BASF Wohnen + Bauen GmbH
BASF plant Teilverkauf von Wohnungsbeständen seiner Tochtergesellschaft BASF Wohnen + Bauen GmbH
- Vorgesehen ist die Veräußerung von insgesamt 4.400 Wohneinheiten
- Sozialcharta soll Rechte der Mieterinnen und Mieter sichern
- Eigentümerwechsel für den überwiegenden Bestand soll bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein
BASF plant den Verkauf eines Großteils der Wohnungen im derzeitigen Bestand der BASF Wohnen + Bauen GmbH. Dabei handelt es sich um 1.100 einzelne Eigentumswohnungen sowie weitere 3.300 Wohnungen, die als Gesamtpaket inklusive Gebäude veräußert werden sollen. Ziel ist es, für den überwiegenden Teil der Einheiten bis Anfang 2027 einen verantwortungsvollen Kaufinteressenten zu finden, dem an einer langfristigen, nachhaltigen Investition gelegen ist. Eine Sozialcharta soll die Mietenden der betroffenen Wohnungen über die gesetzlichen Vorgaben hinaus absichern.
Als BASF-Tochtergesellschaft ist die BASF Wohnen + Bauen eng gebunden an die strategische Ausrichtung des Ludwigshafener Chemieunternehmens. Diese sieht künftig eine verstärkte Konzentration auf das Kerngeschäft vor, um die Wettbewerbsfähigkeit der BASF und das Stammwerk zu stärken. „Unser Unternehmen befindet sich seit längerem in einem enorm schwierigen Marktumfeld, was einen hohen Fokus auf unser eigentliches Geschäft, die Chemie, erfordert. Dies führt zu Maßnahmen auf unserem Werksgelände und darüber hinaus. Die geplante Veräußerung der Wohnungen ist eine für uns schwierige, aber notwendige Entscheidung, die uns dabei hilft, unsere Bilanz zu stärken. Als Unternehmen bleiben wir weiterhin im Wohnungsmarkt aktiv und werden einen Wohnungsbestand nahe an unserem Stammwerk halten“, erklärt Dr. Helmut Winterling, President Europäische Verbundstandorte, BASF SE.
Bekenntnis zu sozialem und nachhaltigem Eigentümerwechsel
Über die gesetzlich verankerten Grundsätze bei einem Eigentümerwechsel („Kauf bricht nicht Miete“) hinaus setzt BASF Wohnen + Bauen auf eine Sozialcharta, welche die Mietenden zusätzlich vertraglich absichern soll. Diese umfasst unter anderem ein lebenslanges Mietrecht für Personen über 70 Jahre und eine Sperre für Eigenbedarfskündigungen über die nächsten zehn Jahre. Für die rund 1.100 einzelnen Eigentumswohnungen ist die Sozialcharta bereits verankert. Für die zum Verkauf stehenden ganzen Gebäude, die insgesamt 3.300 Einheiten umfassen, soll gelten: Der neue Eigentümer darf das Gebäude mindestens drei Jahre lang nicht weiterverkaufen oder in Eigentumswohnungen umwandeln. Danach soll auch hier im Falle der Umwandlung der Blöcke eine Sozialcharta in Kraft treten.
„Die BASF Wohnen + Bauen hat mit ihrem Wohnbestand jahrzehntelang die Entwicklung Ludwigshafens mitgeprägt und ist entsprechend tief eingebunden in die Stadtgesellschaft. Aus dieser Tradition heraus empfinden wir es als unsere Pflicht, einen verantwortungsvollen Käufer zu finden, der langfristig und nachhaltig unseren Bestand bewirtschaften möchte. Darüber hinaus sehen wir eine Sozialcharta vor, die sicherstellen soll, dass es keinen Verkauf ohne weitreichende Mieterrechte geben wird. Den Übergang werden wir offen und transparent begleiten, damit er möglichst reibungslos gelingt und so wenig Unsicherheiten wie möglich aufkommen”, sagt Johanna Coleman, Geschäftsführerin der BASF Wohnen + Bauen GmbH.
Ein Teil des Wohnungsbestands im näheren Umfeld des Standorts wird weiterhin im Eigentum der BASF verbleiben. Dies umfasst Einheiten in den Ludwigshafener Stadtteilen Friesenheim und Nord-Hemshof. Die zur Veräußerung stehenden Einzelwohnungen und Wohngebäude verteilen sich mehrheitlich über das übrige Stadtgebiet von Ludwigshafen; ein geringerer Bestand befindet sich darüber hinaus in Frankenthal, Limburgerhof, Mannheim und Maxdorf.
Die Vermarktung der Wohngebäude mit insgesamt 3.300 Wohnungen wird maßgeblich koordiniert und unterstützt durch das Immobilienberatungsunterneh-men Jones Lang LaSalle (JLL), welches in den kommenden Monaten den Bestand eingehend prüft und parallel gemeinsam mit BASF und der BASF Wohnen + Bauen erste Gespräche mit möglichen Kaufinteressenten aufnehmen wird.
Information und Beratung
Die Mieterinnen und Mieter werden per Post und Informationsschreiben über den geplanten Eigentümerwechsel informiert. Die BASF Wohnen + Bauen bietet da-rüber hinaus vom 24. Februar bis zum 24. März offene Sprechstunden in ihrem Servicecenter in der Ludwigshafener Brunckstraße an, um auf Fragen der Mietenden im persönlichen Gespräch eingehen zu können. Die Sprechstunden finden täglich von 9:30 – 10:30 Uhr sowie von 16:15 – 17:15 Uhr und ohne vorherige Terminvereinbarung statt. Die Service-Hotline der BASF Wohnen + Bauen ist bei Anliegen ebenfalls wie üblich erreichbar.
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