Global
Nachhaltigkeit

Internationale Entwicklungsprojekte und Katastrophenhilfe – Afrika

Weihnachtsspendenaktion 2016 – Perspektiven für Familien in Äthiopien stärken

Mit den gesammelten Geldern aus der Mitarbeiterspendenaktion 2016 unterstützt die BASF Stiftung ein Projekt des UN World Food Programme (WFP) zur Förderung zum einen von Einkommensmöglichkeiten für insgesamt 500 lokale Familien und Flüchtlingsfamilien in der Region Jijiga in Äthiopien. Zum anderen unterstützt das Projekt umweltschützende Maßnahmen, wie z.B. Wiederaufforstung und alternative Energiegewinnung, in drei Flüchtlingscamps der Region Jijiga.

Aufgrund des Klimaphänomens El Niño leidet Äthiopien unter den Folgen der schwersten Dürre seit 50 Jahren. Millionen von Menschen können ihren unmittelbaren Ernährungsbedarf nicht decken. Hinzu kommt, dass das Land 750.000 Flüchtlinge, so viele wie zu dem Zeitpunkt kein anderes afrikanisches Land, aufgenommen hat. Sowohl die äthiopische Bevölkerung als auch die dort lebenden Flüchtlinge haben nur begrenzt Chancen auf Arbeit, um sich und ihre Familien zu versorgen. Beide Gruppen, Einheimische und Geflüchtete, konkurrieren um begrenzte Ressourcen wie Nahrung und Energiequellen. Insbesondere bei den Flüchtlingen kann es zu Lücken in der Nahrungsmittelversorgung von bis zu 10 Tage im Monat kommen.

Zentraler Teil des WFP-Projekt ist es, Flüchtlinge und lokale Bevölkerung gemeinsam in Schulungen auf landwirtschaftliche, handwerkliche oder gewerbliche Tätigkeiten vorzubereiten. Dies ist ein erster Schritt in die Selbständigkeit und leistet einen fundamentalen Beitrag zur Integration im Aufnahmeland. Insgesamt erhalten etwa 3.500 Menschen in der Projektregion somit eine Chance auf ein selbstbestimmtes Leben.

Urban Youth Fund
UN-HABITAT, 2011 und 2013, Afrika, Asien und Lateinamerika

Entwicklung und somit Zukunft selbst gestalten! Dies will der Urban Youth Fund von UN-HABITAT ermöglichen. Durch den Fonds werden weltweit Projekte von Jugendlichen gefördert, die dazu beitragen, die UN-Millennium-Entwicklungsziele zu erreichen. Dabei werden insbesondere Projekte unterstützt, die nachhaltig unabhängige Strukturen aufbauen. Beispielsweise erhielten Jugendliche im Slum von Dipolog City auf den Philippinen Unterstützung dabei, ihre Lebensbedingungen selbst zu verbessern.

Die jährliche Vergabe der Fördergelder erfolgt über einen Wettbewerb. Die besten Projektteams erhalten finanzielle Zuschüsse und Coaching für ihre Vorhaben und nehmen an Schulungen zu Projektmanagement und Fundraising teil.
Die BASF Stiftung hat eine Anschubfinanzierung für mehrere Projekte geleistet, die über den Urban Youth Fund gefördert werden. Gleichzeitig wurde die Ausbildung und Schulung von teilnehmenden Projektkoordinatoren in Afrika, Asien und Lateinamerika finanziert.

Darüber hinaus konnte UN-Habitat mit Unterstützung der BASF Stiftung dieses Projekt im Jahr 2013 weiterentwickeln, indem eine E-Learning-Plattform gemeinsam mit einer kanadischen Universität erarbeitet wurde, um den weltweit teilnehmenden Jugendlichen (z.B. in Kenia, Tansania und Indien) den Zugang zu Tools für Entwicklung und Management von Projekten im Bereich „Social Enterprises“ und „nachhaltiger Entwicklung“ zu ermöglichen. Die zunehmende Verbreitung von Internet und Smartphones in Entwicklungs- und Schwellenländern eröffnet dabei neue Perspektiven für das Training bzw. Coaching und erreicht effizient und kostengünstig eine Vielzahl von Teilnehmern.

Ernährungsprogramm (Nahrungsergänzung)
UNICEF, 2008, Demokratische Republik Kongo

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden in Entwicklungsländern zwischen 40 und 60 Prozent der Kinder unter fünf Jahren an Vitamin-A-Mangel. Da der menschliche Körper Vitamin A nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden.

Viele Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern können sich aber Vitamin-A-haltige Lebensmittel wie Fisch und Fleisch nicht in ausreichender Menge leisten oder haben keine Bezugsquelle. Die Demokratische Republik Kongo weist eine der höchsten Raten an fehl- oder mangelernährten Menschen weltweit auf. Rund 58 Prozent der Kinder leiden an Vitamin-A-Mangel, rund 96.000 sterben pro Jahr an den Folgen.

Die BASF Stiftung hat Gelder der BASF Weihnachtsspendenaktion 2007 dafür verwendet, das nationale UNICEF-Programm zur Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit Vitaminen und Spurenelementen zu unterstützen und bei der konkreten Umsetzung zu helfen. Die ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin ist eines der größten Chancen für die Bekämpfung von Mangelernährung und Armut in Entwicklungsländern. Die BASF Stiftung unterstützte darum UNICEF dabei, die Menschen vor Ort darin zu schulen, Lebensmittel mit dem wichtigen Vitamin zu versetzen beziehungsweise den Vitamin A-Gehalt der Lebensmittel durch ein Testkit zu prüfen.

Initiative gegen Jugendarbeitslosigkeit
ILO, 2011, Ostafrika

Ungefähr ein Drittel der Menschen in Sub-Sahara Afrika ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. Damit gilt diese Region als die jüngste der Welt. Gleichzeitig liegt die Arbeitslosenrate unter Jugendlichen nach Schätzungen bei zwölf Prozent. In der Region leben 60% der Jugendlichen von weniger als einem Dollar pro Tag und es fehlt an positiven Zukunftsperspektiven.

Ein Ausweg aus dieser Situation ist die Unterstützung von Jugendlichen, die eigene Unternehmen gründen und dabei Arbeitsplätze schaffen. Die BASF Stiftung fördert darum den „Youth to Youth Fund“ in Zusammenarbeit mit der ILO (International Labour Organization). Die Mittel helfen dabei, Stipendien und Bildungsprogramme zur Verfügung zu stellen und zu evaluieren. Jugendliche erhalten Unterstützung dabei, sich wirtschaftlich zu entwickeln. Durch die Gründung eigener Unternehmen können sie ihre Situation verbessern und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung ihres Landes leisten. Dieses Förderangebot stößt auf große Nachfrage. 2010 wurden rund 700 Bewerbungen eingereicht. 2011 hat die BASF Stiftung für fünf ausgewählte Projekte in Kenia, Tansania und Uganda den Fonds finanziell unterstützt.

Stipendien für Flüchtlinge
UNO-Flüchtlingshilfe, 2012, Ghana, Benin, Kamerun

DAFI, die Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein, ermöglicht anerkannten Flüchtlingen den Beginn oder die Fortführung eines Studiums im jeweiligen Aufnahmeland. Damit erhalten begabte Studenten auch unter schwierigsten Umständen die Chance, sich eine selbstbestimmte Zukunft zu eröffnen. Die Mehrheit der DAFI-Stipendiaten hilft im Anschluss beim Wiederaufbau ihres Heimatlandes, z.B. als Ingenieure, Lehrer und Ärzte. Können sie nicht in die Heimat zurück, leisten sie ihren Beitrag zur Entwicklung des Aufnahmelandes.

Über den Zeitraum von drei Jahren finanziert die BASF Stiftung jährlich ca. 20 Stipendien in Westafrika. DAFI ist eine erfolgreiche, evaluierte Initiative, die von UNHCR (Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen) weltweit koordiniert wird.

Partner der BASF Stiftung ist die UNO-Flüchtlingshilfe, ein gemeinnütziger Förderverein, der im In- und Ausland Projekte zugunsten von Flüchtlingen unterstützt. Seit über 30 Jahren ist die UNO-Flüchtlingshilfe der deutsche Spendenpartner von UNHCR, dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen.

Bildung und Sport für Flüchtlingskinder
UNO-Flüchtlingshilfe, 2017, Kenia

Die BASF Stiftung unterstützt mit den Geldern der BASF Weihnachtsspendenaktion 2017 das Projekt „Learn & Play!“, mit dem das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) Kindern in kenianischen Flüchtlingslagern einen Zugang zu Bildung ermöglicht. Projektpartner der BASF Stiftung ist hierbei die UNO-Flüchtlingshilfe e.V., der deutsche Partner von UNHCR.

Kenia ist Zufluchtsort für Menschen aus benachbarten Krisenländern, unter ihnen viele Kinder. In den Flüchtlingscamps können viele dieser Kinder nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen, da es an schulischer Infrastruktur und geschultem Lehrpersonal mangelt.

Im Rahmen von „Learn & Play!“ baut und renoviert der UNHCR Klassenräume, stellt Lehrmaterial bereit und schult die Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit traumatisierten Kindern. Sport- und Freizeitaktivitäten sowie das Heranführen der jungen Menschen an die Verwendung von Computern im Unterricht sind ebenfalls wichtige Bestandteile des Projekts. Die Spendengelder ermöglichen unter anderem den Schulbesuch von über 23.400 Kindern.

 

Bildung in Turkana
Save the Children, 2014, Kenia

Das Ergebnis der Weihnachtsspendenaktion 2014, an der sich die BASF SE und deren Mitarbeiter sowie die Mitarbeiter der deutschen Gruppengesellschaften beteiligt haben, wird in der Region Turkana in Kenia eingesetzt, um das Bildungsangebot in dieser Region zu verbessern. Lediglich 18% der Bevölkerung Turkanas kann lesen oder schreiben, nur die Hälfte der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren besucht die Grundschule.

Durch Save the Children wird ein umfassendes Bildungsprogramm in Turkana initiiert. Ziel ist es, die Qualität der Bildung zu verbessern und den Anteil der Kinder und Jugendlichen zu erhöhen, die eingeschult werden und die Schule abschließen. Die Veränderung der Bildungsqualität und des Lernumfelds soll u.a. durch Weiterbildung der Lehrer, mobile Bibliotheken und Lernzentren erfolgen. Darüber hinaus ermöglichen kleine Stipendien für Bus-Geld, Schuluniform, Schulspeisung und Lernmaterialien den Schulbesuch für Kinder und Jugendliche aus besonders einkommensschwachen Familien. Gleichzeitig wird die Bedeutung von Schulbildung in der Gesellschaft verankert. Hierfür kooperiert Save the Children mit Gemeinden, Schulen und Verwaltungen.

 

Dürreprävention
UN-HABITAT, 2011 und 2012, Kenia

Aufgrund der lang anhaltenden Dürre im Sommer 2011 in Ostafrika waren tausende Menschen auf der Flucht, zahlreiche Menschen und Nutztiere starben. Die BASF Stiftung leistete in Kooperation mit dem UNHCR (Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen) eine Soforthilfe, um betroffene Kinder mit lebensrettenden Nahrungsmitteln wie Wasser und Erdnusspaste zu versorgen.

Außerdem spendeten Unternehmen und Mitarbeiter an die BASF Stiftung zugunsten eines nachhaltigen Dürrepräventionsprojektes im Nord-Osten Kenias. In Zusammenarbeit mit UN-HABITAT wird der Fluss Daua an der kenianisch-äthiopischen Grenze für die Landwirtschaft nutzbar gemacht. Wassertanks werden gebaut, um für Trockenzeiten Wasser zu speichern. Dank neuer Bewässerungsanlagen bleiben Weiden und Felder länger fruchtbar. Jugendliche erlernen, die Speicherung und Verteilung des Trink- und Nutzwassers zu steuern. Dürrezeiten können dadurch künftig besser überbrückt werden, zahlreiche Familien werden unabhängig von fremder Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.

 

Gesundheitsförderung im Kibera-Slum
UN-HABITAT, 2009 und 2012, Kenia

2009 hat die BASF Stiftung in Kooperation mit UN-HABITAT begonnen eine Gesundheitsstation im Slumgebiet Kibera in Nairobi aufzubauen, um die schwierige medizinische Versorgung der Bewohner zu verbessern. Dabei werden vor allem die Bedürfnisse von behinderten Kindern berücksichtigt, da diese sonst kaum am sozialen Leben teilnehmen können.
Im Zentrum finden physiotherapeutische Maßnahmen und medizinische Untersuchungen statt, aber es ist auch ein Ort für Bildungsprogramme und ein Treffpunkt für Jugendliche und Nachbarn. Durch das Zentrum werden die Lebensqualität der Bewohner erhöht und neue Arbeitsplätze geschaffen. Seit Dezember 2011 ist das Zentrum in Betrieb.

2012 entschied sich die BASF Stiftung dafür, das Engagement in Kibera weiterzuführen und das bestehende Gesundheitszentrum um Afrikas erstes Telehealth-Zentrum zu erweitern. In Zusammenarbeit mit UN-HABITAT und weiteren Partnern werden medizinische Geräte und technische Ausrüstung zur Ferndiagnose zur Verfügung gestellt. So können auch Menschen, die den Weg zu den städtischen Krankenhäusern nicht bewältigen können von medizinischer Versorgung profitieren. Die BASF Stiftung leistet somit einen innovativen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Kibera-Slum.

Zentrum für erneuerbare Energie
UN-HABITAT, 2011, Mosambik

Als Slum-Bewohner leben insbesondere Jugendliche in Munhava in Mosambik in großer Unsicherheit hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und gesundheitlichen Zukunft. Die BASF Stiftung möchte dazu beitragen, die Lebensumstände der Menschen in Munhava zu verbessern. Darum finanziert sie in Zusammenarbeit mit UN-HABITAT die Errichtung eines Multifunctional Clean Energy Centers (MCEC).

Der Bau soll Zugang zu Energie und sanitären Einrichtungen ermöglichen. Das Zentrum wird so konzipiert, dass lokal verfügbare erneuerbare Energiequellen (menschliche Abfälle und Fäkalien, Solarenergie und Wind) berücksichtigt werden. Öffentliche Toiletten werden an Biogasanlagen angeschlossen. Solaranlagen liefern Energie für die Beleuchtung des Komplexes und private Behausungen. Dadurch können Kerosinlampen ersetzt werden. Ende 2014 soll der Bau fertig gestellt werden. Um die Jugendarbeitslosigkeit zu senken, übernehmen diese selbst den täglichen Betrieb und das Management der Anlagen. Mindestens 200 junge Menschen sollen von den Schulungen profitieren und können sich langfristig ein Einkommen sichern.

STEP - Förderung von Unternehmertum bei Studenten
Deutsche UNESCO-Kommission, 2018-2021, Südafrika

Um jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen, setzt sich die BASF Stiftung gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission sowie der UNESCO Nationalkommission Südafrika für das vier Jahre dauernde STEP-Projekt zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit ein.

Ziel von STEP (Student Training for Entrepreneurial Promotion) ist, die Anzahl der Unternehmensgründungen in Südafrika signifikant zu erhöhen, so dass zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Innerhalb der universitären Fortbildung werden pro Jahr mehreren hundert Studenten theoretische und praktische Kenntnisse zur Unternehmensgründung vermittelt und ein zurückzuzahlendes Startkapital für eigene Unternehmensgründungen zur Verfügung gestellt. Aufmerksamkeit liegt dabei auch auf der Psychologie von erfolgreichen Unternehmensgründern, dem nachhaltigen Wirtschaften und der wissenschaftlichen Begleitung des Lernprozesses. Gleichzeitig werden Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten für junge Start-Up-Unternehmen eingerichtet und das Unternehmertraining dauerhaft in die Bildungspläne der Universitäten integriert.

 

Schutz natürlicher Trinkwasserressourcen
UNEP, 2010, Südafrika

Weltweit haben mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Südafrika leiden mehr als drei Millionen Menschen unter den Folgen des Wassermangels. Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern engagiert sich die BASF mit Spenden an die BASF Stiftung, um die Lebenssituation der Menschen in Südafrika grundlegend zu verbessern.

Projektpartner der BASF Stiftung ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), das in Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung in den Maloti Drakensbergen, der zentralen Wasserquelle des Landes, ein stabiles Trinkwassersystem erarbeitet. Dadurch erhalten kurzfristig 20.000, langfristig eine Million Menschen Zugang zu mehr sauberem und preiswertem Trinkwasser.

In dem Projekt geht es nicht nur um die notwendige technische Ausstattung, sondern auch um praktische Anleitung und Know-How rund um die Ressource „Wasser“ sowie ein nachhaltiges Wassermanagement. Die Menschen vor Ort übernehmen Verantwortung in der Umsetzung, geben erlerntes Wissen weiter und sichern so die Weiterführung der Arbeit nach Projektabschluss. Ein Teil der Einnahmen des Projektes fließt direkt in das Projekt zurück, so dass die Trinkwasserversorgung dauerhaft finanziert und noch ausgeweitet werden kann. Gleichzeitig entstehen im Zuge der Projektumsetzung zahlreiche neue Arbeitsplätze, essentiell in einer Region in der fast 50 Prozent der Menschen arbeitslos sind.

 

Kindergesundheitswoche und Vitamin A-Versorgung
UNICEF, 2010, Südafrika

In den ländlichen Gebieten Südafrikas ist fast jedes fünfte Kind in seiner Entwicklung gehemmt - eine Folge chronischer Mangelernährung. Die betroffenen Kinder sind in einem permanent geschwächten Zustand und daher weitaus anfälliger für Infektionen und Durchfallerkrankungen.

Die BASF Stiftung und UNICEF helfen dort, wo öffentliche Gesundheitsprogramme aktuell nicht ausreichen. Bereits mehr als 30.000 Kindern in den Provinzen Limpopo und Eastern Cape wurden mit Vitamin A versorgt. Zusätzlich haben die Kinder Entwurmungstabletten erhalten, um einer Auszehrung ihrer Körper vorzubeugen. Gesundheitshelfer messen außerdem den Oberarmumfang der Kinder, um mögliche Mangelernährung festzustellen und die Kinder bei Bedarf mit therapeutischer Zusatznahrung behandeln zu können.

Die Aufklärung von Gesundheitshelfern und Eltern ist ein wichtiger Bestandteil des UNICEF-Gesundheitsprogrammes. Denn oftmals werden gerade die Folgen von Vitamin-A-Mangel unterschätzt und die Mangelernährung zu spät erkannt. Zusammen mit Vertretern aus den Dörfern entwickelt UNICEF daher Radiospots und Informationsmaterialien.

STEP - Förderung von Unternehmertum bei Studenten
Deutsche UNESCO-Kommission, 2012, 2013 und 2014, Uganda und Kenia

Um jungen Menschen Perspektiven aufzuzeigen, setzt sich die BASF Stiftung gemeinsam mit der Deutschen UNESCO-Kommission sowie den UNESCO Nationalkommissionen von Uganda und Kenia für das drei Jahre dauernde STEP-Projekt zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit in den Projektländern ein.

Ziel von STEP (Student Training for Entrepreneurial Promotion) ist die Anzahl der Unternehmensgründungen in Uganda und Kenia signifikant zu erhöhen, so dass zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Innerhalb der universitären Fortbildung werden pro Jahr mehreren hundert Studenten theoretische und praktische Kenntnisse zur Unternehmensgründung vermittelt und ein zurückzuzahlendes Startkapital für eigene Unternehmensgründungen zur Verfügung gestellt. Aufmerksamkeit liegt dabei auch auf der Psychologie von erfolgreichen Unternehmensgründern, dem nachhaltigen Wirtschaften und der wissenschaftlichen Begleitung des Lernprozesses. Gleichzeitig werden Beratungs- und Betreuungsmöglichkeiten für junge Start-Up-Unternehmen eingerichtet und das Unternehmertraining dauerhaft in die Bildungspläne der Universitäten integriert.

Professoren und Studierende haben die Arbeitsweise des STEP Programms in einem Video erklärt und die ersten Eindrücke zusammengefasst.

Nothilfe Ebola
UNICEF und UN World Food Programme, 2014, Westafrika

Der Ausbruch des Ebola-Virus in Westafrika im Frühjahr 2014 hatte sich zu einer großflächigen Epidemie entwickelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt die Anzahl der Opfer in 2014 deutlich höher ein als die offiziell gemeldeten 15.200 Erkrankungsfälle und 5.500 Toten.

Mit den Spenden der BASF SE unterstützt die BASF Stiftung zu gleichen Teilen die Katastrophenhilfe von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP).
WFP leistet Ernährungshilfe für Ebola-Patienten, betroffene Familien und Gemeinden. Darüber hinaus organisiert WFP die Logistik für die gesamte humanitäre Gemeinschaft.

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, kümmert sich vor allem um Aufklärung der Bevölkerung. Zudem unterstützt die Organisation Kinder, deren Eltern an Ebola erkrankt oder bereits gestorben sind. Nicht nur die Eindämmung der Krankheit soll erreicht werden, sondern auch die bedarfsgerechte Versorgung der Kinder, indem ihnen der Zugang zu Gesundheitsversorgung, Nahrungsmitteln und Bildung ermöglicht wird.