Karriere

Anika Ritter - Expedition Blausäureforschung

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Auch wenn es anders geplant war, bin ich der Forschung bis heute treu geblieben, was ich keinesfalls bereue. Mein Job bietet mir eine faszinierende Verschiedenartigkeit von Projekten und das Potenzial, mich stets weiterzuentwickeln.

Anika Ritter

Principal Scientist HCN Value Chain

Angefangen hat Anika 2007 im Pflanzenschutz bei BASF. Heute ist sie Expertin für die Blausäure-Wertschöpfungskette und koordiniert ein 15-köpfiges Moderatorenteam für FOSTER-Workshops, an denen sie selbst als Moderatorin teilnimmt. 

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Nach meiner Promotion in Karlsruhe in chemischer Verfahrenstechnik fing ich 2007 im Pflanzenschutz bei BASF an. Es war ein krasser Einstieg in die komplette Breite der Verfahrenstechnik – herausfordernd und spannend zugleich. Nach meinen zwei Elternzeit-Auszeiten wurde der Anteil an Projekten rund um die Blausäure immer größer. Seit dieser Zeit bin ich der Blausäure stets treu geblieben, denn die Verschiedenartigkeit der Projekte fasziniert mich. Wir haben z.B. derzeit Projekte in Ludwigshafen und in USA bei denen es sowohl um Kapazitätserhöhungen wie auch darum geht, ein im Labor ausgearbeitetes Verfahren in die bestehende Anlage zu bringen. Aber es gab auch schon Forschungsprojekte von der Pike auf, die im Labor anfingen und bis zur Planung einer Mini-Anlage gingen. Nach all den Jahren bin ich jetzt sehr breit rund um das Thema aufgestellt und bin Expertin für die Blausäure-Wertschöpfungskette geworden. Zudem koordiniere ich ein 15-köpfiges Moderatorenteam für interne  Workshops und bin selbst auch Moderatorin. Die Workshops werden eingesetzt, um Verfahren zu hinterfragen, bei Ideenfindungsprozessen, für Troubleshootings usw.  Dadurch bekomme ich viele Einblicke in verschiedene Projekte, Verfahren und Unternehmensbereiche der BASF. So lerne und praktiziere ich die Fähigkeit zu strukturieren und zu lenken, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. 

Ursprünglich ging ich davon aus, dass ich in der Forschung starte und nach 5-6 Jahren sie wieder verlasse. Aber ich bekam immer wieder interessante Projekte auf den Tisch und blieb dabei. Auch dass meine Arbeit gut planbar und nicht fremdgesteuert ist, wie es z.B. in einer Produktionsstätte der Fall wäre, passt sehr gut zu mir und meinem familiären Hintergrund. 

Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, stets direkt und offen zu sein. Und auch zu sagen, wenn etwas nicht geht oder zu viel ist. Gerade das ist für neue Kolleginnen und Kollegen oft schwierig, aber trotzdem sehr wichtig. Wenn man überfordert ist, macht man irgendwann nichts mehr richtig. Ein gutes Netzwerk zu haben ist ebenfalls hilfreich. Neben meiner Tätigkeit als Moderatorin habe ich meine Kontakte auch durch die Initiative Women in Research erworben. Viele Männer haben andere Herausforderungen, was die Kombination von Privatleben und Beruf angeht, da ist es hilfreich, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können.