Fachpresse | 13. Mai 2026

Medien

BASF entwickelt Ultradur®-Portfolio für Trink­wasser und Lebens­mittel­kontakt gezielt weiter

Neue Food-Contact-Typen sichern regulatorische Konformität und Kontinuität

  • Klare und transparente Trennung zwischen Ultradur® Aqua-Typen und dedizierten Food-Contact-Typen für Trinkwasser- bzw. Lebensmittelanwendungen.
  • Neue Ultradur® Food-Contact-Typen sichern langfristige regulatorische Konformität und gewährleisten Geschäftskontinuität bei Anwendungen mit Lebensmittelkontakt.
  • Die neuen glasfaserverstärkten Ultradur® FC-Typen erfüllen die ab Juli 2026 in Kraft tretenden EU-Vorgaben zu Materialien ohne Bisphenol A (BPA).

BASF Engineering Plastics stellt ihr Ultradur®-Portfolio für Trinkwasser- und Lebensmittelkontaktanwendungen zukunftsorientiert auf. Im ersten Schritt werden künftig zwei klar abgegrenzte Produktlinien für die glasfaserverstärkten Werkstoffe angeboten: bewährte Aqua-Typen für Trinkwasseranwendungen und dedizierte FC-Typen (Food Contact) für den Einsatz im Lebensmittelkontakt. Damit schafft BASF eine transparente und verlässliche Grundlage für eine sichere Materialauswahl – heute und in Zukunft.

Im Zuge sich weiterentwickelnder regulatorischer Anforderungen werden Food-Contact-Typen künftig gezielt als solche ausgewiesen und verfügen über entsprechende Zertifikate für den Einsatz in Lebensmittel­kontakt­anwendungen. Anwender profitieren von klarer Orientierung und der Sicherheit, weiterhin auf leistungsfähige und konforme Ultradur®-Lösungen setzen zu können.

Hintergrund dieser Weiterentwicklung ist die Verordnung (EU) 2024/3190, die im Dezember 2024 veröffentlicht wurde. Sie verbietet den Einsatz von Bisphenol A (BPA) und weiteren als gefährlich eingestuften Bisphenolen in Kunststoffen, Beschichtungen und Lacken mit Lebens­mittel­kontakt nach Ablauf der Übergangsfrist am 20. Juli 2026. BASF hat diese Veränderungen aufgegriffen und das Ultradur®-Portfolio für den Lebens­mittel­kontakt entsprechend weiterentwickelt, um Kundinnen und Kunden auch langfristig zuverlässige Lösungen anbieten zu können.

Weiterentwickelte Ultradur® FC-Typen für den Lebensmittelkontakt

Von der neuen EU-Verordnung waren unter anderem glasfaserverstärkte Ultradur® Food-Contact-Typen betroffen, die eine gezielte Rezepturanpassung erforderlich machten. BASF hat dies als Chance genutzt, das Lebens­mittel­kontakt-Portfolio systematisch weiterzuentwickeln und zukunftssicher aufzustellen. Bereits heute stehen unter anderem folgende Ultradur®-Typen ohne Bisphenol A mit gültigen Food-Contact-Zertifikaten zur Verfügung:

  • Ultradur® B4300G6 FC UN
  • Ultradur® B4300G6 FC BK15136
  • Ultradur® B4300G4 FC R03 UN
  • Ultradur® B4300G4 FC BK15136

Diese Materialien decken ein breites Anwendungs­spektrum im Lebensmittel­umfeld ab – von Komponenten in Kaffeemaschinen über Koch- und Serviergeschirr bis hin zu Bauteilen für die industrielle Lebensmittelverarbeitung, Förderbänder und -anlagen für Eier und andere Lebensmittel. Damit unterstützt BASF ihre Kunden bei der sicheren Umsetzung bestehender Anwendungen und eröffnet zugleich Spielraum für zukünftige Entwicklungen.

Ultradur® Aqua-Typen bleiben als eigenständiges Portfolio erhalten

Um die Fortführung geltender Trinkwasserzertifizierungen der Bauteile von Kunden zu sichern, bleiben die bestehenden Aqua-Typen mit unveränderter Rezeptur weiterhin verfügbar und werden unter ihren bisherigen Produktnamen angeboten. Diese Produkte sind speziell für Wasser- und Trinkwasser­anwendungen ausgelegt und bilden nach wie vor das verlässliche Fundament dieses Portfolios. Trotz ähnlicher Namensbestandteile gilt jedoch: Glasfaserverstärkte Aqua-Typen erhalten künftig keine Food-Contact-Zertifikate mehr.

Mit der klaren Differenzierung von Aqua- und Food-Contact-Materialien in der Ultradur® Familie schafft BASF Transparenz und Planungssicherheit für Verarbeiter, OEMs und Markenhersteller. Anwender erkennen auf einen Blick, welche Engineering-Plastics-Typen für Trinkwasser und welche für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen sind – und können ihre Materialauswahl frühzeitig und sicher auf zukünftige regulatorische Anforderungen ausrichten.
  
Über BASF
BASF steht für Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Unser Anspruch: Wir wollen das bevorzugte Chemieunternehmen sein, um die grüne Transformation unserer Kunden zu ermöglichen. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 108.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care; die Standalone Businesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions gebündelt. BASF erzielte 2025 weltweit einen Umsatz von rund 60 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.

Über den Bereich Performance Materials der BASF
Der Bereich Performance Materials der BASF treibt die Transformation der Kunststoffindustrie voran, indem er Nachhaltigkeit mit Hochleistung vereint. Unsere Materialkompetenz, ein tiefes Branchenwissen und unser breites Portfolio machen uns zum bevorzugten Partner für umfassende Lösungen entlang des gesamten Kunststofflebenszyklus. Mit engagierten, materialfokussierten Teams, großer Innovations- und Entwicklungskraft und einem globalen Produktionsnetzwerk in Kundennähe liefern wir maßgeschneiderte Angebote, die regionale und branchenspezifische Anforderungen erfüllen. Unsere Produkte steigern Leistung und Effizienz in wichtigen Sektoren wie Automobil, Bauwesen, Konsumgütern und von industriellen Anwendungen. Gemeinsam mit unseren Partnern begeben wir uns auf #OurPlasticsJourney in eine zirkuläre und nachhaltige Zukunft. Im Jahr 2025 erzielte der Bereich Performance Materials einen weltweiten Umsatz von 6,4 Milliarden Euro.
Begleiten Sie uns auf #OurPlasticsJourney auf LinkedIn https://on.basf.com/PM_LinkedIn
und in unserem Newsletter https://on.basf.com/PM_Newsletter.
Weitere Informationen unter: https://www.performance-materials.basf.com

P-26-090

Dr. Julia Endres
Förder-Anlage für Eier in der industriellen Lebensmittelverarbeitung: Mit der klaren Trennung des Ultradur® Portfolios in Aqua Typen für Trinkwasseranwendungen und dedizierte Food Contact Typen schafft BASF Engineering Plastics eine transparente und zukunftssichere Grundlage für konforme Materiallösungen in Lebensmittelförder  und Verarbeitungssystemen.
Foto: herraez/stock.adobe.com
Förder-Anlage für Eier in der industriellen Lebens­mittel­verarbeitung: Mit der klaren Trennung des Ultradur®‑Portfolios in Aqua‑Typen für Trink­wasser­anwendungen und dedizierte Food‑Contact‑Typen schafft BASF Engineering Plastics eine transparente und zukunfts­sichere Grundlage für konforme Material­lösungen in Lebens­mittel­förder‑ und Verarbeitungs­systemen.
Foto: herraez/stock.adobe.com
VorschauJPEG (8,26 MB)
Letzte Aktualisierung13. Mai 2026