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Ludwigshafen

Im Ernstfall jederzeit einsatzbereit:

Drei Fragen an Gert Van Bortel

Am Mittwoch den 05. Juni 2019 fand die alljährliche Großschadensalarmübung (GSAÜ) der BASF statt. Sie wird seit 29 Jahren Standort Ludwigshafen durchgeführt. Doch warum eigentlich und welchen Nutzen zieht die Werkfeuerwehr aus dem geprobten Ernstfall?

Gert Van Bortel, Leiter der BASF-Werkfeuerwehr beantwortet kurz die wichtigsten Fragen:

Herr Van Bortel, die Großschadensalarmübung gibt es seit 1990. Wie kam es dazu?

1990 hat der BASF-Vorstand entschieden, halbjährlich solche Übungen abzuhalten. Sie sollten sicherstellen, dass Werkfeuerwehr, Rettungsdienst, Umweltüberwachung und Standortsicherheit im Ernstfall jederzeit einsatzbereit sind. Die organisatorische Grundlage aller GSAÜ ist der Großschadensalarmplan, den BASF-Experten 1980 gemeinsam mit Sachverständigen des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Ludwigshafen erarbeitet hatten. Im Plan sind alle organisatorischen und kommunikativen Schritte vorgegeben, die im Ernstfall einzuleiten sind.

Gert van Bortel
Leiter der Werkfeuerwehr am BASF-Standort Ludwigshafen

Der Aufwand ist ja enorm: 100 Einsatzkräfte, 24 Fahrzeuge und 120 Gäste – was bringt das Ganze?

Auch wenn wir fast täglich und pro Jahr rund 220 Alarmübungen durchführen, ist die GSAÜ eine besondere Trainingsmöglichkeit: Denn im Ernstfall müssen die internen und externen Feuerwehren und Rettungsdienste mit der Standortsicherheit, der Umweltüberwachung, der Mitarbeiterbetreuung und dem Betrieb Hand in Hand arbeiten. Deshalb trainieren wir am Standort regelmäßig die Abläufe und Maßnahmen.


Und das ist wichtig: Denn auch wenn wir hier seit Jahrzehnten eine Chemieanlage mit dem höchsten Sicherheitsstandard betreiben, ist es eben unumgänglich auf den Fall der Fälle vorbereitet zu sein. Ich vergleiche es mit den Erste-Hilfe-Kursen, die – wie ich hoffe - jeder regelmäßig besucht. Dort geht man ja auch nicht hin, weil man davon ausgeht, dass man gleich an eine Unfallstelle kommt und erste Hilfe leisten muss. Man geht dahin, um auf diese Situation bestens vorbereitet zu sein und schnell und effektiv Hilfe leisten zu können. Genauso verhält es sich bei unseren Übungen mit unseren sehr professionell ausgebildeten und sehr gut ausgerüsteten Einheiten.

Gert van Bortel
Leiter der Werkfeuerwehr am BASF-Standort Ludwigshafen
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Egal ob Löschvorgang oder das Retten von Menschen - jeder Handgriff sitzt.

 

Notarzt und Rettungskräfte im Einsatz.

Warum dann die Zuschauer? Macht es das nicht unnötig komplizierter?

Mit der Großschadensalarmübung demonstrieren wir unseren Nachbarn, dem Land Rheinland-Pfalz sowie den Versicherungen unsere Leistungsfähigkeit im Krisenfall. Es geht auch darum, Vertrauen zu schaffen und zu zeigen, dass wir für den Ernstfall optimal vorbereitet sind. Dieses Jahr haben wir neu die Mitglieder des Nachbarschaftsforums der BASF eingeladen. Und es gab noch ein Novum: Die Verlosung von insgesamt 10 Wildcards für interessierte Mitarbeiter und Externe, also für diejenigen, die sich ganz besonders für die Werkfeuerwehr interessieren.

Gert van Bortel
Leiter der Werkfeuerwehr am BASF-Standort Ludwigshafen

Hautnah dabei: Gäste schauen sich das Geschehen an und bekommen über Kopfhörer detaillierte Infos zu den Handlungen aller Beteiligten.

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