

SLENTITE – Hochleistungsdämmung mit organischem Aerogel

Betonzusatzmittel

Mit dem Betonzusatzmittel Master X-Seed® hat die BASF ein neues Produkt für die Bauindustrie auf den Markt gebracht. Mit seiner Hilfe härten Fertigteile aus Beton wie Brücken, Rohre oder Träger oder neue Straßenbeläge doppelt so schnell wie bisher. Möglich ist dies durch Nanopartikel aus Calciumsilikathydraten, die dem Beton zugesetzt werden.

Vom Nanokristall zum Betonbauteil

Autoklarlack

Mit iGloss® hat die BASF Coatings einen besonders widerstandsfähigen Klarlack für die Automobilserienlackierung entwickelt. Wird der Klarlack eingebrannt, bilden sich bei der Vernetzung Nanostrukturen im Lackfilm. Sie sorgen dafür, dass der Klarlack seine Kratzfestigkeit dauerhaft behält und auch nach vielen Jahren noch wie neu aussieht.

Mehr Glanz und weniger Kratzer im Autolack

Polierpaste

Vom Computer, über Handys bis zur Kaffeemaschine – zahlreiche elektronische Geräte werden mit Hilfe von Mikrochips gesteuert. Damit diese einwandfrei funktionieren, muss die Oberfläche der so genannten Wafer, aus denen die Mikrochips entstehen, extrem glatt und fehlerfrei sein. Dafür sorgt ein Poliermittel aus der Produktreihe Planapur, das Nanopartikel enthält. Mit Hilfe eines Polierpads und Planapur werden die Wafer bei ihrer Herstellung gleich mehrfach glatt geschliffen. Damit ihre Oberfläche dabei keine Kratzer bekommt, müssen die Schleifpartikel extrem fein und klein sein. Genau das erfüllen die Nanopartikel.

Ultrafiltration

In Kunststoff-Membranen aus Ultrason® sorgen rund 20 Nanometer kleine Poren dafür, dass Keime, Bakterien und sogar Viren aus dem Wasser gefiltert werden können. Die so genannte Ultrafiltration wird sowohl bei der Reinigung von Trinkwasser als auch von Prozess-wasser, also Wasser für industrielle Produktionsprozesse und für die Herstellung von Produkten, aus Oberflächen-, Grund- und Quellwasser eingesetzt. Die BASF vertreibt Membranen mit Nanoporen unter dem Markennamen Multibore® über ihre Tochtergesellschaft inge GmbH.

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