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Geschichte

Zwangsarbeit im Ersten Weltkrieg

Während des Ersten Weltkriegs werden ausländische Zivilarbeiter und Kriegsgefangene in der deutschen Landwirtschaft und Industrie eingesetzt. Auch BASF beschäftigt sie in ihren Werken Ludwigshafen, Oppau und Merseburg als Ersatz für einberufene Mitarbeiter. Bei den ausländischen Arbeitskräften der BASF handelt es sich um polnische Zivilarbeiter, deportierte belgische Zivilisten sowie russische und italienische Kriegsgefangene. Gegen Ende des Krieges (1918) sind von insgesamt 22.000 BASF-Mitarbeitern in Ludwigshafen, Oppau und Merseburg rund 1.500 Zwangsarbeiter. Für Deutschland geht man davon aus, dass zu keiner Zeit mehr als 10 Prozent der (abhängig) Beschäftigten ausländische Arbeitskräfte waren, die an der Rückkehr in ihre Heimat gehindert bzw. zur Arbeit in Deutschland gezwungen wurden.