Global
Geschichte

Bilanz für den Klimaschutz

Klimaschutz ist eine globale Gemeinschaftsaufgabe – und dies nicht erst seit heute. Um Aktivitäten im Bereich Klimaschutz effektiv planen zu können, braucht es eine aussagekräftige Datenbasis. 2008 publizierte BASF als weltweit erstes Industrieunternehmen eine umfassende Bilanz ihrer CO2-Emissionen.

Hierfür hatte BASF die Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette analysiert. Dazu bezog sie nicht nur die Emissionen an ihren eigenen Standorten ein, sondern bilanzierte auch die Bereit- und Herstellung von Rohstoffen und Vorprodukten sowie die Entsorgung aller ihrer Produkte am Ende ihres Lebenszyklus. 

Ein weiterer Baustein der CO2-Bilanz war die Abschätzung von vermiedenen Emissionen durch den Einsatz von Klimaschutzprodukten der BASF bei ihren Kunden. Zu den Klimaschutzprodukten zählten damals insbesondere Leichtbaukunststoffe, Katalysatoren und Treibstoffadditive oder auch moderne Dämmmaterialien, die BASF-Kunden aus der Automobil- und Baubranche unterstützten, den CO2-Ausstoß und Energieverbrauch ihrer Produkte zu reduzieren. Methodische Basis zur Ermittlung dieser Einspar-Effekte war die von ihr 1996 entwickelte Ökoeffizienz-Analyse. 

BASF sorgt aber auch in ihren eigenen Anlagen und Prozessen für Energieeffizienz und damit für Klimaschutz. Wichtige Bausteine im Energieeffizienzkonzept von BASF waren und sind der Verbund und die Kraft-Wärme-Kopplung bei der Energieerzeugung. Als Teil des Verbundsystems verringert der Energieverbund den Ausstoß von CO2, indem die in Dampf umgewandelte Abwärme einer Produktionsanlage anderen Betrieben über das BASF Dampfnetz als Energie zur Verfügung steht. Auch die in den seit 1997 betriebenen Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerken entstehende Abwärme wird zur Dampfherstellung genutzt und für andere Betriebe am Standort bereitgehalten.

In Zahlen ausgedrückt hieß das zum Beispiel für den Verbundstandort Ludwigshafen: 2008 bezifferte sich die CO2-Einsparung allein durch den Energieverbund auf 1,5 Millionen Tonnen CO2. Hinzu kam eine weitere Reduktion der CO2-Emisionen um 500.000 Tonnen durch das GuD-Kraftwerk. Zum Vergleich: 2018 konnte BASF durch die Kombination von Strom- und Dampferzeugung in dem kontinuierlich weiterentwickelten Energieverbund den Ausstoß von insgesamt 6,3 Millionen Tonnen COvermeiden.

Um die starke Nachfrage nach Dämmstoffen aus dem graphithaltigen, grauen Rohstoff Neopor® zu decken, erweitert BASF bis Ende 2018 die globale Produktionskapazität um 40.000 Tonnen pro Jahr. Die daraus hergestellten Dämmmaterialien leisten einen hohen Beitrag zur Energieeinsparung und Reduktion von CO2-Emissionen.  Foto: BASF

Dämmstoffe aus dem 1997 von BASF vorgestellten graphithaltigen Neopor: bessere Dämmleistung als herkömmliches EPS, wie der BASF-Dämmklassiker Styropor. 

 

GuD-Kraftwerke: ein wichtiger Beitrag zu Energieeffizienz durch Kraft-Wärmekopplung (hier 1997 am Standort Ludwigshafen).

Vermiedene Emissionen 2018

2008 veröffentlicht BASF als weltweit erstes Industrieunternehmen eine umfassende Bilanz ihrer Treibhausgasemissionen. Wie fiel sie zehn Jahre später (2018) aus? Durch die Nutzung der im Jahr 2018 verkauften BASF-Klimaschutzprodukte können die Treibhausgasemissionen der BASF-Kunden von 1.000 auf 360 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente reduziert, also 640 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden. Die Emissionen entlang der BASF-Wertschöpfungskette betrugen 2018 rund 140 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.