Karriere

Martin Kraus - Eine internationale Reise durch die Forschung

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Die Vielfalt an Expertise, Kompetenzen und Ressourcen und das campusähnliche Gefühl mit einer großen Anzahl an Forschenden bei BASF - das alles fand ich nach meinen Vorerfahrungen in kleineren Firmen einfach toll. Ich habe die Entscheidung, zu BASF zu wechseln, bis heute nie bereut.

Martin Kraus

Senior Research Fellow

Nach seiner Promotion sammelte Martin erste Berufserfahrung in mittelständigen Unternehmen. Seinen Wechsel in die "Großchemie" hat er nie bereut. Nach mehreren spannenden Einsätzen in den USA im Bereich Katalyseforschung und abwechslungsreichen Projekten in Deutschland verantwortet er heute als Research Program Leader den globalen Scale Up & Manufacturing Support für Katalysatoren.

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Nach meiner Promotion in Zürich fing ich in einem mittelständigen Unternehmen in New Jersey, USA, mit einem lokalen Vertrag an, ohne das gewohnte deutsche Arbeitnehmer-Sicherheitsnetz. Meine Familie und ich stürzten uns ins Abenteuer Ausland. Nach drei Jahren ging es zurück nach Deutschland in ein mittelständisches Unternehmen. Erst mit gut 6 Jahren Berufserfahrung wechselte ich zu BASF in die Katalyseforschung. Schon ein Jahr später bot sich die Möglichkeit, zurück nach New Jersey zu gehen und am BASF Standort Iselin Katalyseforschung zu betreiben. Da unsere erste Auslandserfahrung sehr positiv gewesen war, sagte ich sofort zu. Die Organisation des zweiten Auslandsaufenthaltes war durch die Unterstützung der BASF Mobility-Abteilung wesentlich einfacher. Als ich fast 7 Jahre später zurück nach Ludwigshafen kam, durfte ich als Teil eines Teams eine neue Produktionsanlage projektieren und bauen. Das detaillierte Planen und die jahrelange Vorbereitung bis zum Beginn des eigentlichen Baues war eine ganz neue Erfahrung für mich. Gegen Ende des Projektes ergriff ich die Chance, innerhalb der Katalyseforschung eine neue Gruppe für Scale-up und Produktionsunterstützung aufzubauen. Parallel übernahm ich die Projektleitung für ein neues Feststofftechnikum, das bis 2024 fertig gestellt sein wird. Seit Juni 2022 habe ich die Gruppenleitung im Scale-up abgegeben und bin nun als „Program Leader“ für den globalen Scale Up & Manufacturing Support zuständig. Dort arbeite ich mit den gleichen Kolleg:innen wie bisher, beschäftige mich aber stärker mit den strategischen Aspekten und der globalen Koordination des Scale-ups und Produktions-Supports.

Lustigerweise wollte ich nach dem Studium nicht zu BASF, was für einen gebürtigen Mannheimer zu Hause doch für einige Diskussionen sorgte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich die Vision, unbedingt für eine kleinere Firma arbeiten zu wollen. Irgendwann war ich dann aber doch neugierig geworden und wagte den Sprung in die „Großchemie“. Die Vielfalt an Expertise, Kompetenzen und Ressourcen und das campusähnliche Gefühl mit einer großen Anzahl an Forschenden bei BASF - das alles fand ich nach meinen Vorerfahrungen in kleineren Firmen einfach toll. Ich habe die Entscheidung, zu BASF zu wechseln, bis heute nie bereut.

Authentizität, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit im täglichen Miteinander sind sehr wichtig, auch wenn es hin und wieder einfacher wäre, unangenehmen Gesprächen aus dem Weg zu gehen. Große Entscheidungen, wie z. B. ein Auslandaufenthalt, sollte man immer zusammen mit der Familie treffen. Zeiten hoher Arbeitsbelastung und Tiefpunkte lassen sich besser bewältigen, wenn dich das private Umfeld unterstützt.