BASF nimmt gerade einen neuen Verbundstandort in Zhanjiang/China in Betrieb. Wie sieht es dort mit den CO2-Emissionen aus?
Der neue Standort in Zhanjiang ist ein weltweites Vorbild für die chemische Produktion. Durch den Einsatz von 100 Prozent erneuerbarer Energie und innovativen Technologien konnten wir die CO₂‑Emissionen um 50 Prozent reduzieren. Ein Beispiel sind die Kompressoren unseres Steamcrackers: Sie verdichten das Gas, das nach dem Cracken von Naphtha entsteht. Konventionelle Kompressoren werden durch die Verbrennung fossiler Energieträger angetrieben. In Zhanjiang setzen wir elektrische Motoren ein, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Dadurch lassen sich die CO₂‑Emissionen im Vergleich zu einem herkömmlichen Cracker um rund 25 Prozent senken.
Wie trägt das Verbundsystem zur Reduktion von CO2 bei?
Verbund bedeutet, dass die einzelnen Anlagen eines Standorts miteinander vernetzt sind. Nebenprodukte, Abwärme oder Dampf aus einem Prozess werden für die Herstellung von Produkten in anderen Prozessen genutzt. Das spart Rohstoffe und Energie, vermeidet Emissionen, senkt Logistikkosten und schafft Synergien – und all das führt letztlich auch zu einer Reduktion von CO₂.