Karriere

Andy Wieja - Vom Chemielaborant zum Laborteamleiter

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Mein Wunsch war schon früh Laborteamleiter zu werden und ich arbeitete immer darauf hin. Völlig ungeplant hingegen war der Wechsel in die Ausbildung, doch ich habe dort sehr viel gelernt, was ich heute als Führungskraft gut brauchen kann.

Andy Wieja

Laborteamleiter

Laborteamleiter ohne Studium? Ja, das ist möglich. Andys Karriereweg zeigt, dass man mit Selbstvertrauen und dem richtigen Engagement und Einstellung seine Karriereziele erreichen kann. Nach seiner Ausbildung zum Chemielaborant und anschließender Weiterqualifizierung zum Chemotechniker leitet er heute ein Team mit 9 Mitarbeitenden.

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Nach meiner Ausbildung als Chemielaborant und anschließender Weiterqualifizierung zum Chemotechniker war ich im Pflanzenschutz als Chemielaborant tätig. Dann wechselte mein damaliger Gruppenleiter in die Ausbildung und rief mich 6 Monate später an, ob ich nicht Ausbilder werden wolle. Ich hatte eigentlich keine Lust und wollte lieber chemische Suchforschung machen. Aber mein Ex-Gruppenleiter überzeugte mich, er konnte meine Talente damals besser einschätzen als ich selbst. So habe ich viele Jahre lang ausgebildet, neue Auszubildende eingestellt aber auch Kündigungen empfohlen, eben alles getan, was Personalverantwortung mit sich bringt. Ich habe die BASF auch auf Messen vertreten und dadurch eine starke Verbindung zur Firma bekommen. Nach acht Jahren sehnte ich mich wieder nach wissenschaftlichem Input und verfolgte die Angebote im internen Jobportal. Dort fand ich schließlich eine Laborleiterstelle im Pflanzenschutz, die chemotechnischen Hintergrund verlangte. Mir war mehrfach gesagt worden, ohne Studium könne man kein Laborleiter werden. Das empfand ich als motivierende Herausforderung und Belastung gleichermaßen. Ich bewarb mich einfach und bekam die Stelle, denn der Abteilungsleiter sah mich als Brückenbauer zwischen Laborpersonal und Laborleitern/Gruppenleitern. Heute leite ich ein Team mit 9 Mitarbeitenden, bin Industrial Supervisor für 2 Doktorarbeiten für Flow Chemistry am Imperial College London und Kooperationspartner für das KIT. Ich habe auf meiner Stelle genügend Freiraum und Verantwortung und gleichzeitig immer wieder neue Herausforderungen. Deshalb bin ich glücklich und zufrieden da, wo ich angekommen bin.

Mein Wunsch war schon früh Laborteamleiter zu werden und ich arbeitete immer darauf hin. Völlig ungeplant hingegen war der Wechsel in die Ausbildung, doch ich habe dort sehr viel gelernt, was ich heute als Führungskraft gut brauchen kann.

Lasst euch niemals einreden, was ihr alles NICHT werden könnt. Es ist wichtig zu wissen, worauf man sich einlässt und ein gewisses Selbstbewusstsein haben, aber sich selbst auch gut einschätzen zu können. Die eigene Komfortzone immer wieder verlassen zu müssen ist nicht einfach und kostet Überwindung. Immer ehrlich und fair sein, so schwer es auch manchmal fällt. Von sich überzeugt sein und dahin gehen, wohin man möchte. Dann schafft man es auch.