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Nachhaltigkeit

BASF ist Mitglied der G7-Koalition „Business for Inclusive Growth“ (B4IG)

Business for Inclusive Growth (B4IG) ist eine globale Koalition. Sie wird von der OECD getragen und zielt darauf ab, das Engagement privater Unternehmen zu bündeln und zu verstärken, um Ungleichheit abzubauen, die im Zusammenhang mit Chancen, Geschlecht und Regionen steht. Hierbei sollen größere Synergien zwischen den Anstrengungen von Regierungen geschaffen werden. B4IG wurde in Anwesenheit des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron am 23. August 2019 vor dem G7-Führungsgipfel in Biarritz ins Leben gerufen

Die Unternehmenskoalition für inklusives Wachstum – Business for Inclusive Growth, kurz B4IG – wurde im Kontext des G7-Gipfels im französischen Biarritz vorgestellt.

Angesichts des Rekordniveaus von Ungleichheit hat sich eine Koalition von 40 führenden internationalen Unternehmen verpflichtet, unternehmerische Maßnahmen zu verstärken, um die Menschenrechte in ihren Wertschöpfungsketten voranzubringen, ein integratives Arbeitsumfeld aufzubauen und die Integration in ihre internen und externen Geschäftsökosysteme zu stärken. Auf diese Weise werden sie die von den Regierungen der G7 geleiteten Bemühungen zur Stärkung der Chancengleichheit, zur Bekämpfung regionaler Nachteile und zur Bekämpfung der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts vorantreiben.

Die B4IG-Koalition ist die erste öffentlich-private Initiative ihrer Art auf globaler Ebene. Sie umfasst 40 Mitglieder, die insgesamt 1,4 Milliarden US-Dollar in mehr als 70 integrative Wachstumsinitiativen investieren, von denen bisher mehr als 100 Millionen Menschen profitierten. Die OECD stellt die analytischen Fähigkeiten und den Messmechanismus zur Verfügung, um die Wirksamkeit der Maßnahmen von B4IG sowie die Verbindung zur jeweiligen Politik in den Mitglieds- und Partnerländern sicherzustellen.

Erfolgreiches Wirtschaften ist nur in inklusiven Gesellschaften auf einem gesunden Planeten möglich. In der B4IG-Initiative möchten wir uns mit öffentlichen und privaten Partnern für ein Wirtschaftswachstum engagieren, das alle Ebenen der Gesellschaft erreicht. 

Dr. Martin Brudermüller
Martin Brudermüller
Vorstandsvorsitzender und Chief Technology Officer, BASF SE

Die Strategie der Koalition basiert auf drei Säulen

  • Engagement der Wirtschaft gegen Ungleichheit (Business Pledge Against Inequalities) und für Menschenrechte, Inklusion und Diversität am Arbeitsplatz und inklusive Wertschöpfungsketten;
  • Ein Inkubator für die Gestaltung bzw. Weiterentwicklung neuer inklusiver Geschäftsmodelle, für soziale Innovation und öffentlich-private Zusammenarbeit auf mikroökonomischer Ebene. Der Inkubator wird Projekte der B4IG-Mitgliedsunternehmen stärken, ausbauen und replizieren und der gemeinsamen Entwicklung neuer integrativer Geschäftslösungen Raum geben.
  • Ein Finanzierungsforum für inklusives Wachstum mit innovativen Finanzierungsmechanismen zwischen Wirtschaft, Staat und Wohltätigkeitssektor. Es wird versuchen, den schnell wachsenden Investitionsmarkt zu nutzen. 

BASF leitet die B4IG Task Force „Impact Measurement“ und verknüpft sie mit ihren Aktivitäten in der Value Balancing Alliance (Link auf englisch). Außerdem beteiligt BASF sich an den Arbeitsgruppen "Inclusive Workplaces" und "Human Rights". 

BASF-Projekte im B4IG Inkubator 

 

1. Waste-to-Chemicals Nigeria

In diesem Projekt werden Kunststoffabfälle als Ressource in einem chemischen Prozess genutzt. In Zusammenarbeit mit einem Sozialunternehmer wird ein spezieller vorgelagerter Recyclinghub eingerichtet werden, welcher die Abfälle für die Pyrolyseanlage verarbeitet. Der Projektpartner „Wecyclers“, ein Sozialunternehmer, legt großen Wert auf die Gleichstellung der Geschlechter, wobei der Schwerpunkt auf die Stärkung der Rolle der Frauen und die Sicherstellung eines angemessenen Lohns für diese gelegt wird. Da der Anstieg der Kunststoffabfälle in allen Ländern der Welt auf unterschiedlichen Ebenen vorherrscht, besteht daher ein enormes Potenzial für die Ausweitung dieses Projekts in Afrika und weltweit in einem wirtschaftlich tragfähigen Modell.  

Das Projekt zielt darauf ab, bis zum ersten Quartal 2021 drei Mikro-Recyclinghubs für Kunststoffabfälle zu errichten, wobei jeder Hub bis zu 5 Tonnen Kunststoffabfälle pro Tag recyceln wird. In der ersten Anlage werden 50 Angestellte und über 200 Abfallsammler beschäftigt werden. Dies wird den Weg für die Einrichtung von 50-60 Mikro-Hubs ebnen, die dann von lokalen Regierungen, NGOs und Sozialunternehmern errichtet werden. 

 

2. Drohnen für Kleinbauern in Kolumbien

Ein inklusives Geschäftsmodell in der Entwicklung in Kolumbien, das möglicherweise auch in anderen Regionen Anwendung findet. Landwirte testen die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln mithilfe von Drohnen und werden in der verantwortungsvollen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln geschult. Das passt gut zu der B4IG-Idee der Entwicklung von Geschäftsmodellen und der Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit Behörden, da in vielen Ländern unterstützende Gesetze fehlen.