Karriere

Natalia Becker - Statisitk und Chemie? Die perfekte Kombi für eine spannende Karrierereise.

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Ich habe immer nach links und rechts geschaut, ob da etwas Reizvolles zu finden ist. So habe ich die Tätigkeit gefunden, die zu mir passt und die ich gerne ausübe.

Natalia Becker

Senior Specialist Digitalization

Nach 13 Jahren am Deutschen Krebsforschungszentrum entschied sich Natalia für einen Wechsel zu BASF. Als Senior Specialist Digitalization bringt sie ihr statistisches Know-how in Forschung und Entwicklung ein und unterstützt so bei der Beschleunigung von Innovationen und Produktoptimierungen.

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Solange ich zurückdenken kann, habe ich mich für Mathematik interessiert, wusste aber nicht, wie ich die Mathematik praktisch anwenden kann. Während meines Studiums der Wirtschaftsmathematik in Karlsruhe entdeckte ich schließlich Statistik für mich. Aus einer erstmal nichtssagenden und unübersichtlichen Datenmenge anhand statistischer Instrumente Zusammenhänge zu erkennen, und zu verstehen, was in welcher Form Einfluss aufeinander hat – das fand ich sofort spannend. Ich promovierte am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und unterstützte dort als Doktorandin und später als PostDoc die Durchführung von klinischen Studien und die Grundforschung in der Onkologie. Als ich nach 13 Jahren am DKFZ zufällig eine Stellenausschreibung bei der BASF entdeckte, die inhaltlich perfekt zu mir passte, bewarb ich mich. Seitdem wende ich mein statistisches Wissen in der Forschung & Entwicklung an, z.B. indem ich anhand von Vorhersagemodellen helfe herauszufinden, welche Produktparameter angepasst werden müssen, um an die gewünschten Eigenschaften des Endproduktes zu kommen. Die Chemiker "ticken" zwar ganz anders als die Statistiker, doch wir entwickeln schnell eine gemeinsame Sprache und das funktioniert sehr gut. 

Da ich mich schwer motivieren kann, wenn ich etwas nicht gerne mache, habe ich immer nach einer Tätigkeit gesucht, für die ich mich begeistern kann. Ganz aktiv testete ich am Anfang meines Studiums deshalb verschiedene Richtungen: Versicherung war nichts für mich, Marketing ebenso wenig, aber Statistik war ein Volltreffer. Ich habe mich auch von den unterschiedlichen Inhalten Biologie, Medizin, Chemie nicht abschrecken lassen, sondern immer nach links und rechts geschaut, ob da etwas Spannendes zu finden ist. So habe ich die Tätigkeit gefunden, die zu mir passt und die ich gerne ausübe.

Als Statistikerin benötigt man neben dem mathematischen Background auch eine große Neugierde sowie das Talent, die Daten sprechen zu lassen und aus einer Menge von Zahlen Erkenntnisse und Wissen zu generieren. Man arbeitet nicht allein, sondern immer mit anderen, oft fachfremden Experten und Expertinnen. Deshalb muss man sich in meinem Job auch auf andere einstellen können und sie verstehen wollen.