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BASF Renewable Energy GmbH

Unsere Projekte

Wie sieht unser Engagement konkret aus? Wie sichern wir jetzt und in Zukunft den Zugang von BASF zu ausreichenden Mengen an Erneuerbaren Energien? Erfahren Sie hier mehr über einige unserer Projekte und entdecken Sie, wie und wo BASF die eigene Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen ausbaut und wo sie mit Partnern zusammenarbeitet.

Fabrikgebäude mit zwei Menschen in Schutzkleidung und Helm vor riesigen Türmen von Windturbinen

Hollandse Kust Zuid: Größter Offshore Windpark der Welt mit Vattenfall

Im September 2021 hat BASF 49,5 Prozent an Vattenfalls Windpark Hollandse Kust Zuid gekauft. Die Montagearbeiten für den Windpark in der niederländischen Nordsee haben im Juli 2021 begonnen.

Der subventionsfreie Offshore-Windpark soll im Jahr 2023 seinen Betrieb vollständig aufnehmen. Mit einer installierten Gesamtleistung von 1,5 Gigawatt wird er zu diesem Zeitpunkt der größte Offshore-Windpark der Welt sein. Die Beteiligung ist für BASF die erste Großinvestition in Anlagen für erneuerbaren Strom.

Das ermöglicht es BASF, an mehreren Produktionsstandorten in Europa innovative, emissionsarme Technologien einzusetzen. Der BASF-Verbundstandort Antwerpen wird in erheblichem Maße von dem erneuerbaren Strom profitieren. Das BASF-Werk in Antwerpen ist der größte Chemie-Produktionsstandort in Belgien und der zweitgrößte Standort der BASF-Gruppe weltweit.

Mit dieser Investition sichern wir uns signifikante Mengen an Strom aus erneuerbaren Quellen für BASF. Das ist ein Schlüsselelement für unsere Transformation hin zur Klimaneutralität.
Dr. Martin Brudermüller

Dr. Martin Brudermüller

Vorstandsvorsitzender BASF

25,2 Prozent des Windparks Hollandse Kust Zuid hat BASF mittlerweile an Allianz Capital Partners verkaufen. BASF wird weiterhin den größten Teil des erzeugten Stroms aus ihrem ursprünglich an Hollandse Kust Zuid erworbenen Anteil von 49,5 Prozent auf Basis eines langfristigen Festpreis-Stromabnahmevertrags erhalten. Diese Aufstellung passt perfekt zu unserer Make-and-Buy-Strategie.

Infografik die schematisch zeigt wie durch den 2 Gigawatt-Offshore-Windpark emissionesfreie Produktionsverfahren für Basischemikalien ermöglicht werden.

Zusätzlicher Windpark für eine klimaneutrale Industrie mit RWE

Strom aus erneuerbaren Quellen für dem BASF-Chemiestandort in Ludwigshafen – dieses Ziel geht BASF gemeinsam mit RWE an. Ein neuer, zusätzlicher Offshore-Windpark in der deutschen Nordsee mit einer installierten Leistung von 2 Gigawatt soll ab 2030 grünen Strom für das BASF-Werk Ludwigshafen liefern und zur CO2-freien Herstellung von Wasserstoff dienen. Mithilfe des Wind-Stroms soll die Produktion von Basischemikalien, die bisher auf fossilen Energieträgern basiert, elektrifiziert werden. Das große Ziel: Eine klimaneutrale Chemieindustrie. Dabei sollen CO2-arme Technologien wie zum Beispiel elektrisch beheizte Steamcracker eingesetzt werden. Um das gemeinsame Vorhaben voranzutreiben, haben BASF und RWE im Mai 2021 eine Absichtserklärung über eine weitreichende Kooperation für den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten für erneuerbaren Strom und zur Nutzung innovativer Technologien für den Klimaschutz unterzeichnet.

Mit dem Vorhaben könnten etwa 3,8 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden, bis zu 2,8 Millionen Tonnen davon direkt bei BASF in Ludwigshafen. Eine finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand für den Bau des Windparks wäre nicht erforderlich.

Voraussetzung für die Realisierung des Vorhabens ist ein entsprechender Regulierungsrahmen. Die Politik hat angekündigt, die Ausbauziele für Erneuerbare Energien deutlich anzuheben und den Zubau zu beschleunigen. Dafür müssten Flächen für Offshore-Projekte ausgeschrieben werden, deren Nutzung nach heutiger Planung erst nach 2030 vorgesehen ist. Gemeinsam mit RWE regen wir an, diese Flächen gezielt für Ausschreibungen zu nutzen, die auf industrielle Transformationsprozesse fokussieren. Zudem sollte der grüne Strom von der EEG-Umlage entlastet werden.

Windpark Oersted in der deutschen Nordsee bei Sonnenuntergang, im Vordergrund türmen sich graue Wolken

Langfristige Lieferung von Offshore Windstrom durch Ørsted

2025 wird der Offshore-Windpark „Borkum Riffgrund 3“ den Betrieb aufnehmen. Mit dem Betreiber, dem dänischen Energieunternehmen Ørsted, hat BASF einen Festpreis-Stromliefervertrag (engl. Power Purchase Agreement PPA) abgeschlossen. Der Vertrag läuft über 25 Jahre und sieht die Abnahme von 186 Megawatt Leistung vor. Insgesamt wird der Windpark „Borkum Riffgrund 3“ 83 Turbinen mit einer installierten Leistung von 900 Megawatt haben. Der Standort in der Nähe der Ostfriesen-Insel Borkum in der deutschen Nordsee, zeichnet sich durch hohe Windgeschwindigkeiten aus.

Für BASF ist der Vertrag mit Ørsted ein weiterer wichtiger Beitrag für die langjährige Versorgung mit Offshore-Windenergie. Für den Windpark-Betreiber Ørsted war die Zusage von BASF ein zentraler Pfeiler, um Ende 2021 eine endgültige Investitionsentscheidung für Borkum Riffgrund 3 zu treffen.

„Die Liefervereinbarung mit Ørsted ist ein weiterer wichtiger Schritt, um zusätzliche Mengen Erneuerbarer Energie für BASF zu sichern“, so der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Brudermüller. Die Windparks des dänischen Unternehmens unterstützen die Energietransformation bei BASF und leisten einen Beitrag dazu, große Mengen an Strom aus fossilen Quellen durch Erneuerbare Energien zu ersetzen.

Zwei Windräder auf einem grünen Feld, im Hintergrund hellblauer Himmel

25 Jahre grüner Strom von ENGIE

Ein Stromabnahmevertrag mit dem Energieversorger ENGIE sichert BASF 25 Jahre lang Strom aus erneuerbaren Quellen. Das Power Purchase Agreement (PPA) ist Anfang 2022 in Kraft getreten. Insgesamt werden bis zu 20,7 Terawattstunden Strom an verschiedene BASF-Standorte in Europa fließen. Der grüne Strom kommt zunächst aus Onshore-Windparks in Spanien, an denen ENGIE als Kapitalgeber oder Energiemanager beteiligt ist. In Zukunft könnte der Strom auch aus weiteren On- und Offshore-Anlagen fließen.

„Dieser langfristige Vertrag mit einem wichtigen Akteur auf dem europäischen Energiemarkt sichert BASF erhebliche Mengen an Strom aus erneuerbaren Quellen“, so der BASF-Vorstandsvorsitzende Dr. Martin Brudermüller.    

Solarmodule auf einem grünen Feld

Sonnenenergie für BASF Standort Schwarzheide mit enviaM

Im BASF-Werk im brandenburgischen Schwarzheide könnte bald schon sauberer Strom aus der direkten Nachbarschaft fließen: BASF und die envia Mitteldeutsche Energie (enviaM) wollen einen Solarpark mit 24 Megawatt installierter Leistung errichten.

In unmittelbarer Nähe zum Werksgelände der BASF in Schwarzheide sollen auf einer Fläche von 24 Hektar rund 52.000 Photovoltaikmodule aufgestellt werden. Die „BASF enviaM Solarpark Schwarzheide GmbH“ will – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Kartellbehörden – aufzeigen, wie die Energiewende in der chemischen Industrie gelingen kann.

Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide, und Dr. Stephan Lowis, Vorstandsvorsitzender der enviaM, sind überzeugt: „Grüne Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen ist der Schlüssel für eine klimaneutrale, zukunftsfähige Industrieproduktion und damit auch für Wertschöpfung und Beschäftigung in der Lausitz.“

Das BASF-Werk in Schwarzheide ist der zweitgrößte Standort der BASF in Deutschland und auf Wachstum ausgerichtet. Ein Beispiel ist der aktuell laufende Bau einer modernen Produktionsanlage für die Herstellung von Kathodenmaterialien. Die Investition in Schwarzheide ist ein wichtiger Schritt zum Aufbau der europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge.