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Schwarzheide

BASF enviaM Solarpark Schwarzheide

Auf einer Fläche von 24 Hektar wurden innerhalb von sechs Monaten Bauzeit ein Solarpark mit rund 52.000 Photovoltaikmodulen sowie ein Umspannwerk errichtet, um fortan grünen Strom für den Lausitzer Produktionsstandort von BASF zu liefern. Mit einer installierten Gesamtleistung von 24 Megawatt peak (MWp) und einer erwarteten Stromproduktion von 25 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr ist die Anlage weltweit das erste größere Solarkraftwerk, das BASF mit einem Partner realisiert. 

Die Versorgung mit erneuerbaren Energien stellt einen bedeutenden Schritt dar, den CO2-Fußabdruck des BASF-Produktionsstandorts weiter zu senken. Dafür haben die BASF Schwarzheide GmbH und die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) am 3. Februar 2022 ein Joint Venture zum Bau und Betrieb eines Solarparks gegründet. An dem Gemeinschaftsunternehmen, der „BASF enviaM Solarpark Schwarzheide GmbH“, hält BASF einen Anteil von 51 Prozent und die enviaM einen Anteil von 49 Prozent. Ende Januar 2022 begannen die Bauarbeiten für das Umspannwerk. Der Solarpark wurde am 25. August 2022 feierlich in Betrieb genommen.

Mit einer installierten Gesamtleistung von 24 Megawatt peak (MWp) und einer erwarteten Stromproduktion von 25 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr ist die Anlage weltweit das erste größere Solarkraftwerk, das BASF mit einem Partner realisiert. Im Jahresmittel wird der Solarpark etwa 10 Prozent des heutigen Strombedarfs des BASF-Produktionsstandorts decken können.
Die Investitionssumme für den Solarpark und das zugehörige Umspannwerk beläuft sich auf rund 13 Millionen Euro. Das Projekt wurde ohne öffentliche Förderung umgesetzt. Mit dem Betrieb der Anlage ist die enviaM-Tochtergesellschaft envia THERM GmbH beauftragt.

Im Zuge der Genehmigungsplanung wurden mögliche Auswirkungen auf Fauna und Flora geprüft und geeignete Kompensationsmaßnahmen in Abstimmung mit der zuständigen Behörde festgelegt.

Bei der Errichtung des Solarparks wurde darauf geachtet, dass sowohl Bodenbrüter als auch Reptilien weder in ihrer Brut- noch ihrer Aktivitätszeit beeinträchtigt wurden, unter anderem durch die Installation eines Reptilienschutzzaunes und Bauzeitenregelungen.

Die Baumaßnahmen wurden im Rahmen einer ökologischen Baubegleitung durch fachkundige Gutachter überwacht.

Für Reptilien wurden südlich des Solarparks Ersatzlebensräume in Form von Lesesteinhaufen mit Sandlinsen geschaffen.

Hier wurden auch Benjeshecken angelegt, die diversen Insekten, Kleinsäugern und Vogelarten als Lebensraum und Leitstruktur dienen. Für letztere wurden zusätzlich noch Nisthilfen an größeren Bäumen angebracht.

Die gesamte Fläche der Photovoltaikanlage wurde schon im Vorfeld der Baumaßnahmen mit einer Saatgutmischung eingesät, die wertvollen Magerrasen und in Teilen Trockenrasen entstehen lässt. Zur Pflege ist eine extensive Mahd oder Beweidung geplant.

Als Ausgleichsmaßnahme für Amphibien wird eine wasserführende Geländesenke angelegt, an deren Ufer ein Blühstreifen eingesät wird.

Innerhalb des Solarparks sind die Reihenabstände so gewählt, dass Bodenbrüter dort brüten können. Im Bereich um den südlichen Mast der Freileitung werden für Reptilien Stein- und Wurzelstubbenhaufen angelegt.

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