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18. Mai 2020
Österreich
Nachhaltigkeit

BASF und DiDi gründen Partnerschaft zur Umgestaltung der Carsharing-Branche

18.05.2020

BASF und DiDi, die weltweit führende Plattform für Fahrdienstleistungen, haben in Hangzhou in der chinesischen Provinz Zhejiang eine strategische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. In Hangzhou befindet sich der Hauptsitz von Xiaoju Autocare (Xiaoju Yangche), einer Tochtergesellschaft von DiDi. Gemäß der Vereinbarung beliefert BASF DiDi künftig mit nachhaltigen Autoreparaturlacken, die am Forschungs- und Produktionsstandort in Jiangmen entwickelt werden.

Diese Produkte sind speziell auf den chinesischen Markt ausgerichtet und tragen dazu bei, VOC-Emissionen zu verringern und die strengen Vorschriften zu erfüllen, die in verschiedenen chinesischen Städten gelten. Im Rahmen der strategischen Partnerschaft setzen sich beide Unternehmen für die nachhaltige Entwicklung der Carsharing-Branche in und außerhalb von China ein. Mit dem Zubehör der Marke RODIM® werden Lackierbetriebe dabei unterstützt, ihren Arbeitsablauf und ihre Leistungsfähigkeit in der Autoreparaturlackierung zu verbessern. Darüber hinaus bietet ein eigens eingerichtetes Expertenteam von BASF zeitnah Unterstützung in technischen Fragen, darunter auch Schulungen für die Mitarbeiter in den Werkstätten von DiDi.

DiDi betreibt derzeit 25 Karosserie- und Lackierbetriebe in China. Bis zum Ende dieses Jahres plant das Unternehmen, seine weltweite Präsenz auf mehr als 200 eigene Werkstätten und Franchise-Betriebe auszuweiten. „Vereinfachung ist Teil unserer DNA. Wir konzentrieren uns darauf, Prozesse und Betriebsabläufe zu optimieren und gleichzeitig unser Geschäft auszubauen“, sagt Gu Haijie, President von Xiaoju Autocare. „BASF ist der Lösungsanbieter, der uns alles aus einer Hand anbietet und uns bei der Standardisierung unseres Lackierprozesses in den neuen Werkstätten unterstützen kann. Dadurch können wir unsere Effizienz erhöhen und die gesamte Wertschöpfungskette der Kontraktoren, Händler und Werkstätten integrieren.“ 

Sebastien Garnier (links), Vice President, Business Management Automotive Refinish Coatings, Asia Pacific, unterschreibt mit Zhang Si (rechts), Geschäftsführer von Xiaoju Components, die strategische Vereinbarung im Besammensein mit Patrick Zhao (2. von links), Senior Vice President, Coatings Solutions Asia Pacific und Gu Haijie (2. von rechts), President von Xiaoju Autocare.

Seit 2012 behauptet DiDi seine führende Position im Geschäft für Online-Fahrdienstvermittlung. Mit 300 Milliarden CNY (ca. 39 Milliarden €) hatte das Unternehmen 2019 einen Marktanteil im chinesischen Carsharing-Geschäft von 90 %. Die Fahrzeugflotte von DiDi zählt derzeit 300.000 Fahrzeuge und soll bis 2022 auf eine Million ansteigen. Die Tochtergesellschaft Xiaoju Autocare ist die größte ganzheitliche Serviceplattform für Fahrzeugbesitzer und umfasst ca. 30 Millionen registrierte Fahrer sowie 550 Millionen Nutzer. BASF trat Ende 2019 erstmals mit DiDi und Xiaoju Autocare in Kontakt. Bereits Anfang 2020 ergab sich die erste Möglichkeit einer Zusammenarbeit, bei der BASF mit der Umstellung des ersten Betriebs von DiDi in Schanghai beauftragt wurde.

„DiDi ist ein typisches ‚Einhorn-Unternehmen‘. Eine Gemeinsamkeit unserer beiden Unternehmen ist unsere Fähigkeit, schnell auf Marktanforderungen zu reagieren“, sagt Patrick Zhao, Senior Vice President, Coatings Solutions, Asien-Pazifik, BASF. „Im Rahmen der strategischen Zusammenarbeit können wir den Carsharing-Markt ausloten und diese Partnerschaft weiter vorantreiben. DiDi bietet den Verbrauchern verschiedene Carsharing-Angebote. BASF trägt mit einem globalen Netzwerk, einem umfassenden Portfolio für den Automobilsektor und einem großen Talentpool zu einer nachhaltigen Entwicklung der Autoreparaturlackbranche bei.“

Der Unternehmensbereich Coatings von BASF verfügt über ein globales Netzwerk aus über 80 Trainingszentren, davon neun in China, und stellt jedes Jahr Schulungen und Workshops zu Autoreparaturlacken für mehr als 25.000 Kunden zur Verfügung. Der Unternehmensbereich hat das Programm STAMPP (STimulate and revAMp the Paint Profession) ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um eine international standardisierte, zweijährige Schulung zur Ausbildung von Autoreparaturlackierern, die in Partnerschaft mit mehr als 100 Berufsschulen und Lackierbetrieben angeboten wird. Seit dem Start des Programms im Jahr 2008 hat BASF insgesamt 29 Schulen eingerichtet. Zudem unterstützt BASF mehrere nationale und internationale Wettbewerbe, um den Beruf des Lackierers bei jungen Fachkräften zu bewerben. Hierzu zählt beispielsweise WorldSkills International, ein weltweiter Wettbewerb, in dem sich auch auszubildende Lackierer messen. BASF ist der größte chemische Zulieferer für die Automobilindustrie und bietet Systeme und Komponenten für Automobilhersteller sowie Ersatzteile für den Aftermarket an.

Letzte Aktualisierung 18. Mai 2020