Global
Nachhaltigkeit

Politische Kommunikation und Interessenvertretung

Der Dialog mit der Politik ist Teil der nachhaltigen Unternehmensführung von BASF

BASF führt einen konstruktiven Dialog mit den relevanten gesellschaftlichen Stakeholdern um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Wir sehen es als Teil unserer Selbstverpflichtung, nachhaltige Lösungen gemeinsam mit Partnern zu entwickeln.

Dieser Austausch hilft uns, auf Veränderungen des Umfelds zu reagieren, Trends zu verstehen sowie gesetzgeberische Erwartungen und Entwicklungen vorauszuahnen und so unsere Interessen zu vertreten und zu kommunizieren.

BASF führt den Dialog mit der Politik in Übereinstimmung mit unseren Grundwerten und Leitlinien

Wir unterstützen und fördern verantwortliche, nachvollziehbare, transparente und demokratische Prozesse, die der ganzen Gesellschaft dienen. Wir respektieren die Rollen und Verantwortlichkeiten der Institutionen und Organisationen, mit denen wir den Austausch suchen, und sind transparent bezüglich der von uns verfolgten Interessen.

In Übereinstimmung mit unseren Grundwerten und Leitlinien, unserem globalen Code of Conduct und unserer Policy Political Relations and Advocacy (auf Englisch), bekennen wir uns zu einem von Verantwortungsbewusstsein, Integrität und Transparenz geprägtem Verhalten.

Die Policy wird durch das Communications Leadership Team, global verantwortlich für die Aktivitäten der BASF zur Kommunikation und politischer Interessenvertretung, entwickelt und umgesetzt.

Unser Umgang mit der Politik ist sachlich und basiert auf Fakten. Wir sind offen für den Dialog mit allen Beteiligten am politischen Prozess. BASF ist weder mit politischen Parteien, einzelnen Abgeordneten noch Kandidaten für ein politisches Amt verbunden. BASF hat eine Meinung zu Themen, nicht zu politischen Parteien oder einzelnen Regulierungsgebern.

Verantwortung des Vorstands und des Managements

Der Vorstand der BASF verantwortet die politischen Aktivitäten der BASF und wird darüber regelmäßig und kontinuierlich informiert. Die allgemeine politische Strategie wird im Management der BASF abgestimmt. Die Vorstandsmitglieder und das Management der BASF sind sowohl aktiv in die Interessenvertretung der BASF als auch der Chemieindustrie im Allgemeinen einbezogen.

Verbandsmitgliedschaften und Verbindungsbüros

Wir führen den politischen Dialog in Zusammenarbeit mit den für uns wesentlichen Verbänden. Weltweit sind wir in zahlreichen Branchenvertretungen engagiert. Zur Unterstützung des politischen Dialogs vor Ort unterhält die BASF eigene Verbindungsbüros u. a. in Berlin, Brüssel, Washington und Beijing. BASF setzt sich für die Herstellung von Transparenz im Rahmen der Interessenvertretung ein und trägt sich in Transparenz- bzw. “Lobby“register ein, etwa beim Europäischen Parlament und in den USA.

BASF vergibt keine Spenden an politische Parteien

BASF unterstützt keine politischen Parteien. Gleiches gilt auch für Regierungsmitglieder, Abgeordnete oder Kandidaten im Wahlkampf. In den USA haben Mitarbeiter der BASF Corporation von ihrem Recht Gebrauch gemacht, ein „Political Action Commitee (PAC)“ zu gründen. Das „BASF Corporation Employee PAC“ ist eine freiwillige, staatlich registrierte Vereinigung von Mitarbeitern. Sie wurde 1998 gegründet und sammelt Mitarbeiterspenden für politische Zwecke über deren Verwendung sie gemäß US-Recht entscheidet.

Sponsoring von einzelnen Veranstaltungen wird durch unsere Policy geregelt. Dabei handelt die BASF parteipolitisch neutral. Jegliches Sponsoring wird in angemessener Weise transparent gemacht.

Beauftragung von Agenturen

Die politische Kommunikation der BASF wird grundsätzlich von BASF-Mitarbeitern durchgeführt. Es ist unsere erklärte Absicht, alle relevanten Kontakte und Treffen zwischen BASF und politischen Entscheidungsträgern selber wahrzunehmen sowie zu halten und uns dabei nicht durch Mitarbeiter von Agenturen oder Partnern vertreten zu lassen. Sollte im Ausnahmefall die Beauftragung von Agenturen oder Partnern notwendig sein, gelten hierfür die Bestimmungen unserer Policy. Alle Agenturen müssen sich schriftlich verpflichten, unsere darin beschriebenen Standards einzuhalten.

BASF unterstützt das gesellschaftliche Engagement ihrer Mitarbeiter

Den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik halten wir für wichtig. BASF ermutigt ihre Mitarbeiter zu ehrenamtlichen oder politischem Engagement in ihrer Eigenschaft als Privatpersonen. In Zusammenhang mit dem privaten ehrenamtlichen oder politischen Engagement ihrer Mitarbeiter verfolgt BASF keinerlei Unternehmensinteressen. BASF Mitarbeiter beachten die Regelungen bezüglich Interessenkonflikten, die im BASF Global Code of Conduct beschrieben sind.

Personalaustausch mit internationalen Organisationen, Regierungen, Ministerien sowie öffentlicher Verwaltung

BASF hält den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik für wichtig. Wir sind uns der mit dem sog. Drehtüreffekt verbundenen Interessenkonflikte bewusst. In Bezug auf die sog. „Cooling-off“-Perioden hält sich BASF an geltende Vorschriften. Im Falle der Anstellung von ehemaligen Beamten oder anderem Regierungs- oder Behördenpersonal oder deren Mitarbeitern oder Trainees, respektieren wir selbstverständlich die Verpflichtung dieser Personen, sich an die für sie geltenden Regeln und Vertraulichkeitsvorgaben zu halten.

BASF steht sowohl dem Personaltransfer als auch dem zeitweisen Personalaustausch zwischen BASF und politischen Organisationen, Institutionen oder der öffentlichen Verwaltung positiv gegenüber. Er dient dem Gewinn von Kenntnissen und Erfahrungen in einem anderen Arbeitsumfeld und damit einem verbesserten Verständnis für die jeweiligen spezifischen politischen und unternehmerischen Zusammenhänge, Strukturen und Prozesse.

Wir nehmen an einem zeitweisen Personalaustausch teil, sofern keine Interessenkonflikte vorhanden sind und Transparenz sichergestellt wird. Etwaige Austausche werden transparent auf der BASF-Internetseite ohne Namensnennung veröffentlicht. Eine analoge Informationspolitik wird bei den öffentlichen Stellen angeregt.

Aktuelle Einsätze von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BASF SE und der deutschen BASF-Gruppengesellschaften bei internationalen Organisationen, Regierungen, Ministerien sowie der öffentlichen Verwaltung - bzw. von Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung bei der BASF:

Derzeit keine Einsätze.

Positionen in der politischen Interessenvertretung

BASF vertritt ihre Interessen bezüglich einer Vielzahl von Themen, die das Unternehmen betreffen. Im folgenden Jahr fokussieren wir uns auf:

  • Einheitliche Rahmenbedingungen für Regulierung zu Energie- und Klima
  • Freie und faire Rahmenbedingungen für Handel und Marktzugang
  • Faktenbasierte Entscheidungsfindung bei der behördlichen Zulassung von Stoffen
  • Nachhaltige Entwicklung
  • Forschungsfreundliche Rahmenbedingungen und eine innovationsoffene Gesellschaft

Im Rahmen unseres Dialogs nehmen wir regelmäßig Kontakt auf mit Behörden, Abgeordneten und Nichtregierungsorganisationen sowie anderen Stakeholdern in vielen der Ländern, in denen wir geschäftlich tätig sind.