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Geschichte

1925 / Gründung der I.G. Farben

Andauernde politische Unruhen, Reparationsverpflichtungen und Demontagen, Kohlemangel und Transportprobleme, die französische Besetzung des linken Rheinufers sowie die Errichtung einer Zollgrenze am Rhein verhindern nach Kriegsende zunächst noch die wirtschaftliche Erholung von BASF. Vertreter der chemischen Großindustrie nehmen Gespräche miteinander auf, um die bereits seit 1916 bestehende lockere Zusammenarbeit zu intensivieren. Die notwendige Rationalisierung von Fabrikation und Verkauf soll gemeinsam durchgeführt werden. So entsteht 1925 durch Fusion von BASF mit fünf weiteren Firmen (darunter Hoechst und Bayer) die I.G. Farbenindustrie AG (I.G. Farben). Der Sitz der Gesellschaft wird nach Frankfurt verlegt. BASF existiert nicht länger als selbständiges Unternehmen. Die Werke Ludwigshafen und Oppau bilden nunmehr den wesentlichen Teil der Betriebsgemeinschaft Oberrhein, eine der ursprünglich vier Betriebsgemeinschaften innerhalb der I.G. Farben.

Ab 1933 haben viele Produkte der I.G. Farben im Rahmen der nationalsozialistischen Autarkie- und Aufrüstungspolitik eine zentrale Bedeutung. Es kommt zur Zusammenarbeit mit dem NS-Regime bei der Sicherung und dem Ausbau der Stickstoff-, Benzin- und Buna-Produktion.

o. Neg. IG-Zentrale, ca. 1931.jpg

Hauptsitz der der I.G. Farben in Frankfurt/Main, ca. 1931

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Motiv eines Farbstoffetiketts mit dem Logo der I.G. Farben, dem sogenannten I.G. Kolben (links)