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BASF-Unternehmensbereich Intermediates produziert gesamtes Portfolio an Säurechloriden und Chlorformiaten in Ludwigshafen mit Strom aus erneuerbaren Energien
◼ Initiative reduzierte den Product Carbon Footprint (PCF) im Jahr 2025 durchschnittlich um 19 Prozent; für 2026 und Folgejahre werden ähnliche PCF-Werte erwartet1
◼ Nahtloser Übergang für Kunden und Unterstützung ihrer Scope-3-Reduktionsziele
◼ Nachhaltigkeitsvorteile durch Inbetriebnahme einer vollständig modernisierten Produktionsanlage am Verbundstandort Ludwigshafen verstärkt
Der BASF-Unternehmensbereich Intermediates treibt seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter voran und hat das gesamte in Ludwigshafen produzierte Portfolio an Säurechloriden und Chlorformiaten auf die Nutzung von 100 Prozent von Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt. Bereits seit 2025 produziert die SCF‑Anlage („Säurechloride und Chlorformiate“) ihr gesamtes Portfolio von rund 25 Produkten unter Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien – einschließlich aller vorgelagerten Rohstoffprozesse.
Signifikante durchschnittliche PCF‑Reduktion im gesamten Portfolio
Die Umstellung hat den Product Carbon Footprint (PCF) 2025 bereits um durchschnittlich 19 Prozent reduziert; für 2026 und die darauffolgenden Jahre wird ein ähnliches Niveau erwartet. Kunden profitieren von einem vollständig nahtlosen Übergang – ohne erneute Zertifizierung oder Änderungen im Bestellprozess. Die Produkte werden weiterhin wie gewohnt geliefert, verfügen jedoch nun über einen deutlich geringeren CO₂‑Fußabdruck und unterstützen damit die Scope‑3‑Reduktionsziele der Kunden.
Die Nachhaltigkeitsvorteile verstärken sich durch die Inbetriebnahme einer umfassend modernisierten Produktionsanlage am Verbundstandort Ludwigshafen. Die Modernisierung erhöht die BASF‑Produktionskapazität für Chlorformiate und Säurechloride um rund 30 Prozent, sodass die PCF‑Verbesserungen nun auf ein deutlich größeres Produktvolumen entfallen, die langfristige Versorgungssicherheit stärken und die steigende weltweite Nachfrage bedienen.
Alisha Van Dyck, Vice President Business Management Acetylenics, Carbonyl Derivatives, Acids & Polyalcohols Europe, BASF-Unternehmensbereich Intermediates, erklärt: „Die Modernisierung unserer Anlage und die Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien bedeutet, dass unsere Kunden für Säurechloride und Chlorformiate nicht zwischen Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit wählen müssen. Dieser Schritt unterstreicht unser Engagement, die Bedürfnisse unserer Kunden in konkrete, überprüfbare CO₂‑Reduktionen entlang ihrer Wertschöpfungsketten zu übersetzen.”
Unterstützung der BASF-Nachhaltigkeitsstrategie
Die Umstellung ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg von BASF, das bevorzugte Chemieunternehmen für die grüne Transformation ihrer Kunden zu werden. Sie folgt auf die globale Umstellung des Amineportfolios von BASF auf Strom aus erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr und spiegelt die kontinuierlichen Bemühungen wider, den Einsatz erneuerbarer Energien und nachhaltigerer Praktiken im globalen Zwischenproduktgeschäft weiter auszubauen.2
BASF bietet bereits biobasierte und biomassenbilanzierte (BMB)3 Varianten für mehrere Säurechloride und Chlorformiate an, darunter biobasierte Produkte wie Palmitoylchlorid, Octanoylchlorid und Ethylchlorformiat sowie BMB-Varianten von Isononanoylchlorid. Mit der vollständigen Umstellung des SCF-Portfolios auf Strom aus erneuerbaren Energien geht BASF einen weiteren wichtigen Schritt zur Transformation des Produktportfolios. Kunden weltweit erhalten damit zusätzliche, nahtlose Möglichkeiten zur Reduzierung ihres CO₂-Fußabdrucks – ohne jede Veränderung an Produktspezifikationen oder Prozessen. BASF zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Chlorformiaten, Säurechloriden und Alkylchloriden, mit einer Jahreskapazität von 60.000 Tonnen und Produktionsstandorten in Ludwigshafen (Deutschland) und Yeosu (Korea). Kunden nutzen diese Chemikalien in einer Vielzahl von Anwendungen – von Synthesebausteinen für Pharma‑ und Pflanzenschutzprodukte bis hin zur Herstellung organischer Peroxide.
1 Die Reduktion umfasst Scope-1, -2 und -3.1-Emissionen. Sie wurde im Vergleich zu einem Szenario ohne den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien berechnet und basiert auf den Produktionsmengen des Jahres 2025. Die erwartete Reduktion für 2026 setzt gleiche Produktionsmengen wie im Jahr 2025 voraus. Die PCF-Berechnungen von BASF orientieren sich an den Anforderungen und Richtlinien der ISO 14067:2018. Der TÜV Rheinland hat in einer Methodenprüfung bestätigt, dass die von der BASF SE entwickelte und angewandte PCF-Methode (SCOTT) zur Berechnung der PCFs von BASF-Produkten wissenschaftlich fundiert ist, der ISO 14067:2018 und der Together for Sustainability - The Product Carbon Footprint Guideline for the Chemical Industry, version 3.0 - December 2024 entspricht und den Stand der Technik widerspiegelt (ID-Nr. 0000080389: BASF SE - Certipedia).
2 Weitere Informationen zu BASF‑Aminen, die mithilfe von Strom aus erneuerbaren Energien hergestellt werden, finden Sie auf der Website BASF Amines Produced with 100% Renewable Electricity. Weitere nachhaltigere Lösungen für chemische Zwischenprodukte gibt es auf der Seite Sustainable Solutions for Chemical Intermediates.
3 Im Biomassenbilanz-Ansatz (BMB) von BASF werden fossile Rohstoffe, die für die Herstellung von BASF-Produkten benötigt werden, entlang der integrierten Produktionskette durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt. Der entsprechende Anteil an nachwachsenden Rohstoffen wird über einen zertifizierten Massenbilanzansatz dem konkreten Verkaufsprodukt zugeordnet. Solche Produktionsmethoden schonen fossile Ressourcen und reduzieren gleichzeitig den CO2-Ausstoß. Sowohl der BMB-Ansatz als auch biomassenbilanzierte Produkte sind unabhängig nach REDcert2 und ISCC PLUS für die chemische Industrie sowie nach REDcert-EU und ISCC EU für die Biokraftstoffindustrie zertifiziert. Nachwachsende Rohstoffe sind im BASF-Produkt nicht nachverfolgbar. Weitere Informationen finden Sie unter Biomass Balanced (BMBcert®) Intermediates.
Über BASF
BASF steht für Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Unser Anspruch: Wir wollen das bevorzugte Chemieunternehmen sein, um die grüne Transformation unserer Kunden zu ermöglichen. Wir ver-binden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 108.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care; die Standalone Busi-nesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions gebündelt. BASF erzielte 2025 weltweit einen Umsatz von rund 60 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.
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