TOP
Global
Wer wir sind

Verbesserungen umsetzen: Maßnahmen 2016

Weitere Informationen über die Geschäftsbeziehung zu Lonmin finden Sie hier.

Austausch fortführen: Dialog mit NGOs und Interessensgruppen

Auf Betreiben von BASF fand die jährliche Konferenz für Menschenrechte der Global Business Initiative im Mai 2016 in Johannesburg statt. Im Nachgang zu dieser Konferenz führte BASF einen Workshop mit zahlreichen Interessensgruppen in Südafrika durch. Dieser Workshop diente als Ausgangspunkt für Gespräche und die Zusammenarbeit zwischen den wichtigsten Akteuren in der Bergbauindustrie, darunter regionale Betreiber und NGOs. Die Erkenntnisse aus diesem Workshop waren sehr wichtig, um der Bergbauindustrie Wege aufzuzeigen, wie sie den zahlreichen gesellschaftlichen Herausforderungen in Südafrika besser gerecht werden kann.

Die Situation in Südafrika ist außerordentlich vielschichtig und kann nicht kurzfristig von einer Institution alleine gelöst werden. Nur wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten, können Verbesserungen für die Menschen vor Ort erzielt werden.

Im September 2016 fand ein Folgetreffen mit Lonmin sowie weiteren Minenbetreibern und dem Seriti Institute statt. Im Dezember 2016 hat BASF die wichtigsten Betreiber von Platinminen und weitere Akteure der Platin- Wertschöpfungskette in Johannesburg, Südafrika zusammengebracht. In beiden Treffen stand die Entwicklung konzertierter Ansätze zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen außerhalb der Sozial- und Arbeitspläne im Mittelpunkt.

Darüber hinaus haben sich BASF-Vertreter vor Ort nicht nur mit Lonmins Management getroffen, sondern auch mit Arbeitnehmervertretern, Minenarbeitern, Gewerkschaftsvertretern, lokalen Interessenvertretern und südafrikanische Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, wie zum Beispiel der Bench Marks Foundation oder dem Center for Applied Legal Studies.

Mehrere Interessenvertreter aus der Platin-Wertschöpfungskette kamen Anfang Dezember 2016 zum „Business Stakeholder Dialogue“ in Johannesburg zusammen.

Dabei konnten wir uns einen persönlichen Eindruck von den Lebens- und Arbeitsbedingungen verschaffen. Wir haben uns die Wohnbedingungen, öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen und Krankenstationen, angesehen, uns mit der Bevölkerung ausgetauscht und auch zwei der Witwen in ihren Wohnungen besucht. Außerdem haben wir uns die Arbeitsbedingungen unter Tage angesehen.

Wir haben im Dezember 2016 die wichtigsten Betreiber von Platinminen und weitere Akteure der Platin-Wertschöpfungskette in Johannesburg, Südafrika zusammengebracht, um darüber zu diskutieren, wie die Minenbranche in Südafrika sichtbare Verbesserungen erzielen kann. Wir haben diese Dialogveranstaltung initiiert und organisiert. An dem Termin nahmen fast alle regionalen Betreiber von Platinbergwerken, zahlreiche Abnehmer von Platin, darunter Automobil-Erstausrüster und Automobilhersteller, sowie Bergbau- und Menschenrechtsexperten teil. Wir schlugen vor, eine Sektorinitiative zu starten und dass die Platinminenbetreiber einen gemeinsamen Ansatz entwickeln, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen im gesamten Platingürtel langfristig und nachhaltig zu verbessern und somit dauerhaft eine verantwortungsvolle Rohstoffversorgung für ihre Kunden sicherzustellen.In den folgenden Jahren wurde die Sektorinitiative weiterentwickelt und wird von der International Platinum Group Metals Association (IPA) weitergeführt. Der Ansatz ist zweigeteilt: Erstens verpflichten sich die Minen zu umfassenden Auditprogrammen, die neben strengen Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsnormen auch Menschenrechte und soziale Faktoren berücksichtigen (z.B. den von der BASF entwickelten Bergbau-Standard "eTfS" der Chemieinitiative "Together for Sustainability"). Zweitens zielt die Initiative darauf ab, die Zusammenarbeit und den Austausch über bewährte Praktiken für effektives Engagement in den Gemeinden und deren Entwicklung zu fördern und dabei die Ansichten relevanter Akteure aus Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Gemeinden (einschließlich NGOs) zusammenzubringen.