Karriere

Philipp Grüne - Von neuen Reisezielen und langgehegten Träumen

RG_Maps_Philipp_Gruene.jpg
Irgendwann wurde ich neugierig, was BASF jenseits der Forschung noch bietet. Also habe ich die Ecken meines Spielfeldes definiert: Forschung, Strategie und Business. 

Philipp Grüne

Site Manager

Abwechslungsreich und ohne Furcht vor Neuem - so könnte man den Karriereweg von Philipp beschreiben. Nach einem "klassischen" Einstieg in der Forschung war er schon in einigen Bereichen und Positionen tätig. Aktuell ist er als Site Manager für zwei Produktionsstandorte in Italien verantwortlich und hat sich seinen Traum erfüllt, mit seiner Familie in Italien zu wohnen.

RG_Maps_Werdegang_Philipp_Gruene.jpg

Seit meinen Zivildienst in Italien habe ich eine Affinität zu dem Land entwickelt, die noch stärker geworden ist, als ich während eines Forschungssemesters in Rom meine heutige Frau kennenlernte. Zurück in Berlin fand ich nach meiner Promotion 2009 erstmal keine Anstellung. Also machte ich meinen Postdoc an der Columbia Universität in New York und kam so in Kontakt mit der Katalyseforschung der BASF in Iselin. Diese führte mich nach Ludwigshafen, wo ich in der Oxidationskatalyse startete und 5 Jahre lang ganz klassisch forschte. Ich genoss diese greifbare industrielle Forschung, die man in dieser Form an keiner Uni lernen kann. Ich wechselte in die Konzernstrategie, mein Schwerpunkt waren Strategieprozesse und Investitionsprojekte. Anschließend wollte ich kommerzielle Verantwortung übernehmen und bekam sie im Bereich Vitamin A für Tierernährung. Es war eine sehr intensive Zeit und ich hatte eine steile Lernkurve. Der nächste Schritt war disziplinarische Führungsverantwortung und ich ging zurück in die Forschung auf eine Gruppenleiterstelle. Dort kam ich nach gut anderthalb Jahren immer mehr zur Überzeugung, dass das Set-Up der Gruppe nicht optimal war. Schlussendlich rationalisierte ich meine eigene Stelle weg. Während ich nach einer Folgebeschäftigung Ausschau hielt, hörte ich, dass ein BASF-Unternehmensbereich Kandidat:innen für eine Standortleitung in Italien suchte, für die nicht zwingend eine ausgeprägte Produktionserfahrung Grundvoraussetzung war, sondern vielmehr Managementerfahrung und interkulturelle Kompetenz. Seit Oktober bin ich verantwortlich für 2 Standorte in Villanova und Zingonia und wohne mit meiner Familie in Turin.

Anfangs war ich ein typischer promovierter Chemiker, der nach 10 Jahren Studium, Promotion und Postdoc einfach nur forschen wollte. Irgendwann wurde ich aber neugierig, was BASF jenseits der Forschung noch bietet. Also habe ich die Ecken meines Spielfeldes definiert: Forschung, Strategie und Business. Innerhalb dieses Spielfeldes habe ich anschließend versucht, mich weiterzuentwickeln. Ein Fernziel hatte ich jedoch, seitdem ich 2003 meine Frau in Italien kennengelernt habe: In Italien zu arbeiten. Es hat 18 Jahre gedauert, aber jetzt sind wir da.

Erwarte nicht, dass jemand Deine Karriereentwicklung für Dich macht. Finde deinen Rahmen, definiere das Spielfeld, auf dem du spielen und deine Karriere entwickeln willst. Und dann sei offen, neugierig und geistig flexibel, damit du Möglichkeiten, wenn sie sich ergeben, ergreifen und du dich auf das Neue auch einlassen kannst.