Düsseldorf & Monheim

Umweltbewusstes Handeln

Wir wollen profitabel wachsen und gleichzeitig Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen. Deshalb betrachten wir die gesamte Wertschöpfungskette von den nachwachsenden Rohstoffen, die wir verwenden, über die Produktion unserer Inhaltsstoffe und den Transport zu unseren Kundinnen und Kunden bis hin zum fertigen Kosmetikprodukt. So können wir gemeinsam mit Lieferant*innen, Kosmetikhersteller*innen und Handel nachhaltige Lösungen finden. An den Standorten Düsseldorf und Monheim konzentrieren wir uns dabei auf die Themen, zu denen wir einen wesentlichen Beitrag leisten können.

Produkte & Rohstoffe

Palm Oil Plantation with blue sky & cloud background

Wir möchten sicherstellen, dass die nachwachsenden Rohstoffe, die wir verwenden, aus nachhaltigen, zertifizierten Quellen stammen. Dazu arbeiten wir eng mit Umweltorganisationen und den Landwirtinnen und Landwirten in den Erzeugerländern zusammen. Seit 2004 sind wir außerdem Mitglied im Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO).

Zertifiziertes, nachhaltiges Palmkernöl

Palm- und Palmkernöl sind am Standort unsere wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe zur Herstellung von Inhaltsstoffen für Wasch- und Reinigungsmittel sowie Körperpflegeprodukte. Das Öl kommt mit dem Schiff im Reisholzer Hafen an und wird dann per Pipeline ins Werk transportiert. 

Nur der nachhaltige Anbau schützt Wälder und Artenvielfalt in den Erzeugerländern. Deshalb sind wir Mitglied im 2004 gegründeten Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO), der Umwelt- und Sozialstandards entwickelt, um die Nachhaltigkeit des Anbaus von Palm(kern)öl zu bewerten.

Im Rahmen der BASF-Initiative „Time for Change“ haben wir 2018 global rund 330 palmbasierte Spezialitäten auf den Standard Mass Balance umgestellt. Die Inhaltsstoffe werden jetzt nur noch als RSPO-zertifizierte Ware angeboten. Zudem erfüllt unsere Produktion in Düsseldorf-Holthausen die RSPO-Lieferkettenkriterien und ist zusammen mit 22 weiteren BASF-Standorten weltweit entsprechend den RSPO-Standards zertifiziert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Energie

Unser Ziel ist es, aktiv die Umweltauswirkungen unserer Prozesse, Produkte und Dienstleistungen zu reduzieren. Unsere internen Unternehmensabläufe an den Standorten Düsseldorf und Monheim werden regelmäßig geprüft und entsprechen dem internationalen Standard für Umweltmanagementsysteme, ISO 14001.

Blockheizkraftwerke am Standort

Zwei Blockheizkraftwerke am Standort Düsseldorf (eins für BASF und eins für Henkel) reduzieren unseren Zukauf von Strom und machen uns so unabhängiger von externen Energieversorgern. Gleichzeitig verringern diese Anlagen die CO2-Emission im Vergleich zu extern bezogenem Strom um rund 60 Prozent. Mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung wird neben der elektrischen Energie auch die Abwärme der Kraftwerke genutzt, um für die Produktionsbetriebe Energie zu erzeugen.

Abwärme als Energiequelle

Durch Umbaumaßnahmen in der Wasserglasfabrik in den vergangenen Jahrzehnten wird die beim Schmelzprozess entstehende Abwärme mit Hilfe von Wärmetauschern als Energiequelle zur Erzeugung von Dampf und Strom genutzt.

Weitere Optimierungsschritte bei der Verbrennung in den letzten Jahren, wie etwa neue Sensoren und ein neuer Gaschromatograph, sorgen dafür, dass der Gesamtprozess heute noch umweltfreundlicher und energieeffizienter abläuft.

Energieeffizienz durch Wärmebildtechnik

Um Wärmeverluste zu identifizieren und gezielt zu beheben, nutzen wir in unserem Tanklager Wärmebildkameras. Mit Investitionen in verbesserte Isolierung konnten wir 2023 und 2024 ein Einsparpotential von jährlich bis zu 4.000 Tonnen CO2 ermöglichen. Dies entspricht der Energie, die 2.900 Haushalte benötigen würden, um vollständig auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Innovationen in der Wasserglasproduktion

Am Standort Holthausen verwenden wir Hochtemperaturöfen zur Herstellung von Wasserglas. Während der Instandhaltungsarbeiten im ersten Quartal 2023 wurde ein Teil der feuerfesten Ziegel durch ein innovatives Material ersetzt, was zu Energieeinsparungen im einstelligen Prozentbereich führte. Maßnahmen wie diese tragen positiv zur Reduzierung unserer CO2-Emissionen bei.

Digitalisierung für nachhaltige Produktion

Die Digitalisierung unserer Produktionsprozesse und die Verfügbarkeit von Echtzeit-Prozessdaten ermöglicht uns eine nachhaltigere Fertigung. Ob durch spezifische Messung und Analyse oder durch Prozessautomatisierung, die Digitalisierung ermöglicht es uns, effizienter zu produzieren. Dies schont Ressourcen und verringert unseren ökologischen Fußabdruck.

Logistik

Holthausen ist der drittgrößte BASF-Produktionsstandort in Europa. Rund 1,4 Millionen Tonnen Produkte bringen wir jährlich von hier aus auf den Weg, über Rhein, Straße und Schiene.

Bahn statt Brummi

Bei der Belieferung unserer Kundinnen und Kunden achten wir auf umweltfreundliche Transportmittel. Ein Beispiel dafür ist ein Logistik-Projekt, das wir gemeinsam mit Henkel durchführen: Eines unserer Tenside, das Henkel in zahlreichen seiner Shampoos und Duschgels einsetzt, wird mit der Bahn transportiert, statt per LKW. Zuvor war von den Lastwagen pro Tag eine Gesamtstrecke von 3.000 Kilometern auf Deutschlands Autobahnen zurückgelegt worden. Allein durch diese Maßnahme können jedes Jahr CO2-Emissionen in Höhe von 270 Tonnen eingespart werden.