Fachpresse  |  29. Oktober 2021
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Gemeinsame Presse-Information

Publikation zum weltweit ersten 3D-Bioprint-Immunhautmodell gewinnt den renommierten "Henry Maso Award"

  • Die International Federation of Societies of Cosmetic Chemists gab den Gewinner bei der Abschlusszeremonie der IFSCC-Konferenz 2021 bekannt
  • Maxime Lègues, 3D-Bioprinting Manager bei CTIBIOTECH, erhält ein Stipendium für die Teilnahme am IFSCC-Kongress in London im September 2022
  • Die gemeinsame Veröffentlichung von CTIBIOTECH und BASF wurde aus einer Reihe von hochkarätigen internationalen Forschungsprojekten im Bereich der Hautpflege ausgewählt

 

29. Oktober 2021 – Bei der Abschlusszeremonie der IFSCC-Konferenz 2021 in Cancun, Mexiko wurde die gemeinsame Forschungsarbeit von CTIBIOTECH und BASFs Care Creations® mit dem "Henry Maso Award" ausgezeichnet. Die Unternehmen erhielten die Auszeichnung für ihre Publikation mit dem Titel „Das weltweit erste 3D-Bioprint-Immunhautmodell, geeignet für das Screening von Medikamenten und Inhaltsstoffen für normale und entzündete Haut“ (Originaltitel: "The world's first 3D bioprinted immune skin model suitable for screening drugs and ingredients for normal and inflamed skin").

CTIBIOTECH hat die Spitzentechnologie gemeinsam mit Wissenschaftlern der BASF entwickelt und erprobt, um mehrere Exemplare von vollwertigen 3D-Bioprint-Hautmodellen herzustellen, die menschliche Makrophagen aus dem Immunsystem enthalten.

Die von CTIBIOTECH entwickelte 3D-Bioprinting-Technologie ermöglicht Wissenschaftlern die Herstellung reproduzierbarer, vorhersagbarer menschlicher Gewebemodelle und treibt die biomedizinische Forschung voran. Mithilfe dieser Technologie können BASF-Wissenschaftler innovative Bio-Wirkstoffe und Inhaltsstoffe für fortschrittliche Hautpflegeanwendungen auswählen.

Die Technologie bietet eine leistungsstarke Plattform für Forscher im Bereich der Hautpflege, die die Funktion von Makrophagen in einer vollständig rekonstruierten Haut untersuchen wollen.

Makrophagen überwachen permanent die Mikroumgebung der Haut auf Anzeichen von Zellstress, Gewebeschäden oder Infektionen. Sie sind notwendig, um Wunden zu schließen und das Gewebe vollständig zu regenerieren. Um die Homöostase der Haut aufrechtzuerhalten, weisen Makrophagen ein hohes Maß an Plastizität auf, wodurch Entzündungen gefördert oder unterdrückt werden.

Der "Henry Maso Award" wird im Rahmen des IFSCC-Kongresses an junge Wissenschaftler verliehen, die in den zwei Jahren vor dem Kongress die beste Arbeit in einer Ausgabe des IFSCC-Magazins veröffentlicht haben. Die in diesem Jahr ausgezeichnete Originalarbeit wurde auf dem IFSCC-Kongress 2020 in Yokohama, Japan von Maxime Lègues, 3D-Bioprinting Manager bei CTIBIOTECH, vorgestellt und anschließend in der IFSCC-Publikation veröffentlicht. Lègues wird zum nächsten IFSCC-Kongress eingeladen, der im September 2022 in London, Vereinigtes Königreich, stattfindet, um den "Henry Maso Award" zu empfangen.

Prof. Colin McGuckin, President und Chief Scientific Officer bei CTIBIOTECH, sagt: „Wir sind sehr stolz auf diese Forschung und auf Maxime Lègues, einen begabten jungen Wissenschaftler, der zur internationalen Hautforschung und zu Innovationen beiträgt.“

„Es besteht ein großer Bedarf an besseren Testsystemen, die zeigen, wie Inhaltsstoffe empfindliche oder allergische Haut beeinflussen oder verbessern können. Das hier vorgestellte 3D-Bioprinting-Modell der menschlichen Haut in Originalgröße, das Zellen des Immunsystems enthält, ist daher eine Lösung für die schnelle und zuverlässige Prüfung von Produkten für reaktive Haut“, sagt Dr. Sébastian Cadau, Spezialist für 3D Tissue Engineering bei BASF am Standort Lyon, Frankreich.

BASF und CTIBIOTECH haben ihre Zusammenarbeit bereits im Jahre 2011 begonnen. Seit 2015 arbeiten die Forschungspartner an 3D-Gewebemodellen für die Entwicklung und Erprobung von Bio-Wirkstoffen in der Hautpflege. Im Jahr 2018 stellten sie erste Ergebnisse vor: Die Experten demonstrierten sowohl die Ex-vivo-Produktion von physiologischem Talg in einer Langzeitkultur eines 3D-Modells der menschlichen Talgdrüse als auch die Regulierung dieser Talgproduktion mit Hilfe von Wirkstoffen.

 

Über BASF

Chemie für eine nachhaltige Zukunft, dafür steht BASF. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mehr als 110.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio haben wir in sechs Segmenten zusammengefasst: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2020 weltweit einen Umsatz von 59 Milliarden Euro. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

Über CTIBIOTECH – Forschungsinstitut für Zelltherapie

CTIBIOTECH entwickelt und produziert Vorhersagemodelle von menschlichen Geweben und Zellen für die biomedizinische, pharmazeutische und dermato-kosmetische Forschung und Entwicklung. CTIBIOTECH umfasst ein Team von Experten von Weltrang, die in den letzten 30 Jahren Pionierarbeit in den Bereichen Bioengineering und regenerative Medizin geleistet haben. CTIBIOTECH arbeitet mit öffentlichen und privaten Organisationen zusammen, um innovative Lösungen für die Wirksamkeits- und Sicherheitsprüfung von Wirkstoffen, Dermatokosmetik, Arzneimittelkandidaten, Zelltherapien und Medizinprodukten zu entwickeln. Weitere Informationen unter www.ctibiotech.com.

 

Pressekontakt

BASF                                                                                               CTIBIOTECH
Susanne Sengel                                                                              Océane Houdement
Tel +49 2173 4995-220                                                                   Tel +33 6 19 86 0645
susanne.sengel@basf.com                                                        office@ctibiotech.com         

P-21-366

 

Letzte Aktualisierung 29. Oktober 2021