Fachpresse | 9. März 2026

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BASF führt Produktvarianten mit reduziertem CO2-Fußabdruck (rPCF) für BDO, THF, PolyTHF® und NMP ein

◼ Reduzierter CO2-Fußabdruck (rPCF)1 durch den Einsatz von emissionsarmen Rohstoffen und Prozessenergien
◼ Mindestens 10 Prozent geringerer PCF2 im Vergleich zum jeweiligen BASF-Standardprodukt bei gleichbleibender Produktleistung
◼ Unterstützt Kunden dabei, Emissionen in ihren Wertschöpfungsketten zu senken, ohne Formulierungen oder Prozesse anzupassen


Der Unternehmensbereich Intermediates der BASF hat neue Produktvarianten mit reduziertem Product Carbon Footprint (rPCF) für Butandiol (BDO), Tetrahydrofuran (THF), Polytetrahydrofuran (PolyTHF®) und N-Methylpyrrolidon (NMP) eingeführt, die am Verbundstandort Ludwigshafen, Deutschland, hergestellt werden. Von dort aus können die Produkte weltweit geliefert werden. Der Unternehmensbereich erweitert damit die rPCF‑Produktkategorie, die sich aktuell in Entwicklung befindet.

Der reduzierte CO2-Fußabdruck wird durch den Einsatz emissionsarmer Rohstoffe und Prozessenergien am Standort Ludwigshafen erreicht. Dadurch bieten die rPCF-Varianten einen mindestens 10 Prozent niedrigeren CO2‑Fußabdruck im Vergleich zu den entsprechenden Standardprodukten aus Ludwigshafen.

Unterstützung der Kunden auf dem Weg zu emissionsärmeren Materialien

Mit den neuen rPCF-Varianten für BDO, THF, PolyTHF und NMP erweitert BASF ihr Portfolio an Zwischenprodukten mit einem reduzierten CO2-Fußabdruck und unterstützt Kunden dabei, ihre Scope-3-Emissionen weiter zu senken. Kunden aus Branchen wie Automotive, Pharma, Elektronik, Textil und Konsumgüter können damit von Rohstoffen mit reduziertem CO2-Fußabdruck profitieren, ohne bestehende Formulierungen oder Produktionsprozesse anpassen zu müssen.

„In vielen Branchen beobachten wir eine wachsende Nachfrage nach kostengünstigen Produkten mit reduziertem CO2‑Fußabdruck, die unseren Kunden helfen, Marktanforderungen zu erfüllen und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen”, sagt Verena Siegel, Vice President Global Business Management für Butandiol und Derivate im Unternehmensbereich Intermediates der BASF. „Unsere neuen rPCF‑Varianten ermöglichen es Kunden, messbare PCF‑Reduktionen von mindestens 10 Prozent zu erzielen – und das ohne zusätzliche Komplexität in ihren Abläufen.”

Wesentliche Rohstoffe in vielen Wertschöpfungsketten

BDO wird zur Herstellung von PolyTHF sowie zur Produktion von THF und Gamma‑Butyrolacton (GBL) für pharmazeutische Anwendungen eingesetzt. Es dient außerdem als Ausgangsstoff für NMP und Polybutylenterephthalat (PBT). BASF ist einer der weltweit führenden Produzenten von BDO und seinen Derivaten und betreibt zwei Produktionsanlagen mit einer jährlichen Gesamtkapazität von 350.000 Tonnen.

PolyTHF wird hauptsächlich zur Herstellung elastischer Spandex- und Elastanfasern für Textilien wie Bade- und Sportbekleidung, Unterwäsche, Hemden und Stretchjeans verwendet. Zudem ist es ein wichtiger Baustein für thermoplastische Polyurethane (TPU), die in abriebfesten Schläuchen, Folien und Kabelummantelungen – insbesondere im Automobilbereich – eingesetzt werden. Weitere Anwendungen umfassen Polyetherester, Polyetheramide und Gusselastomere, etwa für Rollen von Skateboards und Inline‑Skates. Mit drei Produktionsstandorten in Europa, Nordamerika und Asien‑Pazifik und einer Gesamtkapazität von 250.000 Tonnen pro Jahr zählt BASF zu den weltweit führenden Anbietern. PolyTHF ist in vielen Ländern eine Marke der BASF.
NMP ist ein aprotisches, hochpolares organisches Lösungsmittel, das in vielen Industrien eingesetzt wird. Die Anwendungen reichen von der pharmazeutischen Produktion und der Herstellung spezieller Filtrationsmembranen bis zur Verarbeitung von Lithium‑Ionen‑Batterien. Darüber hinaus wird es in Beschichtungen, Tinten und Harzen eingesetzt sowie in landwirtschaftlichen Formulierungen und bestimmten Prozessen der Öl‑ und Gasförderung.

1 Die PCF-Berechnung der rPCF-Versionen von BDO, THF, PolyTHF und NMP, die am Verbundstandort Ludwigshafen hergestellt werden, erfolgte gemäß ISO 14067:2018 und der Together for Sustainability – The Product Carbon Footprint Guideline for the Chemical Industry. Version 3.0 – December 2024. Die PCF-Berechnung wird derzeit durch TÜV Rheinland zertifiziert.
2 Die rPCF-Produkte des BASF-Unternehmensbereichs Intermediates weisen eine PCF-Reduktion von mindestens 10 % im Vergleich zum jeweiligen BASF-Standardprodukt in der produzierenden Region auf. Die PCF-Reduktion wird durch aktive Maßnahmen erreicht, insbesondere durch den Einsatz von emissionsarmen Rohstoffen und emissionsarmen Prozessenergien. Die Berechnung umfasst keine Downstream-Emissionen wie Transportemissionen vom Werkstor bis zum Kunden, Emissionen aus der weiteren Verarbeitung oder Emissionen am Ende des Produktlebenszyklus.

Über BASF
BASF steht für Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Unser Anspruch: Wir wollen das bevorzugte Chemieunternehmen sein, um die grüne Transformation unserer Kunden zu ermöglichen. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 108.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care; die Standalone Businesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions gebündelt. BASF erzielte 2025 weltweit einen Umsatz von rund 60 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

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Kerstin Hoffmann
Die Acetylenanlage am Verbundstandort Ludwigshafen bildet den Ausgangspunkt für die Herstellung der neuen rPCF Varianten von BDO, THF, PolyTHF® und NMP.
Foto: BASF
Die Acetylenanlage am Verbundstandort Ludwigshafen bildet den Ausgangspunkt für die Herstellung der neuen rPCF‑Varianten von BDO, THF, PolyTHF® und NMP.
Foto: BASF
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Letzte Aktualisierung9. März 2026