Wirtschaftspresse | 30. April 2026

Medien

BASF-Gruppe: Geschäfts­zahlen für das 1. Quartal 2026
BASF zeigt Wider­stands­fähigkeit in anspruchs­vollem Markt­umfeld

  • Solides Mengenwachstum, das stark negative Währungseffekte und leicht niedrigere Preise nahezu ausgleichen konnte
  • EBITDA vor Sondereinflüssen erreichte im ersten Quartal 2026 2,4 Milliarden Euro (Q1 2025: 2,5 Milliarden Euro)

Das Geschäft der BASF-Gruppe verzeichnete im ersten Quartal 2026 solides Mengenwachstum, getragen von China und seit März wesentlich geprägt durch den Konflikt im Nahen Osten. „In diesem anspruchsvollen Marktumfeld hat BASF Widerstandsfähigkeit bewiesen und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 2,4 Milliarden Euro erzielt, nach 2,5 Milliarden Euro im Vorjahresquartal“, so Finanzvorstand Dr. Dirk Elvermann bei der Vorstellung der Quartalszahlen im Vorfeld der heute im Mannheimer Congress Center Rosengarten stattfindenden BASF-Hauptversammlung. Insgesamt ging der Umsatz leicht zurück, bedingt durch stark negative Währungseffekte sowie leicht niedrigere Preise. In einer Telefonkonferenz für Analysten und Investoren sagte Elvermann: „Ohne währungsbedingte Belastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das EBITDA vor Sondereinflüssen das Niveau des Vorjahresquartals erreicht.“

Umsatz- und Ergebnisentwicklung im ersten Quartal 2026

Der Umsatz lag im ersten Quartal 2026 mit 16.020 Millionen Euro um 488 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals (16.509 Millionen Euro). Währungseffekte, vor allem aus dem US-Dollar und dem chinesischen Renminbi, belasteten die Umsatzentwicklung aller Segmente. Die Preise sanken infolge von Wettbewerbsdruck in den Segmenten Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions. Im Segment Surface Technologies lagen die Preise im Wesentlichen aufgrund höherer Edelmetallpreise deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals. Nahezu alle Segmente verzeichneten einen Mengenanstieg, lediglich im Segment Surface Technologies sank der Absatz. Der Umsatz von Sonstige entwickelte sich deutlich rückläufig.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA vor Sondereinflüssen) sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um 140 Millionen Euro auf 2.356 Millionen Euro. Die Segmente Chemicals, Agricultural Solutions sowie Nutrition & Care verzeichneten einen Ergebnisrückgang. Surface Technologies und Materials verbesserten ihr EBITDA vor Sondereinflüssen. Bei Industrial Solutions lag das Ergebnis auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis von Sonstige sank im ersten Quartal deutlich unter den Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen sank auf 14,7 Prozent nach 15,1  Prozent im Vorjahresquartal. Das EBITDA betrug 2.186 Millionen Euro nach 2.070 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Sondereinflüsse im EBITDA beliefen sich im ersten Quartal 2026 auf minus 170 Millionen Euro. Sonderaufwendungen ergaben sich im Wesentlichen aus den laufenden Kosteneinsparprogrammen, vor allem für das Programm mit Fokus auf den Standort Ludwigshafen.

Das EBIT lag mit 1.261 Millionen Euro um 102 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahresquartals. Die im EBIT enthaltenen Abschreibungen betrugen 925 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 910 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen belief sich auf 927 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 808 Millionen Euro). Im ersten Quartal 2026 betrug das Ergebnis je Aktie somit 1,06 Euro (Vorjahresquartal: 0,91 Euro).

Cashflow-Entwicklung im ersten Quartal 2026

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 185 Millionen Euro auf minus 797 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen erhöhte sich gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals um 119 Millionen Euro. Es beinhaltete nicht zahlungswirksame Ergebnisse aus at Equity bilanzierten Beteiligungen, die um 316 Millionen Euro über der Vorjahresperiode lagen. Positiv wirkten die deutlich höheren erhaltenen Dividenden von Equity-Beteiligungen, insbesondere von Wintershall Dea GmbH.

Der Free Cashflow verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 423 Millionen Euro auf minus 1.375 Millionen Euro, unter anderem aufgrund geringerer Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Der Free Cashflow von BASF fällt im ersten Quartal üblicherweise negativ aus und verbessert sich im Laufe des Jahres. Dies ist im Wesentlichen auf die Saisonalität des Agricultural-Solutions-Geschäfts zurückzuführen.

Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2025 von 2,25 Euro je Aktie

BASF hat sich zum Ziel gesetzt, von 2025 bis 2028 durch eine Kombination von Dividende und Aktienrückkäufen mindestens 12 Milliarden Euro an die Aktionäre auszuschütten. Konkret beabsichtigt das Unternehmen, jährlich eine Dividende von mindestens 2,25 Euro je Aktie oder rund 2 Milliarden Euro pro Jahr zu zahlen.

Der Dividendenvorschlag an die heute stattfindende Hauptversammlung der BASF SE für das Geschäftsjahr 2025 beträgt dementsprechend 2,25 Euro je Aktie (Dividende für das Geschäftsjahr 2024: 2,25 Euro je Aktie). Die Dividende erhalten alle Anteilseigner, die am 30. April 2026, dem Tag der Hauptversammlung, Eigentümer von BASF-Aktien sind. Die Zustimmung der Hauptversammlung vorausgesetzt wird die Auszahlung von 2,25 Euro je Aktie am 6. Mai 2026 erfolgen. Der Ex-Dividenden-Tag ist Montag, 4. Mai 2026. An diesem Tag wird die BASF-Aktie erstmals ohne Dividendenberechtigung an der Börse gehandelt.

Ausblick 2026 für die BASF-Gruppe

Angesichts der hohen Unsicherheit über den weiteren Verlauf des Konflikts im Nahen Osten verändert BASF die im Geschäftsbericht 2025 getroffenen Einschätzungen zu den weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Jahr 2026 derzeit nicht:

  • Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: +2,7 Prozent
  • Wachstum der Industrieproduktion: +2,3 Prozent
  • Wachstum der Chemieproduktion: +2,4 Prozent
  • US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,20 US-Dollar/Euro
  • Ölpreis der Sorte Brent von 65 US-Dollar/Barrel im Jahresdurchschnitt

Aus heutiger Sicht könnten sich die von BASF im Februar getroffenen Annahmen für das Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts, der Industrieproduktion und der Chemieproduktion als zu optimistisch erweisen. Der Ölpreis könnte aufgrund der Beeinträchtigungen bei Förderung und Export durch den Konflikt im Nahen Osten höher sein als bisher angenommen. Der US-Dollar könnte gegenüber dem Euro aufwerten.

Die im BASF-Bericht 2025 veröffentlichte Prognose der BASF-Gruppe für das Geschäftsjahr 2026 wird beibehalten:

  • EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 Milliarden Euro und 7,0 Milliarden Euro
  • Free Cashflow zwischen 1,5 Milliarden Euro und 2,3 Milliarden Euro
  • CO2-Emissionen zwischen 17,2 Millionen Tonnen und 18,2 Millionen Tonnen

Die Chancen und Risiken aus dem Konflikt im Nahen Osten werden von BASF genau beobachtet, genutzt beziehungsweise mitigiert. Angesichts der dynamischen Entwicklung der Lage – insbesondere mit Blick auf Energie- und Rohstoffpreise sowie mögliche Störungen globaler Lieferketten – können die daraus resultierenden Effekte jedoch derzeit nicht zuverlässig quantifiziert oder bewertet werden.

Zukünftige Hauptversammlungen der BASF SE

Nach den positiven Erfahrungen mit der ersten virtuell durchgeführten Hauptversammlung 2025 hat der BASF-Vorstand wie bereits kommuniziert für die folgenden vier Jahre beschlossen, das Format der Hauptversammlung der BASF SE jährlich zu wechseln. Demnach findet am heutigen Tag und auch 2028 die Hauptversammlung in Präsenz statt. Veranstaltungsort für Präsenz-Hauptversammlungen der BASF SE bleibt das Congress Center Rosengarten in Mannheim. In den Jahren 2027 und 2029 soll das erprobte virtuelle Format genutzt werden. Damit will BASF den unterschiedlichen Erwartungen ihrer vielfältigen Investorenbasis gerecht werden.

Über BASF

BASF steht für Chemie für eine nachhaltige Zukunft. Unser Anspruch: Wir wollen das bevorzugte Chemieunternehmen sein, um die grüne Transformation unserer Kunden zu ermöglichen. Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Rund 108.000 Mitarbeitende in der BASF-Gruppe tragen zum Erfolg unserer Kunden aus nahezu allen Branchen und in fast allen Ländern der Welt bei. Unser Portfolio umfasst als Core Businesses die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions und Nutrition & Care; die Standalone Businesses sind in den Segmenten Surface Technologies und Agricultural Solutions gebündelt. BASF erzielte 2025 weltweit einen Umsatz von rund 60 Milliarden €. BASF-Aktien werden an der Börse in Frankfurt (BAS) sowie als American Depositary Receipts (BASFY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen unter www.basf.com.


Die nachstehend genannten Informationen können Sie am 30. April 2026 im Internet unter folgenden Adressen abrufen:

Quartalsmitteilung (ab 7.00 Uhr MESZ)

basf.com/quartalsmitteilung

(Deutsch)

basf.com/quarterlystatement

(Englisch)

Presse-Information (ab 7.00 Uhr MESZ)

basf.com/pressemitteilungen

(Deutsch)

basf.com/pressrelease

(Englisch)

Live-Übertragung – Telefonkonferenz für Analysten
und Investoren zum 1. Quartal 2026 (ab 8.00 Uhr MESZ)
basf.com/aktie/telefonkonferenz

(Deutsch)

basf.com/share/conferencecall

(Englisch)

Live-Übertragung – Rede Dr. Markus Kamieth
(ab 10.00 Uhr MESZ)
basf.com/hauptversammlung

(Deutsch)

basf.com/shareholdersmeeting

(Englisch)

Pressefotos
basf.com/pressefotos

(Deutsch)

basf.com/pressphotos

(Englisch)

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Diese sind vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren abhängig; sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. BASF übernimmt keine über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Verpflichtung, die in dieser Mitteilung getroffenen zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.

P-26-076

Jens Fey
Leiter Corporate Media Relations
Dr. 
Stefanie Wettberg
Senior Vice President Investor Relations
Letzte Aktualisierung30. April 2026