Global
Geschichte

BASF in China

Dr. Kurt Bock, 56

Kurt Bock
Vorsitzender des Vorstands der BASF SE (2011-2018)

China ist heute ein Land im Aufbruch, zunehmend selbstbewusst, sowohl wirtschaftlich als auch politisch. Nach chinesischem Selbstverständnis ist es dabei, seinen gebührenden Platz unter den großen Nationen zurückzuerobern.

Viele Mitarbeiter der BASF haben diese Entwicklung hautnah miterlebt. Ende 1885, 20 Jahre nach der Gründung der Badischen Anilin- & Sodafabrik, reiste ein Direktor namens Theodor Sproesser nach China. Seine Aufgabe war es, die Chinesen von den Vorzügen unserer Farbstoffe zu überzeugen. Dies war in der damaligen Zeit ein durchaus risikoreiches, letztlich aber erfolgreiches Unterfangen. Seitdem hat sich in China fast alles geändert. Heute (2015) erzielt BASF in China einen Umsatz von rund 5,5 Milliarden Euro und betreibt modernste Fabriken. Wir sind der größte ausländische Chemieinvestor und arbeiten eng mit lokalen Partnern, besonders der Sinopec, zusammen. Nun erscheint ein China-Buch zum 150. Jubiläum der BASF. Dies ist nicht allein der Bedeutung des chinesischen Marktes geschuldet. Andere Märkte sind ebenfalls wichtig, unser Geschäft ist dort sogar noch größer, zum Beispiel in den USA. China bietet allerdings einen besonders faszinierenden Hintergrund für unternehmerisches Wagen und Investieren. Die BASF ist dort seit 130 Jahren aktiv. Gerade die zurückliegenden 20 Jahre führten zu einer enormen Beschleunigung unseres Wachstums. Praktisch aus dem Stand wurde der bis dahin dominierende Vertrieb unserer Produkte durch ein Netz wettbewerbsfähiger Produktionsstandorte und – in jüngster Zeit – auch Forschungseinrichtungen ergänzt.

Diese Phase besonderer unternehmerischer Dynamik wird im vorliegenden Buch nachgezeichnet. Dies ist gerade auch deshalb möglich, weil die meisten Akteure, aktive und ehemalige Aniliner, aber auch viele Partner in Wirtschaft und Politik, bereit waren, ihre Eindrücke und Erfahrungen zu schildern.

Wir freuen uns, dass dadurch ein lebendiges und anschauliches Bild der vielfältigen Ereignisse entstanden ist.

Wie alles begann

(1865 - 1989)

Aufbau und Ausbau

(1990 - 2015)

Der Autor

Michael Grabicki studierte Deutsche Literaturwissenschaft und Politikwissenschaft in Hamburg und Göttingen. Er absolvierte ein Zeitungsvolontariat und arbeitete danach zunächst als Journalist beim Göttinger Tageblatt. Nach verschiedenen Stationen in der Öffentlichkeitsarbeit der BASF war er dort bis Ende 2012 für Corporate Media Relations verantwortlich. Während dieser Zeit besuchte Michael Grabicki immer wieder Asien und begleitete die Aktivitäten der BASF in China mit Pressearbeit.

Der Autor lebt in Ludwigshafen am Rhein. Für sein Sachbuch-Debüt hat Michael Grabicki Originaldokumente aus Archiven der BASF und anderer Unternehmen ausgewertet und zahlreiche Interviews mit den Menschen geführt, die eine wichtige Rolle in der Geschichte der BASF in China gespielt haben.

Eine lange Reise

Die Geschichte der BASF in China von 1885 bis heute

Gebundene Ausgabe: 406 Seiten
HOFFMANN UND CAMPE VERLAG
ISBN: 978-3-455-50362-3

In allen Buchhandlungen erhältlich oder bei:

Titelbild
Ein historisches Farbstoff-Etikett, das die BASF Anfang des 20. Jahrhunderts auf Verpackungen für synthetischen Indigo einsetzte.