Wirtschaftspresse  |  22. April 2022
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Gemeinsame Presse-Information:

Vattenfall und BASF beteiligen sich an Ausschreibung für Offshore-Windpark Hollandse Kust West

  • Teilflächen VI und VII sind jeweils für eine Offshore-Windkraftkapazität von 700 Megawatt ausgelegt
  • Vattenfall und BASF kooperieren für Standort VI mit Konzept für biologische Vielfalt

Vattenfall wird sich am Ausschreibungsverfahren für die Teilflächen VI und VII des Offshore-Windpark Hollandse Kust West (HKW) beteiligen und für die Teilfläche VI eine Partnerschaft mit BASF eingehen. Offshore-Windparks sind für beide Unternehmen für die Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele von großer Bedeutung. Der erneuerbare Strom aus Hollandse Kust West wäre ein weiterer wichtiger Schritt bei der Umsetzung von Vattenfalls Ziel, innerhalb einer Generation ein Leben ohne fossile Brennstoffe zu ermöglichen. Er würde gleichzeitig das anspruchsvolle Ziel von BASF unterstützen, bis 2050 Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen.

Die Flächen für den Windpark Hollandse Kust West befinden sich etwa 53 Kilometer vor der Westküste der Niederlande. Das gesamte Gebiet wird in zwei separaten Ausschreibungen versteigert (Teilfläche VI und Teilfläche VII). Jeder der beiden Standorte ist für eine Offshore-Windkraftkapazität von 700 Megawatt ausgelegt. Um den Zuschlag für Standort VI zu erhalten, müssen die Bieter ökologische Maßnahmen in ihr Konzept integrieren. Für die Teilfläche VII sind Investitionen und Innovationen entscheidend, die einen Zusatznutzen für die niederländische Energieversorgung mit sich bringen. Die Ausschreibungen für beide Teilflächen enden am 12. Mai 2022. Eine Entscheidung darüber, wer den Zuschlag erhält, wird nach dem Sommer erwartet.

Vattenfalls Erfolgsbilanz belegt, wie das Unternehmen die grüne Transformation in Europa maßgeblich vorantreibt. Als einer der führenden Offshore-Entwickler in Europa entwickelt und betreibt Vattenfall 15 Offshore-Windparks. Vattenfall verfügt über umfangreiche Erfahrungen als integrierter Versorger entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Entwicklung und Realisierung von Offshore-Projekten bis zur Versorgung von Haushalten und Industrie mit nachhaltigem Strom. Vattenfall hat das Ziel, im Jahr 2040 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Dabei orientiert sich das Unternehmen am Science Based Targets Ansatz, der die globale Erwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius begrenzen soll. Außerdem strebt Vattenfall bis 2030 eine positive Auswirkung auf die Biodiversität an. BASF will seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 um 25 Prozent senken und strebt ab 2050 Netto-Null-Emissionen an. Im Rahmen der Umstellung auf Klimaneutralität investiert BASF in Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Offshore-Windparks können BASF langfristig mit den für diesen Wandel erforderlichen Kapazitäten an erneuerbaren Energien versorgen. Das Unternehmen geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 100 Prozent ihres weltweiten Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen stammen werden.

„Wir freuen uns über die Entscheidung der niederländischen Regierung, ihren erfolgreichen Ansatz für den Ausbau der Offshore-Windenergie fortzusetzen und die Standorte im Rahmen einer Ausschreibung zu vergeben, die auf qualitativen Kriterien basiert. Dieses Mal stehen Ökologie und Systemintegration im Mittelpunkt. Diese Vorgehensweise spornt Entwickler an, ihre besten Vorschläge einzureichen, fördert Innovationen und sorgt dafür, dass die Niederlande bei der Entwicklung der Offshore-Windenergie eine Führungsrolle übernehmen. Das nützt der Energiewende und der Gesellschaft. Vattenfall hat eine starke Stellung auf dem niederländischen Markt und ist entschlossen, eine führende Rolle bei der grünen Transformation der niederländischen Wirtschaft zu übernehmen. Hollandse Kust West ist ein wichtiger weiterer Schritt in Richtung unseres Ziels, innerhalb einer Generation ein Leben ohne fossile Brennstoffe zu ermöglichen“, sagt Helene Biström, Leiterin von BA Wind bei Vattenfall.

„Offshore-Windparks werden eine entscheidende Rolle für den Einsatz innovativer, emissionsarmer Technologien in unserer chemischen Produktion in Europa spielen“, sagt Dr. Lars Kissau, President BASF SE, Net Zero Accelerator und verantwortlich für erneuerbare Energien, alternative Rohstoffe und CO2-Reduktionstechnologien. „Deshalb haben wir von Vattenfall bereits eine Beteiligung am Windpark Hollands Kust Zuid erworben. Mit einem gemeinsamen Gebot für den Standort Hollandse Kust West VI gehen wir nun einen Schritt weiter und beteiligen uns zum frühestmöglichen Zeitpunkt an einem Projekt, das unseren Bedarf an zusätzlichen Mengen erneuerbarer Energie mit ökologischen Aspekten im Meeresgebiet verbindet.“

In der Nordsee herrschen gute Windverhältnisse, und der nahe gelegene Offshore-Windpark Hollandse Kust Zuid ermöglicht erhebliche Synergien. Der Windpark Hollandse Kust West, der ab 2026 Strom erzeugen könnte, passt gut in die Nordsee-Windpark-Pipeline von Vattenfall und kann problemlos in die aktuelle Strategie integriert werden.

Positive Auswirkungen auf die biologische Vielfalt

Die Windindustrie wird wachsen und weltweit noch mehr Energie ohne fossile Brennstoffe bereitstellen. Vattenfall und BASF engagieren sich deshalb dafür, die Auswirkungen der Projekte auf das Ökosystem zu minimieren. Die Unternehmen wollen einen positiven Effekt auf die biologische Vielfalt im Jahr 2030 erreichen. Zu diesem Zweck hat Vattenfall eine Unternehmenseinheit Umwelt &Nachhaltigkeit aufgebaut, zu dem eine eigene biowissenschaftliche Abteilung mit umfassender F&E-Erfahrung gehört. Diese Experten arbeiten mit den Vattenfall-Teams zusammen, um in Sachen Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle einzunehmen. Die Einheit ist insbesondere auf dem Gebiet der Biodiversität und Ökologie sehr aktiv und soll die Umweltforschung und -entwicklung vorantreiben. Ziel ist es, die Auswirkungen der Offshore- und Onshore-Windkraft besser zu verstehen und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Im Gebiet des Windparks Hollandse Kust Zuid initiierte das Team eine gemeinsame Studie mit der Naturschutzorganisation De Rijke Noordzee, um herauszufinden, ob ein naturverträgliches Turbinenfundamentdesign vorteilhaft für das lokalen Ökosystem sein kann.

„Um ein ökologisch sinnvolles Projekt zu entwickeln, kombinieren wir unsere Stärken als führender Entwickler von Offshore-Windkraftanlagen und als Industrieunternehmen, die sich beide der Nachhaltigkeit und der Erhaltung der biologischen Vielfalt verschrieben haben. Wir glauben, dass für eine nachhaltige Zukunft das Wachstum der Offshore-Windenergie im Einklang mit der Natur und der Gesellschaft entwickelt werden muss. Unser HKW-Gebot umfasst erhebliche Investitionen und den weltweit erstmaligen Einsatz von Innovationen, die der natürlich vorkommenden Artenvielfalt in der niederländischen Nordsee und einem nachhaltigen Offshore-Windsektor zugutekommen“, sagt Dr. Eva Philipp, Leiterin der Einheit Umwelt & Nachhaltigkeit bei Vattenfall.

Im vergangenen Monat wurde Vattenfall erneut mit dem Ecovadis-Nachhaltigkeitsstatus in Platin ausgezeichnet und gehört damit zu den besten ein Prozent von 75.000 geprüften Unternehmen in den Bereichen Umwelt, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte, nachhaltige Beschaffung und Ethik. BASF gilt in Analysen führender ESG-Rating-Agenturen häufig als Benchmark innerhalb der chemischen Industrie.

Kombination von Technologien

Mit dem wachsenden Anteil von Wind- und Solarenergie schwankt die Stromerzeugung in unserem Energieversorgungssystem stärker. Vattenfall sucht ständig nach Möglichkeiten, nachhaltig erzeugte Energie so effizient wie möglich zu nutzen, indem es seine Anlagen und Kunden miteinander verbindet. Der kürzlich eingeweihte Energypark Haringvliet ist die erste Anlage in Europa, die Wind- und Solarenergie sowie Batterien an einem Standort kombiniert. Die Batterien sorgen für einen Netzausgleich und ermöglichen eine effizientere Nutzung des Netzanschlusses. Eine weitere Lösung, um mit Schwankungen der erneuerbaren Erzeugung umzugehen, ist die Laststeuerung durch Nachfragereduzierung. Mit Hilfe einer intelligenten Ladeinfrastruktur kann zum Beispiel die Ladegeschwindigkeit von Elektrofahrzeugen an öffentlichen Ladestationen in Amsterdam abhängig von der Tageszeit variiert werden, je nachdem, wie viel Energie verfügbar ist.

Vattenfall und BASF sind langjährige Partner und können auf eine mehr als 15- jährige erfolgreiche Zusammenarbeit im Energiesektor zurückblicken. Gemeinsam errichten Vattenfall und BASF derzeit Hollandse Kust Zuid, den weltweit ersten subventionsfreien Offshore-Windpark in der niederländischen Nordsee. Da beide Unternehmen den neuen Windpark Hollandse Kust West als einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Energiewende ansehen, haben sie sich dafür entschieden, sich gemeinsam an der Ausschreibung zu beteiligen.

 

Über BASF

Chemie für eine nachhaltige Zukunft, dafür steht BASF. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 111.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst sechs Segmente: Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care und Agricultural Solutions. BASF erzielte 2021 weltweit einen Umsatz von 78,6 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

 

Über Vattenfall

Vattenfall ist ein führendes europäisches Energieunternehmen im schwedischen Staatsbesitz, das seit mehr als 100 Jahren die Elektrifizierung der Industrie vorantreibt, Wohnungen und Häuser mit Energie versorgt und das tägliche Leben durch Innovationen und Kooperationen moderner gestaltet. Unser Ziel ist es, ein fossilfreies Leben innerhalb einer Generation zu ermöglichen. Deshalb treiben wir den Übergang zu einem nachhaltigen Energiesystem voran. Wir beschäftigen rund 19.500 Mitarbeiter und sind überwiegend in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Großbritannien aktiv. Weitere Informationen unter: group.vattenfall.com

 

Medienkontakte:

BASF Corporate Media Relations
Thomas Nonnast
Telefon: +49 173 3798627
E-Mail: thomas.nonnast@basf.com

 

Vattenfall Media Relations
Robert Portier
Telefon:+316 1515 9628
E-Mail: mediarelaties@vattenfall.com

 

 

P-22-209

Thomas Nonnast
Thomas Nonnast
Corporate Media Relations
Two workers at an offshore wind farm in the North Sea. Photo: Vattenfall

Zwei Arbeiter in einem Offshore-Windpark in der Nordsee.

Foto: Vattenfall

Letzte Aktualisierung 22. April 2022