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Groß und clever - die Kläranlage

Die Kläranlage der BASF ist eine der größten in Europa und die größte Kläranlage am Rhein: Sie reinigt eine Abwassermenge, die etwa drei Millionen Menschen in Privathaushalten verursachen würden.

Hier werden jährlich fast 100 Millionen Kubikmeter Produktionsabwässer der BASF geklärt. Der Betrieb reinigt außerdem noch 20 Millionen Kubikmeter Abwässer aus den Städten Ludwigshafen und Frankenthal sowie aus der Gemeinde Bobenheim-Roxheim.

Die Abwässer gelangen zunächst in den Hauptsammelkanal, in dem Großrechen grobe Feststoffe aus dem Wasser holen. Herzstück der Anlage ist die biologische Reinigung: Milliarden von Bakterien verwandeln Schmutzstoffe in Klärschlamm, Kohlendioxid und Wasser. Um die Abwässer in Bewegung zu halten und die Bakterien mit Sauerstoff zu versorgen, wird viel Energie benötigt. Von 2012 bis 2016 hat BASF die Energieeffizienz der Anlage bei gleicher Wassermenge und -qualität im Vergleich zu um 28% gesteigert und die Kosten in diesem Zeitraum um rund 3 Millionen € gesenkt. Außerdem werden im Jahr 18.000 Tonnen CO2 weniger ausgestoßen.

Der Schlüssel hierfür ist eine effizientere biologische Reinigung. Schon in der Vorklärung werden  Feststoffe besser abgetrennt. Damit sinkt nicht nur die Menge an Schmutz in den Belebungsbecken, sondern auch der Energiebedarf für die Belüftung. Um die Geruchsbelästigung so gering wie möglich zu halten, sind die biologischen Becken abgedeckt. Die Umweltzentrale überwacht den Zu- und Ablauf der Kläranlage. Wenn sich im Zulauf ein Stoff befindet, der den Betrieb der Kläranlage gefährdet, leitet die Umweltzentrale das belastete Wasser in ein Speicherbecken um. Dort wird es speziell behandelt.

Die Anlage kann jährlich über 400.000 Tonnen Klärschlamm entsorgen

Der Klärschlamm wird in die Klärschlammverbrennungsanlage transportiert und verbrannt. Der Dampf, der entsteht, wird zur Stromerzeugung genutzt und ins Fernwärmenetz eingespeist. Die Anlage kann jährlich über 400.000 Tonnen Klärschlamm entsorgen, etwa die Hälfte davon stammt von BASF. Der Betrieb verwertet außerdem kommunale und industrielle Klärschlämme aus der Nachbarschaft. Doch Vermeiden ist besser als Verwerten: Zwischen 2010 und 2015 hat BASF ihre Abwasserbelastung um rund 23 Prozent reduziert.