Karriere

Stéphanie Jaegli - Familie oder Karriere? Warum nicht beides.

RG_Maps_Stephanie_Jaegli.jpg
Dank Jobsharing habe ich eine spannende Führungsposition und dennoch genügend Zeit für meine Familie.

Stéphanie Jaegli

Gruppenleiterin - Aminsynthese

Nach ihrem Einstieg als Laborteamleiterin im Bereich Aminsynthese war Stéphanie als Technologie- und Innovationsmanagerin tätig. Ihre jetzige Stelle als Gruppenleiterin in der Forschung teilt sie sich im Rahmen von Jobsharing mit einer Kollegin. Für sie das optimale Modell, um Karriere und Familie perfekt unter einen Hut zu bringen.

RG_Maps_Werdegang_Stephanie_Jaegli.jpg

Ich habe in Frankreich promoviert, in England meinen Postdoc absolviert und startete bei BASF in der Aminsynthese und durfte direkt eine Miniplant mitbetreuen. Das war ein Sprung ins kalte Wasser, denn ich kam aus der Ecke der Naturstoffchemie. Nach fünf Jahren Forschung wechselte ich zu Intermediates, erst als Technologiemanagerin, dann ins Innovationsmanagement und war am Ende zuständig für das Asset Target Picture. Ich saß zu Beginn im Großraumbüro und das war großartig, da ich von meinen Kolleg:innen super viel mitbekommen und gelernt habe. Meinen Bezug zu Aminen verlor ich auch bei Intermediates nie, sondern änderte nur die Perspektive. Als ich 2021 zurück in die Forschung wechselte, übernahm ich die Leitung des Teams, bei dem ich 10 Jahre zuvor angefangen hatte und der fachliche Kreis schloss sich stimmig für mich. Das Besondere an meiner Position ist, dass ich mir die Stelle mit einer Kollegin im Rahmen von Job-Sharing teile, und das funktioniert für alle Beteiligten. Es ist für mich immer wichtig gewesen, auch für meine Familie da sein zu können und sie war immer Teil meiner Entscheidungen, ob ich eine Stelle antrete oder nicht. Mit der Job-Sharing Stelle kann ich meiner Familie und gleichzeitig der Firma auf beste Weise gerecht werden.

Manchmal gibt es ein kleines Zeitfenster, eine Opportunität. Dann muss man sich im Klaren sein, was man will und was man zu investieren bereit ist. Ich habe für mich selbst immer Eckpunkte definiert, was motiviert mich, was ist mir wichtig und bin diesen Themen treu geblieben. Als ich mein erstes Kind bekam, wurden flexible Arbeitszeiten nötig. Da war es dann für mich auch ok, dass damit gewisse Stellen für mich wegfallen, weil sie Präsenz erfordern. Ich habe bei meiner Stellenwahl immer darauf geachtet, ob es ein spannendes Arbeitsfeld und wie ist die Stimmung im Team ist. Das war mir wichtiger als einem vordiktierten Karrierepfad zu folgen, für den ich mich nicht begeistern hätte können.

Es gibt viele Wege, die ans Ziel führen. Ich habe eine spannende Führungsposition erreicht, bei der ich die richtige Balance zwischen Job und Familie gefunden habe. Man kann seinen eigenen Weg finden und erfolgreich sein, ohne sich selbst zu verbiegen.