Ziel 2030
Rate von Anlagenereignissen weltweit mit hohem Schweregrad (High Severity Process Safety Incidents, hsPSI)
≤ 0.10
Nachhaltigkeit
Anlagensicherheit ist ein zentrales Element einer sicheren, effizienten und verantwortungsvollen Produktion. Sie spielt eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung sicherheitsrelevanter und umweltbezogener Auswirkungen, indem sie Risiken systematisch reduziert und den langfristig sicheren und zuverlässigen Betrieb unserer Anlagen gewährleistet. Durch umfassende Sicherheitskonzepte, kontinuierliche Verbesserungen und ein stringentes Risikomanagement über den gesamten Lebenszyklus unserer Anlagen hinweg, tragen wir zum Schutz der Umwelt und der Menschen in den Gemeinden an unseren Produktionsstandorten bei und bieten allen, die im Interesse von BASF in unserem weltweiten Verantwortungsbereich tätig sind – unabhängig davon, ob es sich um BASF-Mitarbeiter, Leiharbeiter, Auftragnehmer oder Gäste an BASF-Standorten handelt - ein sicheres und gesundes Arbeitsumfeld.
Unsere Führungskräfte leben dieses Engagement vor und fördern eine Kultur der kontinuierlichen Weiterentwicklung, in der unsere Mitarbeiter ihre Rollen und Verantwortlichkeiten für einen sicheren Anlagenbetrieb kennen und verstehen und diese stets korrekt und vollständig ausführen. Dies erfordert fundierte Kenntnisse und ein tiefes Verständnis ihrer Verantwortlichkeiten im Anlagenbetrieb sowie der von Chemikalien und Prozessen ausgehenden Gefahren.
Anlagensicherheit befasst sich dabei mit:
• der Ermittlung der Gefährdungen und Beurteilung der Risiken, die von Stoffen, deren physikalischen und chemischen Eigenschaften, chemischen Prozessen, Betriebsbedingungen und der technischen Ausrüstung, Maschinen und Apparaten ausgehen.
• der Kontrolle dieser Risiken, um die Folgen einer unkontrollierten Freisetzung toxischer, reaktiver, brennbare Chemikalien oder Energie zu verhindern.
Die Prozeßsicherheitsanalyse (PHA; Process Hazard Analysis) ist hierbei eine systematische Sicherheitsbetrachtung zur Ermittlung, Bewertung und Kontrolle von Prozessgefährdungen. Bei Investitionsprojekten führen stufenweise ausgeführte Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzprüfungen (SGU-Betrachtung) zur Entwicklung eines SGU-Schutzkonzepts sowie einer zugehörigen Umsetzungsprüfung. Für bestehende Anlagen wird eine Prozesssicherheitsanalyse als Anlagensicherheitsdurchsprache durchgeführt, die aus einer Revalidierung des Anlagensicherheitskonzepts (Plant Safety Concept, PSC) und der Überprüfung des Umsetzungschecks (Implementation Check, IC) besteht.
Managementprogramme integrieren Anlagensicherheitsprinzipien in den täglichen Betrieb. Dazu gehören die Bewertung und Aktualisierung sicherheitsrelevanter Anlageninformationen, die Validierung von Betriebsanweisungen, regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen, MOC‑Prozesse, umfassende Schulungsprogramme, die Untersuchung und Kommunikation von Ereignissen sowie Maßnahmen zur Sicherstellung der Anlagenintegrität. Darüber hinaus unterliegen unsere Anlagen Responsible‑Care‑Audits und Anlagensicherheits‑Managementreviews, die eine kontinuierliche Verbesserung sicherstellen.
2023 führte BASF einen konzernweiten strategischen Schwerpunkt zur Prävention von Anlagenereignissen mit hohem Schweregrad ein. Ziel dieser Neuausrichtung ist es, Risiken systematisch zu reduzieren, indem Schadensereignisse mit potenziell erheblichen Auswirkungen auf Menschen, Umwelt und Vermögenswerte konsequent vermieden werden.
Die neue Ausrichtung ermöglicht eine wirksamere Zuweisung von Ressourcen und stärkt die internen Steuerungs‑ und Kontrollmechanismen im Sicherheitsmanagement. Ereignisbasiertes Lernen wird strukturiert verankert, sodass sicherheitsrelevante Erkenntnisse systematisch in operative Entscheidungen einfließen. Gleichzeitig wird das Gefährdungsbewusstsein auf allen Ebenen der Organisation weiter gestärkt.
Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung wurde ein High‑Severity‑KPI für die Prozesssicherheit (hsPSI, high-severity Process Safety Incident) eingeführt. Der KPI misst Anlagenereignisse mit hohem Schweregrad auf Basis einer ratenbasierten Methodik (Ereignisse pro 200.000 Arbeitsstunden) und dient als konzernweit verbindliche Steuerungsgröße. Der globale Zielwert beträgt 0,10 bis 2030.
Ziel 2030
Rate von Anlagenereignissen weltweit mit hohem Schweregrad (High Severity Process Safety Incidents, hsPSI)
≤ 0.10


